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Wie Sie Tagträumer erkennen und richtig mit ihnen umgehen

Lesezeit: 2 Minuten Es gibt auch trödelnde Kinder, die nicht nur am Morgen trödeln, sondern auch tagsüber. Solche Kinder sind sogenannte Tagträumer und widmen sich immer, einer ganz speziellen Sache, ganz genau. Ihre gesamte Aufmerksamkeit ist auf etwas ganz bestimmtes gerichtet. Es kann beispielsweise sein, dass sie eine Situation beobachten oder, dass sie auf die Natur achten oder dass sie sich mit etwas anderem beschäftigen.

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Wie Sie Tagträumer erkennen und richtig mit ihnen umgehen

Wie Sie Tagträumer erkennen und richtig mit ihnen umgehen

Lesezeit: 2 Minuten

Die Welt aus der Sicht der Kinder betrachten

Das, was Tagträumer beobachten, kann etwas ganz banales sein, z.B. wie sich ein Käfer oder ein Regenwurm bewegt. In diesem Fall kennen Kinder keine Uhr. Ihre Konzentration ist auf etwas gerichtet, was wir Erwachsene als ganz normal empfinden.

Es gibt Kinder, die das Zeitgefühl über den Tag hinweg verlieren, weil sie auf ihre eigene Art und Weise die Umwelt „ertasten oder kennen lernen“ wollen. In diesem Zustand sind sie träumerisch veranlagt. Andere Normen, die sie von den Eltern kennen, ignorieren sie einfach. Nicht deshalb, weil ihnen dies nichts bedeutet, sondern deshalb, weil die neue Erfahrung für sie wichtiger ist und diese Erfahrung wollen sie ihren Eltern mitteilen.

Suchen Sie nach versteckten Talenten

Das kann ein Zeichen dafür sein, dass das Kind ein Talent besitzt, das die Eltern noch nicht entdeckt haben. Hier ist die Aufmerksamkeit der Eltern gefragt. Die Eltern sollten beobachten, für was sich ihr Tagträumer interessiert und sollten dann über das Thema oder Gebiet mit ihm sprechen. So darüber sprechen, als würden sie mit einem Erwachsenen sprechen, also ernsthaft. Denn dann fühlt sich das Kind als „Erwachsener“ und ernst genommen.

Hier werden die meisten Eltern meistens fündig, weil sie nicht ahnen, was das Kind alles über das, ihn interessierende, Thema weiß. Das Kind wird auf seine spezifische Art nach mehr Informationen suchen. Die neuen Medien bieten unseren Kindern neue Kanäle der Informationssuche, die diese auch nutzen, obwohl wir das nicht für möglich halten.

Unterscheiden Sie absichtliches und unabsichtliches Verhalten

Hier muss unterschieden werden, ob das Kind trödelt und einen Vorteil daraus schlagen kann. Wenn die Eltern dem Kind unliebsame Tätigkeiten abnehmen, damit es zeitgerecht fertig wird, können das Kinder auch ausnutzen. Nicht nur wir Erwachsenen suchen unsere Vorteile im Leben, auch unsere Kinder. Kinder sind nicht dumm!

Die Eltern bekommen das in der Regel recht schnell über ihre Beobachtungsgabe mit. Die Erzieher sollten dann mit dem Kind darüber sprechen, dass es getroffene Abmachungen nicht einhält. Dem Kind sollte klar gemacht werden, dass es für sein eigenes Handeln und Tun auch Verantwortung zu übernehmen hat.

Das sollte in einem „kindgerechten Gespräch“ geschehen. Weisen die Erzieher dem Kind Verantwortung zu, dem es gerecht wird, sollten die Erzieher dies entsprechend honorieren. Entweder mit verbalem Lob oder einem Ereignis, worauf sich das Kind auch freut.

Andererseits sollten die Tagträumer ihre eigenen Versäumnisse zu spüren bekommen, indem sie bestimmte Situationen nicht wahrnehmen können. Beispielsweise sollte das Kind ruhig spüren, wenn es zu spät in den Kindergarten kommt und dass die Gruppe schon zum Ausflug weg ist, wo es gerne dabei gewesen wäre. Wenn das Kind die Konsequenzen seines Handelns so erlebt, kann das wahre Wunder wirken.

Bildnachweis: Alexandr Vasilyev / stock.adobe.com

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