Homöopathie Praxistipps

Wie Sie Schreikinder mit Schüßlersalzen wieder beruhigen

Lesezeit: 3 Minuten Es handelt sich um Säuglinge, die 3 Stunden am Tag, an mindestens 3 Tagen in der Woche und an 3 aufeinander folgenden Wochen scheinbar grundlos und unstillbar schreien. Hierbei wurden organische Beeinträchtigungen ausgeschlossen. Mit der richtigen Anwendung der Schüßlersalze können Sie hier schnell Abhilfe schaffen.

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Wie Sie Schreikinder mit Schüßlersalzen wieder beruhigen

Wie Sie Schreikinder mit Schüßlersalzen wieder beruhigen

Lesezeit: 3 Minuten

Ursachen und Symptome des Schreiens der Kinder

In den häufigsten Fällen liegt es an einer Milchunverträglichkeit und den hieraus resultierenden Bauchkoliken. Jedoch können auch schreiende Babys Schwierigkeiten mit der Regulation der Schlaf-Wach-Phasen haben.

Ein noch nicht ausgereiftes Zentrales Nervensystem führt zu verringerter Reaktionsfähigkeit auf Reize und somit kommt es zu einer sehr großen Reizüberflutung.

Es werden auch Geburtstraumata diskutiert, bei denen muskuläre Verspannungen, Blockaden in den Gelenken, schwierige Lebenssituationen der Mutter während der Schwangerschaft und auch seelische Erkrankungen der Mutter, wie Depressionen und Labilität auftreten.

Es kommt hierbei zu Symptomen wie unstillbares Schreien ohne organische Kausalitäten (Ursachen), ein hochroter Kopf wegen der Anstrengung und ein dick aufgeblähter Bauch. Des Weiteren ist der Säugling auch ständig nervös und sehr gereizt.

Durch die zu vielen Eindrücke am Tag, kann das Kind nicht richtig abschalten. Es nickt kurz mal weg auf den Armen der Mutter oder des Vaters, ist jedoch nach kurzer Zeit wieder voll da und beginnt zu schreien. Das Schreien wird dann aufgelegt, sobald der kleine Liebling hingelegt werden soll.

Es sollte vom Kinderarzt auf folgende Erkrankungen differenzial-diagnostisch untersucht werden (unvollständige Aufzählung):

  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Gehirn- und Gehirnhautentzündung
  • Neonatales Abstinenzsyndrom
  • Würmer im Stuhl
  • Dreimonatskoliken
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder gar einer Allergie
  • Akutes Abdomen mit hartem Bauch und Schmerzen
  • Harnblasenentzündung oder Nierenentzündung / Nierenbeckenentzündung

Konnte dies und noch einiges anderes vom Kinderarzt ausgeschlossen werden, können neben der allopathischen Behandlung (schulmedizinische Therapie) begleitend die biochemische Mineralsalztherapie nach Dr. med. W. H. Schüßler eingesetzt werden.

Nr. 2 Calcium phosphoricum D6: hyperkinetisches (hyperaktives) Kind mit nervöser Erregbarkeit. Aufgeblähter Bauch mit Funktionsstörungen im Bereich der Bauchlymphe, die nicht richtig abfließen kann und hierdurch Druck auf die Verdauungsorgane mit dem entsprechenden Schmerzen.

Medikation: Je nach Alter des Kindes mehrmals täglich 3 – 4 Tabletten lutschen lassen

Nr. 5 Kalium phosphoricum D6: sehr ängstliche und gereizte Kinder, die eine große Nervosität an den Tag legen. Die nervöse Erregung ist so groß, dass sie nicht zur Ruhe kommen.

Medikation: Je nach Alter des Kindes mehrmals täglich 3 – 4 Tabletten lutschen lassen

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6: Krampfhafte Zustände und Ängste lassen den kleinen Liebling einfach nicht zur Ruhe kommen. Es treten vermehrt Blähungen nach dem Stillen auf. In Verbindung mit der Nr. 2 Calcium phosphoricum bekommt das Baby seine Ruhephase und kann nach einigen Tagen wieder ruhig ein- und durchschlafen.

Medikation: Lösen Sie abends von der Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 zusammen mit der Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 jeweils 5 Tabletten in warmen Wasser auf und verabreichen Sie dieses Getränk schluckweise.

Nr. 19 Cuprum arsenicosum D12: Spasmolytikum (Entkrampfungsmittel der Biochemie) Entkrampfung der gesamten nervösen Verkrampfung sowohl körperlich als auch seelisch. Überempfindlichkeit der Berührungsreize speziell im Bauchbereich. Hierbei geht es vom Solarplexus (ca. Mitte des Bauches befindlich) aus.

Medikation: Je nach Alter des Kindes verabreicht man 3 mal täglich 1 Tablette.

Wichtig bei der Behandlung von sogenannten Schrei-Kindern ist es, sich Zeit für die geplagten und leidenden Eltern zu nehmen. Die Eltern müssen sich in der Praxis gut aufgehoben fühlen und dass sie mit ihren Ängsten und Sorgen hier richtig aufgehoben fühlen. Sie brauchen das Gefühl, dass sie nicht allein gelassen werden.

Wichtig hierbei ist die Entlastung der Eltern, durch eine exakte klinische Untersuchung des Babys beim Kinderarzt, Heilpraktiker und auch beim Facharzt für Inneres. Somit kann sichergestellt werden, dass keine organischen Beeinträchtigungen oder gar Schäden vorliegen.

Die Eltern brauchen ein Verständnis für ihre schreienden Babys. Sie sollten die Reize der Umwelt für dieses Kind in der Zeit des Schreiens so gering wie eben möglich halten. Des Weiteren brauchen Schrei-Kinder Rhythmen und Struktur im Leben.

Sobald das Kind Ermüdungszeichen zeigt, sollte es zur Ruhe und zum Schlaf gebracht werden. In einem abgedunkelten Raum kann das Kind leichter einschlafen, als in einem taghellen Zimmer. Entziehen Sie sich dabei des Alltagstrubels.

Bringen Sie einen routinemäßigen Rhythmus in den Alltag des Kindes. Sie können z. B. jeden Tag mit dem Stillen beginnen, danach erst einmal ausgiebig Kuscheln und danach Wickeln und dies stets in der gleichen Reihenfolge. Planen Sie ruhige Spaziergänge für den Nachmittag, sodass ihr Kind ab diesem Zeitpunkt wieder zur Ruhe kommen kann.

Des Weiteren haben sich praxismäßig auch die hier aufgeführten Bachblüten sehr bewährt:

Bei bestehender Aggressivität des Kindes und der Eltern:

  • Heather
  • Cherry Plum

Bei aufkommenden Zorn des Kindes und der Eltern:

  • Holly

Bei Ängsten etwas falsch gemacht zu haben:

  • Larch
  • Mimulus
  • Rock Rose
  • Agrimony

Speziell als so genannter Seelentröster:

  • Star of Bethlehem

Zu guter Letzt gibt man noch die Notfalltropfen mit hinzu. Die oben aufgeführten Bachblüten können auch entsprechend kombiniert gemischt und verabreicht werden. Hierbei gibt man von den oben aufgeführten Bachblüten-Essenzen mehrmals täglich 1 bis 2 Tropfen unter die Zunge des Kindes. Für die richtige Zusammenmischung dieser Essenzen wenden Sie sich bitte an einen fachkundigen Arzt oder Heilpraktiker.

Bildnachweis: Photocreo Bednarek / stock.adobe.com

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