Pflege Praxistipps

Wie funktioniert eine stundenweise Seniorenbetreuung zu Hause?

Lesezeit: 2 Minuten Damit ältere Menschen länger in der gewohnten Umgebung leben können, bietet sich die Unterstützung durch Seniorenbetreuer an, die stundenweise nach Hause kommen und dem Senior bei Alltagsaktivitäten zur Seite stehen. Lesen Sie mehr zu den Leistungen und Qualifikationen der Betreuer.

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Wie funktioniert eine stundenweise Seniorenbetreuung zu Hause?

Wie funktioniert eine stundenweise Seniorenbetreuung zu Hause?

Lesezeit: 2 Minuten

Im Gegensatz zu ambulanten Pflegemöglichkeiten soll die stundenweise Betreuung von Senioren deren Alltagsaktivitäten erleichtern und ihnen Gesellschaft leisten. Zudem können sich die älteren Menschen an eine Unterstützung von außen gewöhnen, falls sie später einmal pflegebedürftig werden sollten. Senioren, die bereits ambulante Pflege benötigen, können ebenfalls von einer zusätzlichen Betreuung profitieren, während die pflegenden Angehörigen entlastet werden.

Welche Qualifikation haben die Betreuer?

Da die Betreuer keine medizinische Behandlungspflege durchführen, benötigen sie keine spezielle Ausbildung. Der Umgang mit Senioren erfordert allerdings großes Einfühlungsvermögen, Haushaltungskenntnisse und Kreativität, daher machen viele Interessenten eine Ausbildung als Pflegehelfer oder Seniorenbetreuer. Darin werden die notwendigen Fähigkeiten vermittelt, die für die Gestaltung eines Alltags mit älteren Menschen hilfreich und sinnvoll sind.

In jedem Fall sollten sich Senior und Betreuer gut verstehen, damit die gemeinsam verbrachte Zeit auch gelingt. Der Betreuer sollte außerdem ausreichende Erfahrungen in Haushaltstätigkeiten besitzen, sollte seelisch stabil, ehrlich, zuverlässig, ordentlich und verschwiegen sein. Er sollte gut Deutsch sprechen und eventuell einen Führerschein haben.

Welche Aufgaben übernehmen stundenweise Seniorenbetreuer?

Der Betreuer hilft dem Senior bei der Grundpflege, die das Waschen, Duschen oder Baden, Zähneputzen und den Toilettengang betreffen. Auch beim An- und Auskleiden sowie beim Essen unterstützt der Betreuer bei Bedarf.

Im Haushalt steht der Betreuer dem älteren Menschen ebenfalls zur Seite und hilft beim Einkaufen, Kochen und Putzen. Möchte der Senior zu einer Veranstaltung, einen Ausflug machen oder einen Arzttermin wahrnehmen, begleitet ihn der Betreuer auf Wunsch.

Ein Betreuer hat zudem eine beratende Funktion, wenn sich der Senior z. B. etwas kaufen möchte und nicht sicher ist, welches Produkt für ihn das Beste ist. Gerade wenn es um Technik, Telekommunikation und andere Verträge geht, kann ihm der Seniorenbetreuer bei der Auswahl helfen und Erkundigungen einholen.

Stundenweise Seniorenbetreuer helfen bei der Freizeitgestaltung

Vergnügliche Stunden zu Hause muss der Senior nicht allein bestreiten.  Gesellschaftsspiele, Handarbeiten, Erzählen von früheren Erlebnissen und Singen machen mehr Freude, wenn jemand dabei ist, der mitmacht. Der Seniorenbetreuer kann den Senior auch zu passenden körperlichen Aktivitäten ermuntern, wie Spazierengehen, einfache Ballspiele, Gymnastik und Ähnliches.

Stundenweise Betreuung ergänzen Pflegeleistungen

Ein Seniorenbetreuer kann ergänzend zu ambulanten Pflegekräften eingesetzt werden, denn die Pflegearbeiten sind in vielen Fällen schnell erledigt. Der pflegende Angehörige und die Familie werden durch die stundenweise Betreuung erheblich entlastet. Auf diese Weise kann der Pflegebedürftige länger zu Hause versorgt werden. Gerade bei Demenzkranken wird jede zusätzliche Unterstützung geschätzt, denn die Pflege dieser Menschen ist sehr anstrengend. Das gilt besonders für unruhige Patienten, die auch nachts umherwandern.

Wer zahlt die Leistungen der stundenweisen Betreuung?

Solange der Senior noch nicht pflegebedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuches ist, muss er die Kosten für eine stundenweise Betreuung selbst bezahlen. Je nach Anbieter kostet eine Stunde zwischen 10 und 30 Euro. Holen Sie daher unbedingt mehrere Angebote ein.

Ist er in einen Pflegegrad eingeteilt, kann er die Leistung über die Pflegekasse abrechnen, z. B. über die monatlichen Pflegesachleistungen. Außerdem können 50 Prozent der Kurzzeitpflegeleistungen für die stundenweise Betreuung als Verhinderungspflege berechnet werden. Daraus ergeben sich 90 Stunden bezahlte Betreuungsstunden.

Bildnachweis. Alexander Raths

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