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Wie Sie einen Zeckenbiss am besten vermeiden

Wie Sie einen Zeckenbiss am besten vermeiden
geschrieben von Burkhard Strack

Zecken erweitern ihren Lebensraum ständig. Nicht nur in den Wäldern des Schwarzwaldes oder in Bayern, sondern auch auf Wiesen, in Gärten oder in Parks – in fast ganz Deutschland sind Zecken zu finden. Die Gefahr, durch eine Zecke gebissen zu werden, wird dadurch immer größer. Hier finden Sie Informationen über die Folgen von Zeckenbissen und Tipps, wie Sie Zeckenstiche vermeiden können.

Die Zecke ist vom Frühjahr bis zum Herbst aktiv

Wenn die Winter mild sind, können Zecken auch in dieser Jahreszeit überleben. Sie werden aktiv, sobald Temperaturen von über sieben Grad Celsius herrschen. Menschen und Tiere, die sich im Freien aufhalten, dienen den Zecken als Wirt. Die Zecke fällt dabei nicht von den Bäumen, sondern sie wird von Mensch oder Tier im Vorbeigehen von Grashalmen abgestreift.

Ist der Körper des Menschen nicht komplett von Kleidung bedeckt, kann sich die Zecke in der Haut festbeißen. Sie bevorzugt dabei Hautstellen in den Achselhöhlen, Stellen am Haaransatz, in den Ellenbeugen oder Kniekehlen.

Die Folgen eines Zeckenstichs können FSME und Borreliose sein

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Viren übertragen. Die Krankheitserreger befinden sich im Speichel der Zecke. Wenn die Zecke Blut saugt, werden die Viren auf den Menschen übertragen.
Patienten, die an FSME erkrankt sind, zeigen grippeähnliche Symptome wie
Kopfschmerzen und Fieber.

Es folgt eine Hirnhautentzündung, die zu bleibenden Schäden bei der erkrankten Person führen kann. Gegen FSME gibt es einen Impfstoff. Wenn Sie oder Ihre Familienmitglieder sich viel im Freien aufhalten, sollten Sie sich gegen FSME impfen lassen.

Die Borreliose (Lyme-Borreliose) wird durch Bakterien übertragen. Bis
heute gibt es noch keinen Impfstoff gegen diese Erkrankung. Ein
charakteristisches Anzeichen für eine Borreliose-Erkrankung ist die so
genannte Wanderröte. So bezeichnet man eine ringförmige Rötung um die
Bissstelle. Neben der Wanderröte können auch grippeähnliche Symptome
auftreten. Die Erkrankung kann nur mit Antibiotika behandelt werden.

So vermeiden Sie Zeckenstiche

  • Wenn Sie sich in Wald- und Wiesengebieten aufhalten, sollten Sie möglichst unbedeckte Haut vermeiden.
  • Geschlossene Schuhe verhindern, dass Zecken über die Füße an Ihren Körper gelangen können.
  • Tragen Sie wenn möglich eine Kopfbedeckung.
  • Benutzen Sie nach Möglichkeit die Wege im Wald und im Freien. Zecken sitzen gern im hohen Gras, unter Büschen oder im Unterholz.
  • Verwenden Sie ein Insektenschutzmittel, das auch gegen Zecken wirksam ist.
  • Suchen Sie nach jedem Aufenthalt im Freien Ihren Körper nach Zecken ab.

Falls Sie doch eine Zecke erwischt haben, ist es wichtig, sie so schnell wie möglich zu entfernen. Lesen Sie dazu meinen Artikel: „Zecken entfernen – so machen Sie es richtig„.

Bildnachweis: Patrick Daxenbichler / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing.