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Wie Sie Achtsamkeit entwickeln können: In der Kommunikation – Sprechen

Lesezeit: 2 Minuten Inzwischen haben Sie in der Kommunikation gelernt, wie Sie mit Achtsamkeit zuhören und wie Sie lernen, nur dann zu sprechen, wenn das, was Sie sagen wollen, wirklich notwendig und bedeutungsvoll ist. Lassen Sie uns im letzten Teil der Kommunikationsserie nun den Schwerpunkt darauf legen, wie Sie Achtsamkeit im Moment des Sprechens üben.

2 min Lesezeit
Wie Sie Achtsamkeit entwickeln können: In der Kommunikation - Sprechen

Wie Sie Achtsamkeit entwickeln können: In der Kommunikation – Sprechen

Lesezeit: 2 Minuten

Achtsamkeit in der Kommunikation beginnt beim Körper

Bewusstes Sprechen erfordert zunächst, dass Sie sich Ihres Körpers bewusst werden. Da das Sprechen durch kleinere Bewegungen stattfindet, als zum Beispiel beim Bewegen eines Arms, brauchen Sie hierfür auch eine größere Achtsamkeit. Wenn Sie noch Einsteiger sind, empfiehlt es sich, mit den Übungen aus den Artikeln „Wie Sie Achtsamkeit entwickeln können: Beim Essen“ oder „Wie Sie Achtsamkeit entwickeln können: Beim Sport“ zu beginnen.

Langsamkeit und Sinneseindrücke erleichtern die Achtsamkeit beim Sprechen

Nun geht es aber los. Suchen Sie sich für den Anfang entspannte Gesprächssituationen, damit Sie nach aller Lust und Laune mit Achtsamkeit experimentieren können. Wenn Sie sich beim Reden gerne vieler Gesten bedienen, dann beginnen Sie damit, diese innerlich zu beobachten. Fühlen Sie, wie Sie Ihre Hand bewegen, den Luftwiderstand, spüren Sie, ob Sie schnell und heftig gestikulieren oder eher besonnen.

Gehen Sie dann nach und nach dazu über, die Bewegungen Ihres Mundes zu erspüren. Bewegt er sich schnell oder langsam? Sind die Bewegungen klein oder groß? Beziehen Sie auch Ihre Augen in Ihre Achtsamkeit mit ein. Spüren Sie, wenn Sie die Augen zwischendurch kurz für den Wimpernschlag schließen, verfolgen Sie innerlich, wohin Ihre Augen während der Unterredung blicken.

Nehmen Sie ebenfalls Ihre Stimme wahr. Wie klingt sie? Ist sie eher tief oder hoch, ruhig, gehetzt oder hört sie sich etwas „wacklig“ an? Nehmen Sie nur wahr, ohne Ihre Eindrücke gedanklich zu bewerten.

Lassen Sie sich für das Sprechen mehr Zeit

Auch für diese Übung gilt wieder: Es hilft ungemein, wenn Sie sich für das Sprechen mehr Zeit lassen, als bisher. Wählen Sie Ihre Worte wohlüberlegt. Geben Sie keine Standardantworten, sondern fühlen Sie kurz in sich herein, bevor Sie antworten und nehmen Sie wahr, was in diesem Moment der Unterredung für Sie stimmt.

Ein typisches Beispiel ist die Frage, wie es Ihnen geht. Entfernen Sie sich für diese Übung einmal von Ihrer Standardantwort „Danke, gut!“ und fragen Sie sich innerlich, wie es Ihnen tatsächlich in diesem Moment geht. Vielleicht ist die Antwort dann ein „Danke, ganz gut, aber ein bisschen müde“, „Heute fühle ich mich leider nicht ganz so wohl“ oder natürlich, wenn es der Wahrheit entspricht ein „Wirklich hervorragend heute!“.

Suchen Sie sich für den Anfang Menschen aus, denen Sie vertrauen und denen Sie wichtig sind und geben Sie sich für das Erlernen von Achtsamkeit in der Kommunikation ausreichend Zeit.

Schließlich ist nur die Achtsamkeit über Gedanken und Gefühle, mit der wir uns in den kommenden Artikeln beschäftigen werden, noch anspruchsvoller.

Bildnachweis: Zoja / stock.adobe.com

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