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Wie Sie mit gesellschaftlichen und strukturellen Veränderungen in Vereinen umgehen sollten

Lesezeit: 2 Minuten Genauso wie Unternehmen sich neu an Marktverhältnisse anpassen müssen, tun dies auch Vereine. Vielleicht nicht so schnell, aber der Wandel ist längst bei den Vereinen angekommen. Worauf es dabei ankommt und was die Trends der Zukunft für Vereine sind, lesen Sie in diesem Artikel.

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Wie Sie mit gesellschaftlichen und strukturellen Veränderungen in Vereinen umgehen sollten

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Nur die wenigsten Vereine können einfach nur Vereine sein. Es gab und gibt beispielsweise Veränderungen in fast allen Bereichen des Vereinswesens. Der Faktor Geld wird immer wichtiger. Der Urgedanke von einer Non-Profit-Organisation schweift ab.

Der Vergleich mit Unternehmen, die sich stets tagesaktuell neu behaupten und den Trends nach ausrichten müssen, ist keinesfalls hochgegriffen. Die Tradition und vielleicht auch das Festhalten an alten Dingen lässt diesen Wandel nur langsamer als nötig in den Vereinen stattfinden. Wo also gibt es diese Veränderungen? 

1) Mitglieder werden zu Kunden
Vereinsmitglieder bezahlen Mitgliedsbeiträge. Die Mitglieder, die sich sportlich betätigen möchten, müssen überzeugt werden, warum sie nicht einfach in ein Fitnessstudio gehen sollen. Sportangebote müssen also eine gewisse Qualität haben. Wer spielt schon gerne auf einem Ascheplatz Fußball, wenn der Verein nebenan einen Kunstrasenplatz hat?

2) Ehrenamtliche Führung wird hauptamtlich
Der Grad der Professionalisierung nimmt immer weiter zu. Die Aufgaben eines Vorstandsvorsitzenden sind kaum noch ehrenamtlich neben der Arbeit zu bewerkstelligen. Die Folge sind immer mehr hauptamtliche Mitarbeiter. Dies hat zur Folge, dass kleine Vereine mittlerweile vom Aussterben bedroht sind, weil sie einfach die Kosten eines hauptamtlichen Mitarbeiters nicht tragen können.

3) Non-Profit wird zu Gewinnmaximierung
Ökonomisches Denken ist unabdingbar im modernen Vereinswesen geworden. Auch wenn wir über gemeinnützige Organisationen im Non-Profit-Bereich sprechen, ist der wirtschaftliche Aspekt nicht von der Hand zu weisen. 2 Gründe dafür habe ich Ihnen ja bereits in Punkt 1 und 2 genannt.

4) Menschen möchten keine Ämter mehr
Dass das Ehrenamt immer schwerer an Nachwuchs kommt, ist leider traurige Realität. Menschen möchten einfach nicht mehr an Ämter gebunden sein. Die Anforderungen für den eigenen Beruf sind psychisch und physisch in den letzten Jahren gestiegen. Da bleibt oft keine Zeit und kein Nerv für weitere Aufgaben.

Das Ehrenamt ist im Vereinswesen jedoch existenziell wichtig. Nicht nur in Sportvereinen wird der Verein von Ehrenämtern getragen. Auch im Gesundheitswesen sind Caritas & Co. auf Ehrenämter angewiesen. Hier müssen definitiv aktive Schritte eingeleitet werden.

5) Öffentliche Mittel werden immer weniger
In der Vergangenheit konnte man sich immer in einem bestimmten Umfang auf Kommunen und Staat verlassen. Diese haben immer ein paar Euros für Vereine lockergemacht. Das Geld wird im Staatshaushalt leider nur immer weniger. Die Leittragenden sind, wie so oft, die gesellschaftlich doch so wichtigen Vereine. Hier greife ich gerne noch einmal Punkt 3 auf. Ohne eine wirtschaftliche Denkensweise geht es heutzutage nicht mehr.

Was Sie tun können
Der Wandel fängt bei Ihnen an. Sie müssen als Vorstand vorangehen. Haben Sie eine klare Vision. Ohne ein Mehr an Professionalisierung wird der Erfolg schon sehr bald ausbleiben. Leider zeigt der Trend in Richtung große Mehrspartenvereine und geht weg von den traditionellen Vereinen. Viele Vereine haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Dies kann Ihre Chance sein, die Gunst der Stunde für sich und Ihren Verein zu nutzen.

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