Haus & Garten Praxistipps

Weinreben schneiden, aber wie?

Lesezeit: 2 Minuten Im Gegensatz zu Obstbäumen passen sich Weinreben weit besser unseren Formwünschen an. Ob Pergola, Rundbogen oder Gerüst an der Hauswand, haben die Weinreben etwas Platz und reichlich Sonne, bringen sie herrliche Trauben und/oder kühlenden Schatten. Doch welche Ergebnisse erreiche ich mit welchem Schnitt? Wählen Sie aus den Vorschlägen aus, welcher Schnitt für Ihren Weinstock der Beste ist!

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Weinreben schneiden, aber wie?

Weinreben schneiden, aber wie?

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Weinreben nach der Pflanzung und im Pflanzjahr

Heben Sie die Pflanzgrube so tief aus, dass Sie die Weinrebe schräg zur Hauswand pflanzen können und die Veredelungsstelle mindestens zwei Zentimeter über dem Boden bleibt. Die Rebe benötigt jetzt noch einen Haltestab. Bei getopften Reben, die ab Juni gepflanzt werden, ist in der Regel kein Schnitt nötig.

Im Sommer der Pflanzjahres wird die Rebe eintriebig gezogen. Dazu entfernen Sie die Nebentriebe (Geiztriebe) direkt am Haupttrieb bis zu einer Höhe von 80 Zentimetern. Ist Ihr Weinstock bereits beim Kauf vorgezogen, entfällt dieser Schritt.

Zweites Jahr: Der Aufbau eines Stammes

Frühjahr: Inzwischen sollte Ihr erster Trieb verholzt sein und mindestens bleistiftstark. Schneiden Sie ihn im zweiten Frühjahr auf die gewünschte Stammhöhe zuzüglich 20 Zentimeter zurück.

Im Sommer, je nach Wuchsstärke Ihrer Sorte, wählen Sie die zwei bis fünf obersten Neutriebe, um daraus den Weinstock zu „erziehen“. Die darunter entstandenen Triebe werden direkt am Hauptstamm entfernt.

Der Schnitt an der Weinrebe im dritten Jahr

Nach den Maifrösten beginnt die Formierung des Weinstockes. Man unterscheidet den Mitteltrieb und die Seitentriebe, aus denen sich die Fruchttriebe mit den Weintrauben bilden.

Wenn der Weinstock bereits seine Form erreicht hat, reicht es, die fruchtenden Triebe zu schneiden, und zwar im März oder April der folgenden Jahre.

Die einfachste Form ist der Zapfenschnitt, dabei werden ein bis zwei Augen an einem kurzen Aststück (Zapfen) am Haupttrieb stehen gelassen. In jedem Jahr wird wieder auf ein bis zwei Augen von einem der im Vorjahr gebildeten Triebe zurückgeschnitten. Wählen Sie den Trieb aus, der möglichst nah am alten Holz steht. Insgesamt sollten die Zapfen etwa 25 Zentimeter voneinander entfernt stehen.

Allgemeine Schnittmaßnahmen für Weinreben im Sommer

Nicht benötigte Jungtriebe können Sie nach dem Austrieb am mehrjährigen Holz entfernen. Zu lange Triebe kürzen Sie etwa 14 Tage nach der Blüte auf drei bis sechs Blätter über der Traube ein. Bis Ende Juli wachsen fruchtende Zweige gerne übermäßig lang heraus, sie können Sie auch über den Trauben abschneiden, damit geht mehr Kraft in die Früchte anstatt in Blätter. Legen Sie mehr Wert auf den Schatten durch den Weinstock lassen Sie diese Schnittmaßnahmen im Sommer besser weg, Sie dienen dazu, die Fruchtbildung zu fördern.

Fazit für alle Schnittmaßnahmen am Weinstock:
Mehrjähriges Holz dient dem Aufbau. Junges, einjähriges Holz bringt die Früchte!

Bildnachweis: segeni / stock.adobe.com

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