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Wie cool sind Energy-Drinks wirklich?

Lesezeit: 2 Minuten Energie ohne Ende verspricht die Werbung bei Energy-Drinks. Stimmt diese Behauptung auch tatsächlich? Sind die Wundertränke gesund oder schadet womöglich der damit versprochene Energieschub der Gesundheit?

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Wie cool sind Energy-Drinks wirklich?

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Cooler Drink = cooler Typ suggerieren Werbespots in Medien. Müde und abgeschlafft? Nicht fit für anstehende Leistungen? Ein Griff zur Dose und die volle Leistungskraft ist wieder da. Diese Werbeversprechen haben den Nerv der Jugendlichen getroffen. Kein anderes Getränk hat in den letzten zehn Jahren Steigerungsraten von über 50 Prozent erzielen können wie die bunten Dosen mit den Muntermachern. Aber halten sie ihre Versprechen?

Was ist drin?

Die Energiegetränke enthalten vornehmlich Wasser, Zucker und Aromen. Als Muntermacher dient Koffein. Dies steigert Herztätigkeit und Blutdruck und stimuliert das Nervensystem. In einer viertel Liter Dose Energydrink sind regelmäßig 80 Milligramm Koffein enthalten, so viel wie in einer Tasse Kaffee. Wesentlich höher, bis zu 200 Milligramm, ist der Koffeingehalt in Energy Shots, welche nur in kleinen Dosen angeboten werden. Das ebenfalls verwendete Taurin soll die Konzentrationsfähigkeit und die Muskelleistung, Inosit angeblich die Gedächtnisleistung und die Fettverbrennung erhöhen, während Glucuronolacton den Körper beim Abbau von Umweltgiften unterstützen und ihn entgiften soll. Diese von Herstellern beschworenen Wirkungen konnten bislang durch Untersuchungen jedoch nicht bestätigt werden.

Kinder und Jugendliche

Erwiesen ist nur die Wirkung des Koffeins, die bei Jugendlichen und Kindern auf Grund ihrer geringeren Körpermasse wesentlich stärker ausfallen kann als bei Erwachsenen. Und dies insbesondere, weil diese Drinks gern nach starken körperlichen Belastungen konsumiert werden, welche Herz und Kreislauf ohnehin schon auf Höchstleistungen gebracht haben, wie etwa nach exzessivem Tanzen in der Disco.

Welche Folgen kann der Konsum von Energy-Drinks haben?

Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und sogar vereinzelt Todesfälle wurden nach körperlichen Maximalleistungen und dem Konsum von Energydrinks beobachtet. Besonders gefährlich ist dabei eine Kombination mit Alkohol. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb Kindern, Schwangeren, Stillenden und Personen, die empfindlich auf Koffein reagieren, vom Genuss derartiger Getränke ab.

Studien der Wayne-State-Universität in Detroit haben gezeigt, dass Blutdruck und Puls nach zwei Dosen Energydrink so hoch stiegen, dass für Patienten mit Herzerkrankungen oder hohem Blutdruck gefährliche Werte erreicht wurden.

Alternativen

Nach schweißtreibenden Aktivitäten wie Sport oder Tanzen in der Diskothek muss der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. Ein gutes, zudem preiswertes Getränk ist Apfelschorle im Verhältnis ? Mineralwasser, ? Apfelsaft. Das Mineralwasser ersetzt die ausgeschwitzten Elektrolyte und der Zucker im Saft spendet Energie.

Körperliche Erschöpfung sollte nicht künstlich überdeckt werden. Auch in einer Leistungsgesellschaft muss dem Körper Erholung gegönnt werden, auch wenn es uncool ist, vor dem Morgengrauen ins Bett zu gehen.

Alkohol

Gefährlich ist eine Kombination mit Alkohol. Der Drink überdeckt Müdigkeit und der Alkoholisierungsgrad wird nicht richtig eingeschätzt, obwohl Reaktionsvermögen und Bewegungskoordination deutlich eingeschränkt sind.

Bildnachweis: HandmadePictures / stock.adobe.com

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