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Wie darf man einen Betablocker absetzen?

Lesezeit: 2 Minuten Betablocker schützen den Körper vor zu viel Stress. Sie werden vor allem bei zu hohem Blutdruck und Herzrhythmusstörungen eingesetzt, um das Herz zu schonen. Wenn der Betablocker aus irgendeinem Grund abgesetzt werden muss, darf dies niemals abrupt und ohne ärztliche Kontrolle geschehen, da sonst gefährliche Reaktionen auftreten können.

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Wie darf man einen Betablocker absetzen?

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Betablocker reduzieren die Wirkung des Adrenalins

Betablocker sind Medikamente, die bestimmte Andockstellen an verschiedenen Organen im Körper blockieren. Dies kann bei verschiedenen Krankheiten oder Beschwerden notwendig werden, zum Beispiel bei Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, nach einem Herzinfarkt, bei hohem Blutdruck, Schilddrüsenüberfunktion, erhöhtem Augeninnendruck (grüner Star), bei einem hormonbildenden Tumor oder zur Vorbeugung bei Migräne. Dabei wird der Botenstoff Adrenalin daran gehindert, an die entsprechenden Betarezeptoren anzudocken, sodass er nicht wirken kann.

Betablocker haben unerwünschte Nebenwirkungen

Betablocker sorgen also dafür, dass das Adrenalin bei Stress den Herzschlag und Puls nicht zu stark erhöhen kann, damit das Herz weniger belastet wird. Auch der Augeninnendruck wird gesenkt. In der Lunge verengen sich die Bronchien allerdings durch den Betablocker. Dort wird das Adrenalin benötigt, damit man frei atmen kann. Asthmatiker sollten daher keine Betablocker einnehmen. Diese beeinflussen auch den Zuckerstoffwechsel, können die Magen-Darm-Funktion stören und reduzieren den Tränenfluss. Müdigkeit und Potenzstörungen sind weitere unerwünschte Wirkungen von Betablockern.

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Was kann passieren, wenn Betablocker abgesetzt werden?

Soll der Betablocker abgesetzt werden, weil er nicht vertragen wird oder die Beschwerden sich gebessert haben, muss dies je nach Dosierung schrittweise geschehen, damit sich der Körper langsam umstellen kann. Wird eine relativ hohe Dosis genommen und plötzlich komplett abgesetzt, würden die körperlichen Funktionen heftig durcheinander geraten. Es kann zu Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder Migräneanfällen kommen. Der Blutdruck kann in die Höhe schießen und einen Herzinfarkt verursachen.

Wie soll man Betablocker absetzen?

Wenn Sie bisher dreimal täglich eine Dosis Ihres Betablockers genommen haben, ihn aber absetzen wollen, sollten Sie dies nicht tun, ohne mit Ihrem Arzt Rücksprache zu halten. Er kennt Sie am besten und weiß, in welcher Geschwindigkeit Sie den Betablocker reduzieren können. Sind die Nebenwirkungen sehr groß, kann er möglicherweise sofort durch ein anderes Medikament ersetzt werden, ohne dass Probleme auftreten.

Ansonsten wird die Dosis jeweils halbiert, damit es keine überschießenden Reaktionen gibt. Ob die reduzierte Dosis des Betablockers nur über wenige Tage oder eine Woche lang genommen werden soll, bevor sie weiter herabgesetzt wird, darf nur Ihr Arzt entscheiden. Setzen Sie Ihren Betablocker niemals in Eigenregie ab, besonders nicht, wenn Sie unter schweren Herzerkrankungen leiden oder sehr hohen Blutdruck haben!

Lesen Sie auch, wie Sie weitere Medikamente absetzen können.

Bildnachweis: Peter Maszlen / stock.adobe.com

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