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Wenn Kinder aus dem Haus gehen: Beugen Sie dem Leere-Nest-Syndrom vor

Lesezeit: 2 Minuten Irgendwann kommt die Zeit, um Abschied zu nehmen. Sei es der Start in die Berufstätigkeit oder der Beginn eines Studiums in einer anderen Stadt: Kinder werden groß und verlassen das elterliche Haus, um auf eigenen Füßen zu stehen. Für manche Eltern ist dieser Schritt so einschneidend, dass sie mit intensiven Stress-Symptomen reagieren. Beugen Sie dem Leere-Nest-Syndrom vor.

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Wenn Kinder aus dem Haus gehen: Beugen Sie dem Leere-Nest-Syndrom vor

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Das Nest ist leer

Alle Eltern wünschen Ihren Kindern stark und selbstständig zu werden. Dennoch ist die Erfahrung des Loslassens sehr schmerzhaft. Viele Eltern erleben Gefühle der Traurigkeit, des Verlustes und der eigenen Leere, wenn sich das letzte Kind aufmacht und in ein eigenes Leben startet.

Plötzlich gibt es zuhause niemanden mehr, der Fürsorge benötigt. Das, was jahrelang zum Alltag gehörte, ist überflüssig geworden. Besonders Mütter fallen dann manchmal in ein seelisches Loch. Sie sind nicht mehr der dauernde Begleiter ihrer Kinder, der sie über eine lange Zeit hinweg waren.

Der Stress der Zurückgelassenen

Eltern, die ein "Leeres-Nest-Syndrom" erleben, zeigen oftmals die gleichen Stressreaktionen, wie Personen, die einen geliebten Menschen durch Tod verloren haben. Sie haben das Empfinden, dass ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Sie fühlen sich überflüssig, treiben dahin. Die Gefahr von Problemen in der eigenen Beziehung steigt und auch die Häufigkeit von Suchtmittel-Missbrauch nimmt zu. Es können regelrechte Identitätskrisen entstehen.

Beugen Sie vor

Befürchten Sie für sich die Gefahr, nach dem Auszug der Kinder ins Trudeln zu geraten, sollten Sie unbedingt vorbeugen. Damit schaffen Sie am ehesten Perspektiven, die Ihnen die Trennung erleichtern.

Beginnen Sie bereits einige Zeit vor dem Termin "X" mit Aktivitäten, die Ihnen auch anschließend Befriedigung verschaffen. Neue Herausforderungen rechtzeitig in die Wege geleitet, erleichtern Ihnen den Übergang. Fragen Sie sich, was sie schon immer gerne tun wollten. Wozu hatten Sie bisher keine Gelegenheit?

Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie auch mit anderen Menschen in Kontakt kommen. Ein Volkshochschulkurs, die Anmeldung in einem Sportverein oder die Reaktivierung des oft vernachlässigten Freundeskreises können dabei enorm helfen.

Besprechen Sie mit Ihren Kindern, wie viel Nähe und Distanz für beide Seiten richtig ist. Oft finden Kinder es gar nicht schlimm, wenn ein Elternteil kurz anruft, um nachzufragen, ob alles in Ordnung ist. Wenn die flügge gewordenen Kinder nachvollziehen, dass es sich bei solchen kleinen Nachfragen nicht um Kontrolle, sondern den Wunsch nach Kontakt handelt, können sie diese einordnen. Das gegenseitige Verständnis verbessert sich.

Auch ärztliche Hilfe kann nötig sein

Sollten Sie selbst nicht mehr alleine aus Ihrer Traurigkeit herausfinden und befürchten in einer Depression zu landen, ist der Arzt Ihr richtiger Ansprechpartner. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu suchen.

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