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Welche Arzneiwirkstoffe helfen gegen Durchfall?

Lesezeit: 2 Minuten Die meisten von uns leiden gelegentlich an Durchfall. Damit das Übel schnell wieder beseitigt wird, gehen wir in die Apotheke und lassen uns ein Durchfallmittel geben. Doch wie wirken die einzelnen Wirkstoffe gegen Ihre Durchfallerkrankung? Wie können Sie Durchfall vorbeugen?

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Welche Arzneiwirkstoffe helfen gegen Durchfall?

Welche Arzneiwirkstoffe helfen gegen Durchfall?

Lesezeit: 2 Minuten

Durchfall ist die häufigste Darmerkrankung

Es ist nicht immer möglich, dass wir Durchfall vorbeugen können. Dies gilt besonders dann, wenn wir uns auf einer Reise befinden oder öffentliche Toiletten benutzen müssen. Wenn Sie Durchfall haben, sollten Sie jedoch frühzeitig handeln, damit Ihr Flüssigkeitsverlust nicht zu einer Austrocknung Ihres Körpers führt, die lebensbedrohlich sein kann.

Die Austrocknungsgefahr und der Verlust von wichtigen Mineralstoffen bestehen vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern. Deshalb sollten Sie mit Ihrem kleinen Kind sofort einen Arzt
aufsuchen, wenn es starken Durchfall hat. Auch ältere Menschen, die nicht mehr genügend Flüssigkeit zu sich nehmen, müssen vor einer Austrocknung ihres Körpers bei Durchfall durch genügend Flüssigkeitszufuhr geschützt werden.

Bitte beachten Sie:
Wenn bei Durchfall Ihr Urin dunkel ist, wenn Sie nur noch geringe Urinmengen ausscheiden
und wenn Sie sich müde und abgespannt fühlen, können dies Anzeichen für eine
Austrocknung Ihres Körper sein!

Die Gründe für Durchfall können sehr vielfältig sein:

  • Infektionen mit Bakterien (z. B. Salmonellen, EHEC) oder mit Viren (z. B. Noroviren, Rotaviren)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. Lactoseintoleranz, Nahrungsmittelallergien)
  • Reizdarm
  • Entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn)
  • psychische Auslöser wie Angst und Stress
  • übermäßiger Verzehr von Süßungsmitteln (z. B. Sorbit)
  • Einnahme bestimmter Arzneimittel (z. B. Antibiotika) oder Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Magnesium)
  • Darmerkrankungen (z. B. Kurzdarmsyndrom)

Welche Arzneiwirkstoffe können gegen Durchfall eingesetzt werden?

  • Aktivkohle – bindet die durchfallauslösenden Stoffe. Die Einnahme von Aktivkohle kann jedoch zu Wechselwirkungen mit vielen anderen Arzneimitteln führen.
  • Tanninpräparate (z. B. Tannacomp) wirken abdichtend auf die Darmschleimhaut, so dass die Durchfall auslösenden Giftstoffe nicht an der Darmschleimhaut anhaften können.
  • Racecadotril (z. B. Tiorfan) reduziert die Flüssigkeitsabgabe in den Darm.
  • Loperamid (z. B. Imodium) hemmt die Darmbewegungen und stoppt so rasch den Durchfall.
  • Probiotika, wie zum Beispiel Saccharomyces boulardii, können die physiologischen Funktionen des Darms wieder herstellen.
  • Gelatinetannat (z. B. Tasectan) bildet einen Schutzfilm, der sich über die entzündete Darmschleimhaut legt. Der Wirkstoff neutralisiert die Entzündungsstoffe und scheidet sie anschließend aus.
  • Apfelpektin schützt die Darmwand vor Giftstoffen.
  • Uzarawurzel hemmt die Darmbewegungen und löst Darmkrämpfe.

Wie können Sie Durchfallerkrankungen vorbeugen?

  • Waschen Sie sich nach jedem Toilettengang gründlich mit Seife oder einer Waschlotion die Hände.
  • Falls Sie sich auf einer Reise befinden und öffentliche Toiletten aufsuchen müssen, sollten Sie die Toilette mit einem Desinfektionstuch vor dem Toilettengang gründlich desinfizieren.
  • Bevor Sie Essen zubereiten, sollten Sie Ihre Hände immer gut waschen.
  • Waschen Sie Lebensmittel, die roh verzehrt werden (z. B. Obst und Gemüse) vor dem
    Essen gründlich. Essen Sie kein ungewaschenes Obst von einem Obststand. (Das gilt vor allem auch in Urlaubsländern.)
  • Rohes Fleisch und rohen Fisch sollten Sie nur absolut frisch verzehren.
  • Auch Eis kann Durchfall verursachen. Wenn Sie an einem Eisstand Eis kaufen, sollten Sie darauf achten, dass es fachgerecht und sauber entnommen wird und keine Eiskristalle durch eine lange Lagerung gebildet hat. Die Konsistenz des Eises darf auch nicht zu weich sein.
  • Lagern Sie leicht verderbliche Lebensmittel nur im Kühlschrank und verbrauchen Sie sie zügig.
  • Trinken Sie in warmen Urlaubsländern kein Wasser aus dem Wasserhahn. Kochen Sie das Wasser zuvor ab oder trinken Sie nur Wasser aus Flaschen.

Bildnachweis: Grigorij Ivankov / stock.adobe.com

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