Computer Praxistipps

Wie gefährlich sind Handy-Viren?

Lesezeit: 2 Minuten Moderne PDAs und Smartphones sind leistungsfähige Computer, die einem ausgewachsenen Notebook in vielen Punkten durchaus ebenbürtig sind. Das gilt auch für ihre Anfälligkeit gegenüber diversen elektronischen Schädlingen wie Viren, Würmern, Spyware und Trojanern. Zwar handelt es sich derzeit noch mangels Masse um eine eher theoretische Gefahr, doch das wird sich schnell ändern.

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Wie gefährlich sind Handy-Viren?

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Je größer die installierte Basis wird, desto interessanter wird sie für Virenprogrammierer – und der Smartphone-Markt boomt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Viren auch im mobilen Bereich eine ganz konkrete Bedrohung darstellen, gegen die es sich zu schützen gilt.
Nachdem 2004 und 2005 vor allem "Proof of Concept"-Versionen die Runde machten (also Programme ohne konkrete Schadensroutine, mit denen die Möglichkeiten getestet werden), tauchen nun vermehrt die ersten bösartigen Schadensprogramme auf. Dabei werden sowohl Windows-Mobile als auch Symbianten-Geräte befallen.
Nur weil sich die Zahl der aktiven Viren und Würmer im mobilen Bereich noch problemlos überschauen lässt, darf man das Problem nicht auf die leichte Schulter nehmen. Hier gilt: Vorsorge ist besser!

Infektionswege mobiler Endgeräte
Immer dann, wenn Sie Daten mit einem anderen Gerät austauschen, besteht die Gefahr, sich einen digitalen Schädling auf Handy und PDA zu laden. Entsprechend vielfältig sind die Infektionswege:

  • Bluetooth: Der erste Handy-Schädling war der Wurm "Cabir". Er verbreitete sich 2004 über Funkverbindungen via Bluetooth von Handy zu Handy.
  • Internet: Wie bei einem normalen Computer auch, birgt jeder Zugriff auf das Internet eine Infektions-Gefahr. Ob der Zugriff via GPRS, UMTS oder WLAN erfolgt, spielt dabei keine Rolle.
  • Datenabgleich: Wer sein Smartphone oder seinen PDA zur Synchronisation mit seinem PC verbindet, kann sich ebenfalls infizieren – und umgekehrt: Es ist auch möglich, über das Smartphone einen Schädling auf den PC zu kopieren.
  • SMS/MMS: Auch eine SMS oder MMS kann einen Schädling transportieren. Im Dezember 2005 kursierte der erste MMS-Wurm namens "Commwarrior", der zwar keine konkreten Schäden anrichtete, aber sehr teure MMS-Nachrichten verschickte. Angeblich sollte bereits zu diesem Zeitpunkt jede 20. MMS mit diesem Schädling verseucht sein.

E-Mail: Der klassische Infektionsweg über die elektronische Post wird von Viren, Würmern & Co. auch bei Handys und PDSs benutzt.

So schützen Sie sich vor Handy-Viren
Machen Sie sich immer wieder klar, dass Ihr Smartphone oder Ihr PDA ein leistungsfähiger Computer ist, der genauso geschützt werden muss, wie Ihr Notebook oder Ihr Desktop-PC. Hier gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen.

  • Deaktivieren Sie alle Funkverbindungen, Bluetooth, GPRS oder UMTS, wenn Sie diese nicht benötigen. Das schützt nicht nur vor unliebsamen Überraschungen, sondern schont nebenbei auch noch den Akku.
  • Machen Sie sich unsichtbar und schalten Sie bei Bluetooth die Funktion "Sichtbar" aus. Diese Funktion hat je nach Hersteller verschiedene Bezeichnungen und wird, etwa bei Palm, auch als "Geräteerkennung zulassen" geführt.
  • Blocken Sie jeden Versuch ab, bei dem Ihnen unaufgefordert ein Programm zugeschickt wird. Installieren Sie ausschließlich Programme, die Sie selbst explizit angefordert haben.
  • Öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge aus dubiosen Quellen.
  • Folgen Sie keinem Link ins Internet, der Ihnen unaufgefordert zugeschickt wurde.
  • Nutzen Sie Antiviren-Software, um sich vor Handy-Viren zu schützen.

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