Computer Praxistipps

Wie Ihr Windows 8.1-Rechner den heißen Sommer leise und kühl übersteht

Lesezeit: 3 Minuten Leise und gleichzeitig leistungsstarke PCs sind leider selten. Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen nerven viele Rechenmaschinen mit schnell drehenden, lauten Lüftern. Lesen Sie, mit welchen Tipps und Tools Sie Ihren Windows 8.1 -Computer einfach ruhig stellen.

3 min Lesezeit

Wie Ihr Windows 8.1-Rechner den heißen Sommer leise und kühl übersteht

Lesezeit: 3 Minuten

Viele PC-Bauteile verlangen nach intensiver Kühlung, schließlich müssen vom Prozessor, dem Grafikchip und anderen temperatursensitiven Bauteilen heiße Luft abtransportiert werden. Gerade in den Sommermonaten stellt das aber viele PCs vor Probleme. Die Folge: Eine nervige Geräuschkulisse, reduzierte Leistung oder gar der Defekt von einzelnen Bauteilen. Glücklicherweise gibt es einige Tricks, der Hitze Einhalt zu gebieten.

Tipp 1: PC von Staub befreien

Die Lüfter im PC-Gehäuse ziehen Schmutz im wahrsten Sinne des Wortes an. Dadurch verdreckt das Innere von Schreibtisch-PCs meist sehr schnell. Folglich nimmt die Kühlleistung ab und die Lüfter haben noch mehr zu tun.

Das benötigen Sie: Um den Schmutz zu entfernen, brauchen Sie einen Staubsauger samt Bürstenaufsatz und Druckluftspray, das Sie in jedem Baumarkt bekommen.

So geht’s: Ziehen Sie das Stromkabel des PCs ab, und öffnen Sie das Gehäuse. Beim Reinigen gehen Sie dann ganz vorsichtig vor und geben Acht, dass Sie keine Bauteile beschädigen. Gerade die Lüfter müssen Sie säubern, an denen lagert sich besonders viel Staub ab.

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Tipp 2: Leiserer PC dank BIOS-Trick

Nahezu jedes BIOS bietet spezielle Lüfter-Einstellungen für leisen Betrieb. Einmal aktiviert, steuert der Computer die Umdrehungszahl der Propeller abhängig von der aktuellen Temperatur. Oft mindert das Lüftergeräusche deutlich.

So geht’s: Solche Funktionen finden Sie im BIOS (kurz nach dem Einschalten des PCs auf die "Entf"-, "F1"-, "F2"– oder "F8"-Taste drücken) in Menüs mit Bezeichnungen wie Energie/Hardware- Überwachung (AMI und Award). Schalten Sie hier sukzessive sämtliche Drehzahlregelungsfunktionen für angeschlossene Lüfter ein. Aktivieren Sie zudem Funktionen wie CPU Smart FAN Control oder Q Fan Steuergerät und speichern Sie die Einstellungen.

Tipp 3: Laute Lüfter austauschen

Lüfter gibt es in unterschiedlichsten Größen. Üblich sind 80, 90 und 120 Millimeter Durchmesser. Die Logik lehrt uns, dass ein größerer Lüfter mit niedrigerer Drehzahl die gleiche Menge Luft befördert, wie ein kleiner, der mit mehr Umdrehungen läuft. Darüber hinaus gibt es im Computerfachhandel speziell designte "Silent"-Modelle, die besonders wenig Lärm produzieren.

So geht’s: Prüfen Sie zunächst, welche Lüfter in das Gehäuse Ihres PCs passen. Idealerweise sind das welche mit Durchmesser 90 oder 120 Millimeter. Falls die nicht passen, kann auch die Installation weiterer 80mm-Lüfter Vorteile bringen. Denn mehrere, langsam drehende Lüfter bringen die gleiche Kühlleistung wie wenige, schnell drehende.

Wichtig bei der Montage: Es muss ein Sog entstehen, also die Lüfter müssen kalte Luft an der Vorderseite hineinsaugen und die an der Rückseite die heiße hinausblasen. Wie Sie die Lüfter richtig herum montieren, erkennen Sie am Pfeil an der Seite. Der zeigt an, in welche Richtung der Lüfter bläst. Bringen Sie die Lüfter falsch herum an, ist das kontraproduktiv. Denn so bleibt die heiße Luft im Gehäuse.

Werden meine Bauteile zu heiß?

Für gelegentliche Abstürze bei hohen Temperaturen, nach langem Betrieb oder bei Belastung, ist sehr oft die Überhitzung des gesamten Systems oder einzelner Bauteile die Ursache. Wird etwa der Prozessor zu heiß, schaltet er automatisch einige Gänge herunter. Durch zu viel Hitze hervorgerufene Grafikkartenabstürze kündigen sich hingegen oft durch merkwürdige Blitzer und andere Bildstörungen auf dem Monitor an. Zur Kontrolle der CPU-Temperatur ist das Programm Coretemp (www.alcpu.com/CoreTemp/) ein gutes Werkzeug, für Grafikkarten bietet Afterburner an (http://event.msi.com/vga/afterburner/index.htm).

Damit Sie die Temperaturen messen können, müssen Hauptplatine und Grafikkarte aber auch entsprechende Sensoren haben. Inzwischen stecken aber in nahezu allen Computern solche Temperaturfühler. Zwar gibt es keine allgemeingültigen Temperaturwerte, doch folgende Richtwerte liefern einen Anhaltspunkt:

  • Prozessor: Die Temperatur des Prozessors darf bei moderater Belastung nicht über 50 Grad steigen. Brenzlich wird es bei Temperaturen jenseits der 70 Grad. Gerade bei älteren Modellen besteht in diesem Fall das Risiko, dass der Prozessor beschädigt wird. Moderne Prozessoren verfügen dagegen über einen Überhitzungsschutz, der die Leistung ab einer bestimmten Temperatur automatisch drosselt.
  • Grafikkarte: Grafikkarten vertragen etwas höhere Temperaturen als Prozessoren. Normalerweise sollte die Temperatur nicht über 50 Grad liegen, beim Spielen liegt die kritische Grenze bei rund 80 Grad.

Ob zu hohe Gehäuse-Temperaturen für PC-Probleme verantwortlich sind, lässt sich übrigens gut überprüfen, indem die seitliche Gehäusewand entfernt und eine Zeit mit offenem Gehäuse gearbeitet wird. Treten dann die Fehler nicht mehr auf, sollten Sie das PC-Innenleben vorsichtig entstauben und gegebenenfalls neue oder zusätzliche Lüfter einbauen. Damit das dann nicht noch einmal passiert, können Sie Temperaturen im PC-Gehäuse künftig ganz einfach mit entsprechender Software überprüfen, wie etwa Speedfan.

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