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Wenn der Cholesterinwert zu hoch ist: Die Hypercholesterinämie

Lesezeit: 2 Minuten Ein zu hoher Cholesterinwert gilt als der Risikofaktor für die Entwicklung von Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Entscheidend ist dabei aber nicht der alleine Wert des Gesamtcholesterins, sondern auch das LDL-/HDL-Verhältnis. Liegen all diese Werte zu hoch, dann spricht man von einer Hypercholesterinämie. Ihre Folgen können beträchtlich sein.

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Wenn der Cholesterinwert zu hoch ist: Die Hypercholesterinämie

Wenn der Cholesterinwert zu hoch ist: Die Hypercholesterinämie

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Die „stille Gefahr“ im Körper – eine Hypercholesterinämie bleibt oft lange unbemerkt. Ob, wann oder bei wem sie auftritt ist nur schwer vorherzusehen, weil nicht alle Faktoren vorhersehbar sind. Dazu zählen vor allem die genetische Prädisposition und andere Stoffwechselerkrankungen. Neben dem Alter, dem Geschlecht und der ethnischen Herkunft, spielen außerdem die Ernährungsgewohnheiten, das Maß der sportlichen Aktivitäten und andere Lebensumstände eine Rolle bei der Entwicklung einer Hypercholesterinämie.

Ursachen der Hypercholesterinämie

Grundsätzlich lassen sich die Ursachen einer Hypercholesterinämie in zwei Hauptbereiche einteilen:

  • erworbene Hypercholestinämie
  • familiäre (erblich bedingte) Hypercholesterinämie

Während die erworbene Form vor allem von den äußeren Einflussfaktoren und Lebensumständen abhängt, ist die familiäre Form auch durch den gesündesten Lebensstil nicht zu vermeiden. Allerdings darf dies nicht zu einseitig betrachtet werden, denn die Übergänge sind oft fließend. So gibt es genetische Voraussetzungen, die die Empfindlichkeit auf die äußeren Einflussfaktoren erhöhen und so die Konsequenzen ungesunder Lebensweise verstärken.

Erblich bedingt und damit unvermeidbar?

Die unterschiedlichen Formen der familiären Hypercholesterinämie beruhen auf unterschiedlichen Gendefekten. Allen gemeinsam ist, dass dem Körper die Fähigkeit fehlt, das Gleichgewicht an produziertem, transportiertem und genutztem Cholesterin auf ein normales Maß einzustellen. Deshalb kommt es zu stark erhöhten, von der Nahrungsaufnahme unabhängigen Cholesterinwerten im Blut.

Aber nicht jeder Träger eines defekten Genes entwickelt bei gesundem Lebenswandel eine ausgeprägte Hypercholesterinämie. Viele Menschen tragen aber ohne es zu wissen die genetischen Voraussetzungen in sich, um besonders empfindlich auf Cholesterin erhöhende Umstände zu reagieren. Bei ihnen wirken sich die Faktoren fettreiche Ernährung, Rauchen, fehlende Bewegung und zu viel Alkohol viel intensiver im Cholesterinspiegel aus als bei anderen Menschen.

Die Folgen der Hypercholesterinämie

Doch welche Folgen hat es, wenn eine Hypercholesterinämie besteht? Die Antwort findet man in hunderten, wenn nicht tausenden klinischen Studien: Die potentiellen Folgeerkrankungen reichen von Gallensteinen über die koronare Herzkrankheit bis zum Herzinfarkt. Auch Schlaganfall und Krebserkrankungen können eine Folge sein. Sogar auf die Psyche scheint der Cholesterinspiegel Einfluss zu nehmen: Eine erhöhte Gewaltbereitschaft war ebenso in Verbindung mit Cholesterin zu bringen wie die Häufigkeit des Auftretens von Depressionen. Viele der genannten Erkrankungen zählen heute in den westlichen Ländern zu den häufigsten Krankheiten. Die Lebensbedingungen nehmen also einen großen Einfluss auf die Entwicklung einer Hypercholesterinämie.

Eine langfristig unbehandelte Hypercholesterinämie erhöht außerdem deutlich das Risiko, Gallensteine zu entwickeln. 80 Prozent der Gallensteine sind cholesterinreich und etwa die Hälfte sogar reine Cholesterinsteine. Sie können die Gallenwege verlegen und verursachen dadurch starke, kolikartige Schmerzen. Eine operative Entfernung ist dann unausweichlich.

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