Familie Praxistipps

Wenn Kinder beim Essen nörgeln

Lesezeit: 2 Minuten Süßigkeiten, Chips und Fast Food stehen bei Kindern geschmacklich hoch im Kurs. Gegen dieses chemisch aufgewertete Essen haben gesundes Obst und Gemüse wenig Chancen. Aber mit unseren 10 Ratschlägen begeistert sich auch ein Suppenkasper nach und nach für gutes Essen.

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Wenn Kinder beim Essen nörgeln

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Geschmacksbremse “gesund”
Eltern wissen, wie wichtig gesundes Essen für die Entwicklung ihrer Kinder ist. Aber die wenigsten Kinder können sich sofort für Gemüse begeistern. Es hilft nicht weiter, den verhassten Rosenkohl aufzutischen und ihn als gesund anzupreisen. Dadurch schmeckt er auch nicht besser. Stattdessen wird das Gegenteil erreicht, gesundes Essen wirkt auf viele Kinder wie ein Appetitzügler. Verzichten Sie darauf, das Essen zu bewerten. 

Ich mag das nicht
Kinder mögen zunächst süße Nahrung. Dann gewöhnen sie sich an leicht gesalzene Speisen und erst später finden sie am bitteren Geschmack gefallen. Sie müssen sich also erst langsam an unterschiedliche Geschmacksrichtungen gewöhnen. Deshalb ist es wichtig, Kinder nicht zu zwingen, verhasste Speisen aufzuessen. Das führt zu verstärkter Abwehr. Andererseits sollten Sie nicht immer nur die Lieblingsgerichte Ihrer Kinder kochen, denn der Geschmacksnerv soll sich ja weiterentwickeln. Natürlich dürfen Sie Ihre Kinder mit geliebten Speisen verwöhnen, aber hin und wieder sollten Sie auch neue Gerichte anbieten.
Beunruhigen Sie sich nicht, wenn Ihr Kind eine Zeitlang weniger isst. Das holt es garantiert beim nächsten Wachstumsschub wieder nach.

10 Tipps wie Kinder gesünder essen

  • Kinder sollten alle Speisen wenigstens probieren. Wenn sie etwas nicht mögen, müssen sie es nicht aufessen. Aber es ist wichtig, immer wieder den Geschmacksnerv zu trainieren.
  • Werten Sie klassische Lieblingsgerichte wie Nudeln und Pizza durch Vollkornprodukte und frische Zutaten auf. Erzählen Sie Ihren Kindern aber nicht, was Sie verändert haben. Denken Sie daran, gesund ist eine Spaßbremse.
  • Überraschen Sie Ihre Kinder mit selbst gemachtem Fast Food und zaubern Sie einen leckeren Hamburger. Sie brauchen ein normales Brötchen, Frikadellen, angebratene Zwiebeln, Gurken, Tomaten, Salat und Ketchup. Jeder darf sich seinen Hamburger nach Wunsch selber belegen. Lecker!
  • Verstecken Sie gesunde Zutaten. Sie können das Essen pürieren oder ganz klein schneiden. Die winzigen Möhren- oder Selleriewürfel fallen in der leckeren Hühnersuppe gar nicht auf, haben aber Geschmack und Vitamine an die Brühe abgegeben.
  • Das Auge isst mit! Kinder lieben zwar die Vielfalt, aber auf dem Teller soll alles getrennt verteilt sein. Wenn Sie die Mahlzeit hübsch anrichten, ist Ihr Kind zufrieden. Gleiches gilt für alle Speisen. Hat der Apfel eine komische Stelle, wird er nicht mehr gegessen.
  • Kinder lassen sich von einer bunten Verpackung verführen. Also können die Speisen auch mit Dekorationen aufgepeppt werden. Werten Sie Ihr Essen kindgerecht mit Pfiff auf: Witzig geschnitztes Gemüse, Buchstabennudeln, mit Erbsen grün pürierter Kartoffelbrei…
  • Geben Sie dem Essen eine Bedeutung. Ein traditionelles Familiengericht, das schon die geliebte Oma kannte, wird gleich wohlwollend aufgenommen. Manchen Speisen können Sie lustige Namen geben oder als typisches Essen für Räuber anbieten: Ein Schnitzel mit Pilzen wird zum Räuberschmaus.
  • Gekaufte Nachspeisen enthalten zu viel Zucker und Fett. Kochen Sie Pudding selber und bieten Sie leckere Obstsalate an. Auch zwischendurch können Sie statt Fertigpudding in mundgerechte Stücke geschnittene Obst- und Gemüseschnitze servieren.
  • Säfte sind ebenfalls viel zu süß. Sie sollten sie immer nur als Schorle mit Wasser vermischt anbieten.
  • Als Eltern sind Sie Vorbild für Ihre Kinder. Wenn Sie sich mit Freude gesund ernähren, wird Ihr Kind sich vieles abschauen. Genauso wichtig sind regelmäßige Mahlzeiten in entspannter und gemütlicher Atmosphäre. Wenigstens einmal am Tag sollten alle Familienmitglieder gemeinsam essen.

Literatur:
Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth: Jedes Kind kann richtig essen. Verlag Gräfe & Unzer 2007
ISBN 978-3774274143

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