Immobilien Praxistipps

Wichtige Tipps für die Bauphase des Eigenheims

Lesezeit: 2 Minuten Während der Bauphase des Eigenheims müssen viele Dinge durchdacht werden. Von der Lage des Grundstücks über den Haustypen bis hin zum Fernsehanschluss und effektiven Insektentüren. Damit das Bauvorhaben gelingt, nachfolgend ein paar wichtige Tipps.

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Wichtige Tipps für die Bauphase des Eigenheims

Wichtige Tipps für die Bauphase des Eigenheims

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Die ersten Schritte

Bevor der Grundstein zum Eigenheim gelegt wird, müssen einige Dinge abgeklärt werden. Die Bauherren müssen entscheiden, wo gebaut wird, wie das Bauvorhaben finanziert werden kann und welche Art von Haus geeignet ist. In dieser Phase müssen Prozentsätze gegeneinander abgewogen und Bebauungspläne berücksichtigt werden.

Das Grundstück auswählen

Ist ein potenzieller Bauplatz in Sicht, sollte sich von der Stadt oder Gemeinde ein Bebauungsplan besorgt werden. Werden bereits bei der Bauplanung alle Vorgaben berücksichtigt, muss später nicht mit Problemen bei der Genehmigung gerechnet werden. Es ist ratsam, vor dem Unterzeichnen des Kaufvertrags einen Blick in die Umgebung und Nachbarschaft zu werfen. Sind Einkaufmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr vorhanden?

Wichtig: Es sollte vorab herausgefunden werden, ob es sich beim Wunsch-Grundstück um Bauland handelt, ob Baulasten für das Grundstück eingetragen sind, ein Vorkaufsrecht der Gemeinde für das Grundstück besteht oder noch Erschließungsbeiträge ausstehen.

Bei der Grundstücksauswahl sollten nicht nur die baulichen Vorgaben oder die künftige Nachbarschaft erkundet werden. Auch der Wettereinfluss sollte im Blick gehalten werden: In ungeschützter Lage kühlt ein Haus leichter aus und muss so eventuell besser gedämmt und stärker beheizt werden. Wird am Hang geplant, sollte der Stand der Sonne während des Tageslaufs im Blick behalten werden, um Fensterwände und Türen korrekt einzuplanen.

Baufinanzierung

Wichtig zu wissen ist, dass neben den Kosten für den Kauf des Grundstücks und der Anstellung eines Bauträgers weitere Kosten einzuplanen sind. Es müssen unbedingt Kaufnebenkosten ins Baubudget einkalkuliert werden. Hierzu gehören Notarkosten, Aufwendungen für den Grundbucheintrag und die Grunderwerbssteuer. Darüber hinaus muss das künftige Eigenheim an Gas, Strom, Wasser und Kanal angeschlossen werden. Folglich werden Erschließungskosten fällig.

Die Baufinanzierung sollte vor dem Grundstückskauf durchdacht werden. Es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, wie Kombi-, Volltilger- oder variable Darlehen. Außerdem können oftmals staatliche Darlehen und Förderungen in Anspruch genommen werden.

Die Hausplanung

Wurde das Grundstück ausgewählt und der Finanzierungsplan steht, kann die eigentliche Hausplanung beginnen. Spätestens an dieser Stelle wird die Bauweise festgelegt und ein passender Baupartner beauftragt.

Den Haustypen festlegen

Fertig- oder Massivhaus, Reihenhaus oder freistehendes Haus. Es ist eine weitreichende Entscheidung, den Haustypen und die Bauweise festzulegen. Schließlich sollte das künftige Eigenheim die gestellten Ansprüche über Jahre erfüllen. Bauherren sollten in dieser Phase überlegen, was sie vom Eigenheim erwarten und sich gezielt informieren. Es können Hauskataloge angefordert und verschiedene Fertighäuser in einem Musterhauspark besichtigt werden.

Raumgrößen und sinnvolle Raumaufteilung festlegen

In der Regel liegen Wohnzimmer, Küche und Essbereich im Erdgeschoss, während sich Schlafräume und ein Bad im ersten Obergeschoss befinden. Eine Terrasse, die anstatt nach Osten, nach Südwesten zeigt, wird abends von der Sonne erhellt. Um die Abendsonne auf der Terrasse ausgiebig zu genießen, sollten Fliegengitter für die Balkontür eingeplant werden. Diese leiten viel Licht und Luft in den Innenraum und halten lästige Insekten fern. Wer für diesen Teil des Hauses wenig Platz einplant, kann später von komfortablen Plissees, Fliegenrollos oder Schiebetüren profitieren. Nicht nur die Art der Insektenschutz-Tür (Schiebe- oder Drehtür), sondern auch das Gewebe des Balkontür-Gitters sollte festgelegt werden. Professionelle Fachbetriebe führen Gewebearten für unterschiedliche Bedürfnisse. Diese können extrem stabil oder fast unsichtbar sein. Es können sogar Kombigitter mit Pollenschutz oder Elektrosmog-Schutz eingebaut werden.

Beim Entwurf des Grundrisses sollte bereits berücksichtigt werden, wie die einzelnen Räume später genutzt werden und auf was besonders Wert gelegt wird. Soll das Wohnzimmer einen großen Esstisch enthalten, reichen 20 Quadratmeter dafür aus? Für ein Wohn-Esszimmer ist es sinnvoll ca. 50 Quadratmeter einzuplanen. Die normale Schlafzimmer-Größe liegt bei 16 m², ein Kinderzimmer misst hingegen 10 m². Wer Wert auf einen begehbaren Kleiderschrank legt, sollte mehr Quadratmeter einplanen. Ist Platz für einen Schreibtisch und ein großes Bett im Kinderzimmer berechnet?

Bildnachweis: marcus_hofmann / stock.adobe.com

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