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Wieso Salz ungesund für unser Herz ist

Lesezeit: 2 Minuten Viele Leute wissen, dass Salz den Blutdruck erhöhen kann, wenn man über einen längeren Zeitraum zu viel davon zu sich nimmt. Salz ist aber auch ungesund für unser Herz und dieses profitiert davon, wenn man sein Essen weniger stark salzt. Denn wie eine Kölner Studie ergeben hat, kann eine Salzreduktion vor einer Herzschwäche schützen.

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Wieso Salz ungesund für unser Herz ist

Wieso Salz ungesund für unser Herz ist

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Denken Sie auch an Ihr Herz, wenn Sie Lebensmittel einkaufen oder zum Essen gehen? Wahrscheinlich nicht. Dabei hat die Ernährung einen großen Einfluss auf die Gesundheit unseres Herzens. Essen wir zu fettig, leiden die Gefäße und das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht sich. Im Gegenzug können wir das Herz schützen, indem wir beispielsweise Omega-3-Fettsäuren oder bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe zu uns nehmen. Auch normales Kochsalz spielt bei der Herzgesundheit eine große Rolle, denn zu viel Salz ist ungesund für unser Herz.

Gutes und schlechtes Salz

An für sich ist Salz nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Ohne das Natriumchlorid, der chemische Ausdruck für Kochsalz, würden in unserem Körper viele Prozesse nicht funktionieren. Salz spielt unter anderem eine wichtige Rolle für den Wasserhaushalt, im Nervensystem, bei der Verdauung und beim Knochenaufbau. Salz ist für unseren Organismus unverzichtbar. Es ist eben – wie so oft – dass die Dosis das Gift macht.

Salz ist ungesund für das Herz

Wer aber zu viel Kochsalz zu sich nimmt, riskiert eine Herzschwäche. Je mehr Salz man zu sich nimmt, desto mehr steigt die Gefahr fürs Herz. Das zeigt die Auswertung von Daten aus einer großen Bevölkerungsstudie, die von einer Kölner Forschergruppe auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam präsentiert wurden.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Reduktion der Natrium-Aufnahme von einem hohen auf ein moderates Niveau das Risiko, im späteren Leben eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, vermindern könnte,“ fasste Studienautor Priv.-Doz. Dr. Roman Pfister vom Herzzentrum der Universitätsklinik Köln zusammen. Oder einfacher gesagt: Wer als Erwachsener nicht zu viel Salz zu sich nimmt, hat im Alter ein stärkeres und gesünderes Herz.

Die Studie

Wie die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) berichtet, ist bekannt, dass ein hoher Konsum von Natrium, eines chemischen Bestandteils von Kochsalz, zu erhöhtem Blutdruck beiträgt. Nun haben die Mediziner untersucht, ob eine niedrigere Natriumaufnahme auch die Herzgesundheit beeinflussen kann. Dazu analysierten die Mediziner die Daten von fast 20.000 Frauen und Männern zwischen 39 und 79 Jahren, die an der Gesellschaftsbasierten EPIC-Studie in Norfolk (Ostengland) teilnehmen.

Bei der Auswertung stellten die Forscher fest, dass die 20 Prozent der Teilnehmer, die am meisten Salz zu sich nahmen, ein um rund ein Drittel höheres Risiko für eine Herzschwäche haben. Dieser Effekt blieb auch bestehen, wenn die Auswertung hinsichtlich anderer Risikofaktoren, wie Alter, Geschlecht, BMI, Diabetes, Cholesterinwert, sozialer Schicht, Ausbildungsstand, Rauchen, Grad der körperlichen Aktivität oder Alkoholkonsum korrigiert wurde.

Dazu sagt Doz. Pfister: „Weitere Detailauswertungen haben gezeigt, dass niedrigerer Salzkonsum das Herzinsuffizienz-Risiko vermutlich auf Basis der blutdrucksenkenden Effekte senkt. Weitere Studien sind jetzt nötig, um die optimalen Zielwerte für die Natriumaufnahme in der Verhütung kardiovaskulärer Erkrankungen festzulegen.“

Quelle: ESC Abstract 2478 – Urinary sodium excretion and risk of heart failure in men and women in the EPIC-Norfolk study

Bildnachweis: weyo / stock.adobe.com

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