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Wie erkennen Sie ein Reizdarm-Syndrom?

Lesezeit: 2 Minuten Ein gereizter Darm äußert sich bei jedem Betroffenen anders. So individuell der Mensch ist, so sind es auch die Symptome dieser funktionellen Erkrankung. Doch wie können Sie das Reizdarm-Syndrom von anderen Bauchproblemen unterscheiden?

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Wie erkennen Sie ein Reizdarm-Syndrom?

Wie erkennen Sie ein Reizdarm-Syndrom?

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Wechselhafte Bauchbeschwerden deuten auf einen Reizdarm hin

Bauchkrämpfe, Verstopfung oder Durchfälle, beide auch im Wechsel, Blähungen, glasiger Schleim im Stuhl – das sind typische Symptome eines Reizdarms. Allerdings können diese auch bei anderen Krankheiten auftreten.

Wenn Sie die Beschwerden seit mehr als sechs Monaten haben und der Arzt keine organische Ursache dafür gefunden hat, könnte es sich um einen Reizdarm handeln. Ein weiterer Anhaltspunkt ist die Steigerung der Symptome während des Tages. Nachts kehrt dagegen wieder Ruhe im Bauch ein. Nach dem Stuhlgang fühlen Sie sich entlastet und insgesamt besser.

Wann und wo zeigen sich die Bauchbeschwerden?

Dennoch müssen diese Beschwerden nicht jeden Tag auftreten, aber mindestens einige Male  pro Monat. Sie zeigen sich außerdem unabhängig von der Nahrungsaufnahme und wandern von Ober- zu Unterbauch, von links nach rechts und umgekehrt. Dieses Symptombild ist sowohl für den Betroffenen als auch für den Arzt zunächst verwirrend. Die diffusen Bauchprobleme tauchen oft nach stressigen Situationen auf, aber auch ohne ersichtlichen Grund.

Wer ist betroffen und welche Ursachen hat ein Reizdarm?

Meistens tritt ein Reizdarm-Syndrom erstmals zwischen dem zwanzigsten und vierzigsten Lebensjahr auf. Etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung hat darunter zu leiden, Frauen doppelt so häufig wie Männer.

Fibromyalgie-Patienten leiden ebenfalls oft unter einem Reizdarm. Die Ursache liegt möglicherweise in einer gestörten Schmerzwahrnehmung beziehungsweise -verarbeitung im Gehirn und/oder in einer Funktionsstörung der Magen-Darm-Nerven. Durch seelische Belastungen kann sich das Reizdarm-Syndrom verschlimmern.

Weitere Symptome außerhalb des Bauchraums

Außer Beschwerden, die den Bauchraum und die Verdauung betreffen, kann ein Reizdarm-Syndrom mit weiteren Symptomen oder Erkrankungen verbunden sein. Dazu gehören:

  • Psychische Probleme wie Angst
  • Depressionen
  • Erschöpfung
  • Konzentrationsschwäche
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen verschiedener Arten, zum Beispiel Migräne
  • Rückenschmerzen

Bauchbeschwerden ärztlich untersuchen lassen

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum immer wieder Bauchkrämpfe und/oder die anderen beschriebenen Beschwerden haben, müssen diese immer von einem Arzt abgeklärt werden, um entzündliche Erkrankungen, zum Beispiel Morbus Crohn, oder Krebs auszuschließen.

Eine Sonografie oder Koloskopie genügen meist zur Erkennung, ob organische Auslöser vorhanden sind oder nicht. Ansonsten reicht die Beschreibung der wechselhaften Symptome, die typisch für einen Reizdarm sind. Ist die Diagnose gesichert, können Therapiemaßnahmen eingeleitet werden.

Bildnachweis: Rosalie P. / stock.adobe.com

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