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Wie verläuft ein Burnout?

Lesezeit: 2 Minuten Bei einem Burnout handelt es sich um einen schleichenden Prozess. In den ersten Teilen dieser Serie wurde dieses Phänomen näher definiert und Interventionsmöglichkeiten vorgestellt. Im Folgenden lernen Sie den Verlauf eines Burnout kennen, um entsprechend reagieren zu können.

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Wie verläuft ein Burnout?

Wie verläuft ein Burnout?

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Ursachen des Burnout

Um einer Burnout-Entwicklung frühzeitig entgegenwirken zu können, müssen Sie die möglichen Ursachen frühzeitig identifizieren. Diese können vielfältig sein.

Oftmals spielen organisations- und arbeitsbezogene Faktoren eine erhebliche Rolle. So führen unklar definierte Aufgabengebiete ebenso zu einer erheblichen Belastungszunahme wie Spannungen innerhalb des Arbeitsteams. Aber auch individuelle Faktoren sind bedeutsam für die Entwicklung eines Burnout.

Pflegende verfügen häufig über eine große Identifikationsfähigkeit zum Pflegebedürftigen. Dies führt oftmals zu einem „Helfersyndrom“ verbunden mit der Gefahr sich nicht mehr abgrenzen zu können.

In den letzten Jahren sind auch gesellschaftliche Faktoren verstärkt in Erscheinung getreten. So genießt beispielsweise der Beruf des Altenpflegers gesellschaftlich kein hohes Ansehen. Aber auch Ihre Ernährung kann eine große Rolle spielen.

Wie verläuft ein Burnout?

Nach Müllers Phasenmodell entwickelt sich ein Burnout schleichend. Identifizieren Sie daher, in welcher Phase Sie „stecken“:

  • Phase 1: Idealismus und Enthusiasmus. Sie lieben Ihre Arbeit, gehen darin auf. Sie nehmen Bewohner/Patienten (gedanklich) mit nach Hause. Tipp: Schalten Sie bewusst einen Gang zurück! Nehmen Sie sich auch Zeit für sich!
  • Phase 2: Realismus und Pragmatismus. Sie merken, dass sich viele Ideen aufgrund unterschiedlichster Gründe nicht umsetzen lassen. Sie erfahren auch, dass trotz Ihres Einsatzes, Bewohner/Patienten immer pflegebedürftiger werden. Tipp: Suchen Sie den Austausch mit Kollegen und Freunden. Fort- und Weiterbildungen bieten die Chance für eine andere Sichtweise.
  • Phase 3: Stagnation und Überdruss. Die Arbeit macht immer weniger Spaß. Sie kommen nicht weiter voran, fühlen sich immer häufiger ausgelaugt. Tipp: Suchen Sie Entspannungsmöglichkeiten!
  • Phase 4: Frustration und Depression. Sie fühlen sich immer lustloser. Die Arbeit fällt Ihnen schwer. Jetzt ist es wichtig professionelle Hilfe zu suchen.
  • Phase 5: Apathie und Verzweiflung. Der Pflegende ist ausgebrannt; er leidet an einem Burnout.

Wichtig ist also, dass Sie erste Warnsignale ernst nehmen und sofort handeln.

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Bildnachweis: sunti / stock.adobe.com

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