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Wichtige Vorsorge: Impfungen für Rheumatiker

Lesezeit: 2 Minuten Besonders Rheumatiker aller Altersstufen müssen sich vor weiteren Erkrankungen schützen, damit keine zusätzlichen Probleme auftreten. Bestimmte Impfungen gegen Infektionskrankheiten gehören daher unbedingt zur Vorsorge.

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Wichtige Vorsorge: Impfungen für Rheumatiker

Wichtige Vorsorge: Impfungen für Rheumatiker

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Eine rheumatische Erkrankung kann in unterschiedlichsten Formen auftreten, die jedoch eins gemeinsam haben: Sie belasten die Betroffenen mit heftigen, chronischen Beschwerden, die den Alltag deutlich erschweren. Umso wichtiger ist es, anderen Krankheiten vorzubeugen, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

Impfungen bei entzündlichem Rheuma

Vor allem Infektionskrankheiten können sich fatal auf eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises auswirken. Mit einem individuell angepassten Impf-Plan kann eine Verschlechterung der Erkrankung verhindert werden. Das gilt besonders für Menschen, die unter einem entzündlichen Rheuma wie Arthritis oder Morbus Bechterew leiden. Viele Betroffene haben jedoch Angst, dass sich die Impfung negativ auf ihr Rheuma auswirkt. Dies ist nicht der Fall, wenn Sie bei Schutzimpfungen einige Bedingungen beachten.

Rheumatiker erkranken leichter an Infektionen

Zunächst sollte Ihnen bewusst werden, dass bestimmte Schutzimpfungen notwendig sind, da Sie als Rheumatiker ein größeres Risiko haben, an Infektionen zu erkranken als gesunde Menschen. Am besten lassen Sie sich in einer Phase impfen, in der Ihre Krankheit weniger starke Beschwerden produziert. Sie müssen keinen akuten Krankheitsschub als Folge der Impfung befürchten, bestätigt die Deutsche Rheumaliga e. V.

Welche Impfungen sind für Rheumatiker geeignet?

Nicht alle Impfungen kommen für Sie in Frage. Leiden Sie unter einer autoimmun-vermittelten rheumatischen Krankheit, die Entzündungen auslöst, dürfen Sie keine Lebendimpfstoffe bekommen, z. B. gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Impfstoffe mit abgetöteten Erregern gegen Grippe, Diphterie, Tetanus, Pneumokokken und andere können auch gegeben werden, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen.

Impfschutz gegen Grippe und Lungenentzündung

Besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Rheumatologen, wann für Sie der optimale Zeitpunkt für die notwendigen Impfungen ist und führen Sie grundsätzlich Ihren Impfpass mit sich, wenn Sie einen Arzttermin haben. Gerade zum Herbst und Winter sind die Grippe- und Pneumokokken-Impfungen von besonderer Bedeutung.

Eine Grippe-Erkrankung oder eine Lungenentzündung könnte sich bei Rheumatikern besonders dramatisch auswirken, da ihr Immunsystem ohnehin geschwächt ist. Vor allem Betroffene ab 60 sollten auf einen lückenlosen Impfschutz achten.

Impfungen für Rheuma-Kinder

Auch Kinder, die unter Rheuma leiden, laufen Gefahr, an einer bakteriellen Hirnhautinfektion, einer Lungenentzündung oder Blutvergiftung zu erkranken, wenn der entsprechende Impfschutz fehlt. Für diese Altersgruppe sind Schutzimpfungen ebenso wichtig wie für ihre älteren Leidensgenossen, sagt Dr. Fabian Speth vom Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie in Garmisch-Partenkirchen.

Hatte ein Kind Kontakt zu einem anderen, das an einer typischen Kinderkrankheit wie Masern oder Windpocken erkrankt ist, kann unter Umständen hinterher noch eine Notfall-Impfung durchgeführt werden. Dies muss jedoch mit dem Kinder-Rheumatologen zuvor abgeklärt werden.

Dieser Artikel kann den Rat eines Arztes nicht ersetzen!

Bildnachweis: auremar / stock.adobe.com

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