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Wie Sie eine sichere Bindung zu Ihrem Kind aufbauen

Lesezeit: 2 Minuten Eine sichere Bindung ist die tiefe und dauerhafte Beziehung zwischen einem Kind und seiner Bezugsperson, in der Regel die Mutter, in den ersten paar Lebensjahren. Sie beeinflusst tiefgreifend die Entwicklung Ihres Kindes und seine Fähigkeit, Gefühle auszudrücken sowie Beziehungen einzugehen. Erfahren Sie in der folgenden Artikelserie, wie Sie eine sichere Bindung zu Ihrem Kind aufbauen können.

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Wie Sie eine sichere Bindung zu Ihrem Kind aufbauen

Wie Sie eine sichere Bindung zu Ihrem Kind aufbauen

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Was ist eine Bindungsbeziehung?

Eine Bindungsbeziehung ist die einzigartige emotionale Beziehung zwischen Ihrem Baby und Ihnen als seine erste Bezugsperson. Dieser wortlose, interaktive und emotionale Austausch führt Sie beide näher zusammen. Durch das Gefühl der Sicherheit entwickelt sich das Nervensystem Ihres Babys optimal. Die Bindungsbeziehung ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung des Gehirns sowie dessen Einfluss auf die soziale, emotionale, intellektuelle und körperliche Entwicklung Ihres Kindes.

Es gibt verschiedene Formen der Bindungsbeziehung. Eine sichere Bindung gibt Ihrem Baby eine optimale Basis für das Leben: Lerneifer, gesundes Selbstbewusstsein und Rücksicht auf andere. Eine unsichere Bindung, welche nicht den Bedürfnissen Ihres Kindes nach Sicherheit und Verständnis gerecht wird, kann im späteren Leben zu Identitätsproblemen sowie zu Lern- und Beziehungsschwierigkeiten führen.

Mythen und Fakten über die sichere Bindung

Mythos 1: „Mein Baby ist mit mir verbunden, weil ich es geboren habe.“

Fakt: Säuglinge haben ein unabhängiges Nervensystem, das anders sein kann als Ihres. Was Ihnen gut tut, mag nicht dasselbe sein, was Ihrem Baby gut tut. Solange Sie nicht auf die emotionalen Zeichen Ihres Babys achten, werden Sie seine individuellen Bedürfnisse nicht verstehen.

Mythos 2: „Sichere Bindung und Liebe sind dieselbe Sache.“

Fakt: Eine Bindung entwickelt sich instinktiv zwischen Müttern und Babys, aber leider mündet die Liebe zu Ihrem Baby nicht automatisch in eine sichere Bindung. Die sichere Bindung entwickelt sich aus der Fähigkeit, mit Stress umzugehen, auf die Zeichen Ihres Babys zu reagieren und Ihr Baby zu beruhigen.

Mythos 3: „Es fällt mir sehr schwer, die nonverbalen Zeichen meines Baby zu deuten und ich kann nicht immer verstehen, was mein Baby möchte. Also dürfte es keine sichere Bindung haben.“

Fakt: Es ist nicht möglich oder notwendig, ständig die emotionalen Bedürfnisse Ihres Babys zu verstehen, um eine sichere Bindungsbeziehung aufzubauen. Solange Sie die Distanz erkennen und versuchen, diese zu überwinden, wird die Beziehung stark bleiben und kann durch das Überwinden der Distanz sogar stärker wachsen.

Mythos 4: „Immer auf ihre Bedürfnisse einzugehen verwöhnt Babys.“

Fakt: Das Gegenteil ist der Fall. Je mehr Sie auf die Bedürfnisse Ihres Babys eingehen, desto weniger wird es verwöhnt sein, wenn es älter wird. Kinder mit einer sicheren Bindung neigen dazu unabhängiger zu sein.

Mythos 5: „Babys können zu mehr als einer Person eine sichere Bindung aufbauen.“

Fakt: Babys bauen eine sichere Bindung nur zu einer Person auf – der Person, welche sich die meiste Zeit um sie kümmert. Sie können aber zu allen anderen Menschen, die sich auch um sie kümmern, eine liebevolle Beziehung aufbauen oder sich mit ihnen verbinden.

Mythos 6: „Die sichere Bindung ist ein einseitiger Prozess, der sich darauf richtet, die Zeichen meines Babys richtig zu deuten.“

Fakt: Bindung ist ein wechselseitiger, interaktiver Prozess, bei welchem Ihr Baby Ihre Zeichen deutet genauso wie Sie seine deuten.

Lesen Sie weitere Artikel unserer Artikelserie zum Thema sichere Bindungsbeziehung:

Bildnachweis: gpointstudio / stock.adobe.com

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