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Wie kann ich mich vor Cyber-Mobbing schützen?

Wie kann ich mich vor Cyber-Mobbing schützen?
geschrieben von Burkhard Strack

Cyber-Mobbing ist eine relativ neue Erscheinung, bedingt durch die Errungenschaften des Internets und elektronischer Kommunikationsmittel. Es bezeichnet verschiedene Formen der Belästigung, Diffamierung oder Nötigung von Menschen über das Internet, in Chatrooms, über das Handy oder Instant Messenger. Wie können Sie sich schützen?

Wie kann Cyber-Mobbing aussehen?

Cyber-Mobbing kann verschiedene Ausprägungen haben. Es beginnt bei der Diffamierung von Menschen im Internet und geht über Belästigung und Stalking per SMS oder Anrufe, bis hin zur konkreten Androhung von Gewalt. Eine Studie aus dem Jahr 2011 besagt, dass mittlerweile über 36% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Opfer von Cyber-Mobbing sind.

Die Täter handeln oft anonym und kennen ihr Opfer meist auch aus der realen Welt. Cyber-Mobbing bei Fremden ist eher ungewöhnlich, der Täter stammt meist aus dem Umfeld des Opfers, zum Beispiel der Schule, dem Wohnviertel, dem Dorf oder der ethnischen Community.

Da sich das Leben von Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer mehr im Internet abspielt und mit Freunden häufig über soziale Netzwerke oder Instant Messenger kommuniziert wird, hat sich die Angriffsfläche von Personen und somit der Bereich für Mobbing enorm erweitert und endet nicht mehr nach der Schule auf dem Nachhauseweg. Die Folgen von Mobbing sind meist psychische Schäden bei den Opfern.

Unterschiede zwischen Mobbing und Cyber-Mobbing

Über Mobiltelefone oder das Internet sind Cyber-Mobbing-Opfer rund um die Uhr zu erreichen. Die eigenen vier Wände schützen nicht vor Mobbing-Attacken, außer man benutzt keine neuen Medien.

Eine weitere Besonderheit des Cyber-Mobbings im Vergleich zum „herkömmlichen“ Mobbing ist die schnell Verbreitung von Inhalten über das Internet. Das Publikum ist extrem groß und Nachrichten oder Bilder können in sehr kurzer Zeit an viele Leute geschickt und verbreitet werden. Ausmaß und Spielraum sind beim Cyber-Mobbing viel größer als bei direkt vermitteltem Mobbing.

Auch die Anonymität ist im Internet viel einfacher zu bewahren als im realen Leben. Ein langfristiges, subtiles Cyber-Mobbing ist daher relativ unproblematisch. Über soziale Netzwerkportale können Fakeprofile angelegt werden, der Mobber muss seine eigene Identität nicht preisgeben. Die Auswirkungen auf das Mobbing-Opfer sind für die Täter meist gar nicht ersichtlich, da ein direkter Kontakt eben nicht mehr nötig ist.

Wie kann ich mich vor Cyber-Mobbing schützen?

Sich vor Cyber-Mobbing zu schützen ist relativ schwierig. Gerade wenn Sie Kinder haben, ist es sehr wichtig diese aufzuklären, welche Gefahren das Internet birgt. Der richtige und sorgsame Umgang mit Medien sollte in der Erziehung nicht vernachlässigt werden. Gerade in Schulen sollte es im Rahmen von Streitschlichter-Konzepten auch „Mobbingbeauftragte“ geben, die sich gegen Mobbing einsetzen und sich um Mobbing-Opfer kümmern, falls diese zu Ihnen kommen.

Eine schnelle Reaktion und ein offener Umgang, falls Sie oder Ihr Kind ein Opfer von Cyber-Mobbing werden, ist das A und O. Auf einer seriösen Internetseite oder Plattform können schädliche Inhalte auf Anfrage entfernt werden, informieren Sie die wichtigsten Bezugspersonen und schalten Sie, wenn nötig, auch die Polizei ein. Rational gegen den Täter zu argumentieren ist wenig sinnvoll. Wichtig ist es, direkt zu handeln, dem Mobbing entgegenzutreten und sich davon nicht einschüchtern zu lassen.

Bildnachweis: terovesalainen / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing.