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Wie erkennen Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis?

Lesezeit: 2 Minuten Die Schilddrüse ist ein kleines Organ in der Form eines Schmetterlings, doch ihre Wirkung ist gewaltig. Die Schilddrüse produziert Hormone und beeinflusst darüber fast alle Organe, den Stoffwechsel, den Kreislauf und sogar die Psyche. Eine der häufigsten Schilddrüsenerkrankungen, gerade bei Frauen, ist die Hashimoto-Thyreoiditis. Wie erkennen Sie, ob Sie darunter leiden? Wie läuft die Krankheit ab?

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Wie erkennen Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis?

Wie erkennen Sie eine Hashimoto-Thyreoiditis?

Lesezeit: 2 Minuten

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse, die immer häufiger diagnostiziert wird. Die genaue Ursache ist bislang unbekannt. Fest steht aber, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt und häufig infolge einer bakteriellen oder viralen Infektion im Bereich der Atemwege auftritt.

Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das körpereigene Abwehrsystem ohne erkennbare Ursache gegen körpereigene Strukturen, im Falle der Hashimoto-Thyreoiditis gegen das Schilddrüsengewebe, und zerstört es im Laufe der Erkrankung.

Von der Hashimoto-Thyreoiditis sind besonders häufig Frauen betroffen. Ein vermehrtes Auftreten innerhalb von Familien wird beobachtet, ebenso wie das Vorkommen weiterer Autoimmunerkrankungen innerhalb dieser Familien.

Im weiteren Verlauf der chronischen Schilddrüsenentzündung kommt es durch die Zerstörung des Schilddrüsengewebes zu einer Unterfunktion der Schilddrüse, da nicht mehr ausreichend Hormone gebildet werden können.

Woran Sie erkennen können, ob Sie betroffen sind

Für eine Hashimoto-Thyreoiditis gibt es keine klaren Anzeichen. Die Erkrankung macht sich erst bemerkbar, wenn die Entzündung zu einer Unterfunktion geführt hat. Dann treten die typischen Symptome der Schilddrüsenunterfunktion auf:

  • Gewichtszunahme trotz unveränderter Essgewohnheiten
  • Verstopfung
  • depressive Verstimmungen
  • Müdigkeit und ein gesteigertes Schlafbedürfnis
  • Antriebsarmut
  • Konzentrationsstörungen
  • ständiges Frösteln und Frieren
  • trockene Haut und brüchige Haare

Selten führt die Hashimoto-Thyreoiditis zu einer langsam zunehmenden Schwellung am Hals und zu leichten Schmerzen.

Wie der Arzt die Diagnose stellt

An erster Stelle steht die körperliche Untersuchung. Wenn Hinweise auf eine Störung der Schilddrüse vorliegen, tastet der Arzt die Schilddrüse ab und achtet auf eine Vergrößerung und eine veränderte Konsistenz der Schilddrüse. Im Anschluss daran, erfolgt eine Untersuchung des Blutes auf das Vorkommen  on Schilddrüsenhormonen und deren Antikörper. Wichtiger Bestandteil der Diagnostik ist eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Schilddrüse.

Verlauf der Hashimoto-Thyreoiditis

Auch wenn es sich um eine chronische Erkrankung handelt, die mit der Zerstörung von Schilddrüsengewebe einhergeht, ist die Diagnose kein Grund zu verzweifeln. Mit einer lebenslangen Hormonersatztherapie kann den Folgen der Behandlung entgegen gewirkt werden.

Gefährlich ist die Hashimoto-Thyreoiditis für Schwangere, da die Erkrankung das Risiko einer Fehlgeburt um das Dreifache erhöht. Der behandelnde Arzt muss die Dosis während der Schwangerschaft anpassen, da Schwangere mehr Hormone benötigen.

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

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