Gesundheit Praxistipps

Wie Sie Zahnerkrankungen effektiv vorbeugen

Lesezeit: 2 Minuten Gesunde Zähne sehen nicht nur attraktiv aus, sie sind auch wichtig für die Gesundheit des gesamten Körpers. Treten Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch auf, hat dies oft eine Reihe von weiteren Beschwerden zur Folge. Mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßigen Pflege können Sie Erkrankungen des Gebisses vorbeugen.

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Wie Sie Zahnerkrankungen effektiv vorbeugen

Wie Sie Zahnerkrankungen effektiv vorbeugen

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Eine ausgewogene Ernährung ist dem ganzen Körper zuträglich. Die Zähne profitieren gleich zweifach von einer möglichst naturbelassenen Kost, die Vollkornprodukte, viel rohes Gemüse und Obst enthalten sollte: Sie nährt das Gebiss von innen über den Stoffwechsel und stärkt es durch kräftiges Kauen. Letzteres regt den Speichelfluss an, der die Zähne auf natürliche Weise reinigt.

Kalziumreiche Lebensmittel für gesunde Zähne

Wichtig sind kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, Pflanzenmilch mit Kalziumzusatz, Mineralwasser und Gemüse. Sie sorgen für den Aufbau und den Erhalt der Zahnsubstanz. Um den Durst zu stillen, sind zuckerfreie Getränke wie Wasser und Tees am besten geeignet.

Wenn Sie gern Saft trinken, sollten Sie sich auf kleine Mengen beschränken, da die Fruchtsäuren den Zahnschmelz angreifen. Spülen Sie nach dem Genuss von Obst und Säften die Zähne gründlich mit Wasser oder verwenden Sie ein Zahnpflegekaugummi. Mit dem Zähneputzen sollten Sie eine halbe Stunde warten, da die Säuren den Zahnschmelz anlösen und ihn empfindlicher werden lassen. Das Bürsten könnte ihn zusätzlich beschädigen. 

Vitamine und Mineralstoffe für Zähne und Zahnfleisch

Viele Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für Zähne und Zahnfleisch. Vitamin A oder dessen Vorstufe Betacarotin, Vitamin C, E, H (Biotin) und Folsäure wirken aufbauend auf die Schleimhäute und stärken ihre Abwehrkräfte. Vitamin D, K und Kalzium sind für die Knochen- und Zahnbildung zuständig. Vitamin K bremst zudem die Säureproduktion von Kariesbakterien. Fluorid härtet den Zahnschmelz und fördert den Einbau von Mineralien.

Heißer Tipp für die Zähne: Tee

Teetrinker tun ihren Zähnen etwas Gutes: Schwarze und grüne Tees härten den Zahnschmelz, enthalten viele Fluoride und hemmen die Kariesbildung durch ihren Gehalt an Polyphenolen und Flavonoiden. Grüner Tee hat außerdem eine antibakterielle Wirkung und sorgt für frischen Atem. Mit einem Liter Tee pro Tag können bereits 50 Prozent des Tagesbedarfs an Fluorid gedeckt werden.

Fluoride für harten Zahnschmelz

Der Zahnschmelz besteht zu 95 Prozent aus Mineralien und bietet damit einen optimalen Schutz für die Zahnkrone vor Säuren und Bakterien. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Fluoride, die jedoch in vielen Regionen Deutschlands kaum in der Nahrung enthalten sind. Die fehlende Menge muss daher durch entsprechende Zahncremes, Tabletten, Gelee, Mundspülungen oder Zahnlack ergänzt werden.

Auch fluoridhaltige Mineralwässer oder fluoriertes Speisesalz können den Mineralstoff ersetzen. Allerdings sollten Sie sich auf eine Maßnahme beschränken, um es nicht zu hoch zu dosieren, denn bei Mengen über fünf Milligramm pro Tag lassen Fluoride die Zähne weich werden und begünstigen Osteoporose, da Kalzium entzogen wird.

Krank durch schlechte Zähne

Entzündungen in Mund und am Zahnfleisch tun nicht nur weh, sie erleichtern verschiedenen Bakterien auch den Eintritt in die Blutbahn. Streptokokken und Heliobacter pylori haben dann ein leichtes Spiel und können massive Erkrankungen auslösen, z.B.:

  • Thrombose, Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Beeinträchtigung der Blutgerinnung und Schädigung der Gefäßwände
  • Chronische Gehirnhautentzündung, Gehirnabszesse
  • Hauterkrankungen
  • Schwangerschaftskomplikationen
  • Magengeschwüre bis hin zu Magenkrebs
  • Gelenkbeschwerden

So behandeln Sie Zahnfleischentzündungen 

Bei akuten Zahnfleischentzündungen steht die Mundhygiene an erster Stelle. Zusätzlich lindern Spülungen mit Salbeitee, entzündungshemmende Lösungen wie Salviathymol oder ein Gel mit Kamillenextrakt zum Auftragen die Schmerzen. Sollten die Beschwerden nicht verschwinden, müssen sie unbedingt vom Zahnarzt behandelt werden. Aber auch bei chronischen  Entzündungen kann der Fachmann mit professionellen Reinigungsmethoden helfen.

Bildnachweis: zlikovec / stock.adobe.com

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