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Welche Bedeutung haben Protagonist und Antagonist?

Lesezeit: 2 Minuten Der Protagonist ist im Bereich des kreativen Schreibens die Hauptfigur. Der Antagonist ist der Gegenspieler, der unbedingt verhindern will, dass der Protagonist oder die Protagonistin das selbst gesteckte Ziel erreicht. Spannung erwächst aus der Frage, wer letztendlich den Sieg davon trägt. Natürlich fiebern die Leser mit der Hauptfigur. Geschickte Autoren geben auch dem Gegenspieler Pluspunkte.

2 min Lesezeit

Welche Bedeutung haben Protagonist und Antagonist?

Lesezeit: 2 Minuten

Die Rolle des Protagonisten

Der Protagonist, die Protagonistin – bleiben wir hier der Einfachheit halber bei der männlichen Form – will etwas unbedingt erreichen oder unbedingt vermeiden. Von der Spannung darüber, ob das gelingt, leben die Handlung und das Vergnügen der Leser.

In den meisten Werken gibt es nur eine oder zwei Hauptfiguren. Selbst bei den berühmten Kinderbüchern rund um die fünf Freunde von Enyd Blyton, gibt es eine Hauptperspektivfigur, obwohl alle Freunde, einschließlich des Hundes, irgendwie Helden sind. Mit einer Figur kann der Leser sich besser identifizieren.

Der Antagonist

Der Antagonist – auch hier ist die weibliche Form mit gemeint – will nicht das, was die Hauptfigur will, ganz im Gegenteil. Ein ganz einfaches Beispiel aus der Trivialliteratur: Der Prinz will das arme, schöne, liebe Mädchen heiraten, weil er es liebt. Seine Mutter will das um jeden Preis verhindern. 

Man kann sich zwar denken, wer gewinnt, weil solche Geschichten eigentlich immer ein Happy End haben. Aber wer weiß das schon wirklich so genau? Eine gewisse Spannung bleibt. Zumindest will man beim spannenden Schlagabtausc h von Protagonist und Antagonist dabei sein.

Der Antagonist darf nicht wesentlich schwächer sein

Der Antagonist darf auf keinen Fall wesentlich schwächer als der Protagonist sein, sonst ist die Spannung schnell dahin. Die beiden sollen auf Augenhöhe gegeneinander antreten. Das bedingt, dass auch der Gegenspieler Stärken hat. Selbst ein Fiesling wie J. R. Ewing hatte stets Seiten, die man zumindest irgendwie bewundern konnte, auch wenn man sie nicht mochte. Theoretisch gibt es mehrere Gegenspieler. Wenn zwei Gangs gegeneinander antreten, gibt es auf jeder Seite mehrere Figuren, die den Kampf beeinflussen. Legen Sie sich aber auch beim Gegenspieler besser auf eine Figur fest, die im Text dann entsprechend häufig vorkommt und das Sagen hat.

Protagonist und Antagonist in "Vincent will Meer"

Ein Beispiel: In dem ausgesprochen sehenswerten Film "Vincent will Meer" will Vincent die Asche seiner Mutter ans Meer bringen, dorthin, wo sie früher mit seinem Vater glücklich war. Sein Vater jedoch, längst von der Mutter, die Alkoholikerin wurde, getrennt, will das verhindern. Er will seinen erwachsenen Sohn nicht los lassen, ihn aber möglichst los werden und traut ihm nichts zu. Dass Vincent am Tourette-Syndrom leidet, Tics hat und Leute wüst beschimpft, macht den Sohn für den erfolgreichen Politiker untragbar. Als Vincent aus der Klinik ausbüxt, nimmt er zwei andere Patienten mit, zeigt unterwegs kriminelles Verhalten. Vincents Vater und eine Therapeutin nehmen die Verfolgung auf. Jeder der fünf Figuren hat seine Stärken und Schwächen, jede ist dadurch interessant. Aber es ist glasklar: Vincent ist der Held, sein hartherziger Vater der Gegenspieler. 

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