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Wenn die Gallenblase streikt: Tipps für den Verdauungstrakt

Lesezeit: < 1 Minute Die Reibekuchen riechen einfach zu köstlich: Eine kleine Portion kann man sich doch mal gönnen. Doch nicht lange, nachdem der Teller leer ist, meldet sich das Verdauungssystem. Ein unangenehmes Völlegefühl und ein schmerzhafter Druck auf den Bauch breiten sich aus, als hätte man Steine im Magen. Das ist typisch für Beschwerden mit der Gallenblase.

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Wenn die Gallenblase streikt: Tipps für den Verdauungstrakt

Wenn die Gallenblase streikt: Tipps für den Verdauungstrakt

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Jeder Vierte in Deutschland hat mit Probleme mit seiner Gallenblase. Frauen sind dabei fünf Mal häufiger betroffen als Männer.

Dabei ist die Galle ein Sekret mit wichtigen Funktionen. Die Leber produziert es zwischen den Mahlzeiten. Die hellgelbe dünne Flüssigkeit wird in der Gallenblase aufgefangen und eingedickt. Gelangt nun fettreiches Essen in den Darm, wird die Gallenblase angeregt, ihren Inhalt zu entleeren.

Die Gallenflüssigkeit sorgt dafür, dass die Nahrungsfette gespaltet werden können. Zudem neutralisiert sie den sauren Speisebrei und macht ihn für den Darm „bekömmlich“. Fehlt die Galle beispielsweise aufgrund eines gestörten Gallenflusses oder anderer Erkrankungen der Gallenblase oder Leber, können die Fette nicht verdaut werden. Sie verbleiben wie Ballast im Darm. Jetzt können Völlegefühl, Druck und Blähungen entstehen.

Nach fettreichen Mahlzeiten die Gallenblase unterstützen

Um nach fettreichen Mahlzeiten die Verarbeitung der Nahrung zu unterstützen, gibt es Hilfe aus der Natur: Ein Tee aus Löwenzahn, Pfefferminzblättern, javanischer Gelbwurz und Schafgarbenkraut regt den Gallenfluss an und kann Beschwerden im Bereich der Gallenblase und des Gallenabflusses lindern. Löwenzahn enthält pflanzliche Bitterstoffe, die die Fettverdauung anregen, Pfefferminz löst krampfartige Schmerzen und javanischer Gelbwurz regt die Gallensäurenproduktion an.

So helfen Sie Ihrer Gallenblase schon beim Essen

Hilfreich sind auch diese Tipps: Essen Sie langsam und kauen Sie gut! Dabei sollten die Speisen weder zu kalt noch zu heiß sein. Essen Sie regelmäßig, aber kleine Portionen. Finger weg von fettreichen, panierten, geräucherten und sehr süßen Speisen. Auch Alkohol sollten Sie möglichst meiden.

Gut vertragen werden selbst bei Verdauungsproblemen Vollkornprodukte, Gemüse und magere Milchprodukte. Beilagen wie Radicchio, Artischocken oder Chicorée enthalten Bitterstoffe, die die Verdauung anregen. Eine Wärmflasche kann den Druck und leichte Bauchkrämpfe lösen.

Bildnachweis: Jeanette Dietl / stock.adobe.com

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