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Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit – für Hunde können die Leckereien jedoch schnell gefährlich werden

Bald ist wieder Weihnachten und die Vorfreude auf die schönsten Feiertage im Jahr steigt. Das Wohnzimmer wird festlich dekoriert und überall stehen Schokoladen-Nikoläuse rum, die darauf warten, endlich gegessen zu werden. Auch Hündin Lissy freut sich über die glitzernden Verpackungen und schnüffelt aufgeregt an den süßen Verführungen - ehe man sich versieht, hat Lissy bereits an einer Tafel geknabbert. Jetzt musst du schnell reagieren. Wie viel Schokolade hat Lissy gegessen und wie hoch ist der Kakaoanteil? Diese Informationen entscheiden darüber, ob du einen Tierarzt hinzuziehen musst oder ob es reicht, die Schokolade an einem sicheren Ort zu verstauen.

Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit - für Hunde können die Leckereien jedoch schnell gefährlich werden

Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit – für Hunde können die Leckereien jedoch schnell gefährlich werden

Was genau ist schädlich an Schokolade und ab wann wird sie für den Hund gefährlich?

Das in Schokolade enthaltene Theobromin kann vom Körper des Hundes nicht abgebaut werden und führt im schlimmsten Fall sehr schnell zur Vergiftung.

Dabei gilt: Umso dunkler die Schokolade und kleiner der Hund, desto gefährlicher. Bereits eine halbe Tafel kann tödlich für den Hund sein. So zum Beispiel auch für Lissy. Mit der folgenden Formel kannst du relativ schnell errechnen, wie viel Theobromin dein Liebling zu sich genommen hat.

Menge der Schokolade in g x Theobromingehalt der Schokolade : Körpergewicht des Hundes

Lissy ist ein 5 Kg schwerer Yorkshire Terrier und hat etwas mehr als eine halbe Tafel Zartbitterschokolade gegessen. Wir berechnen für die halbe Tafel 50g mit einem Theobromingehalt von ca. 6 mg/g. In einer halben Tafel stecken also ca. 300 g Theobromin. Diese 300 g werden nun durch das Körpergewicht des Hundes geteilt. So kommen wir bei Lissy auf eine Gesamtmenge von 60 mg Theobromin, das in ihrem Körper steckt. In diesem Fall führt kein Weg am Tierarzt vorbei, denn Lissy muss so schnell wie möglich die Schokolade loswerden. Auch das Verpackungsmaterial kann zu Verstopfungen oder anderen unerwünschten Reaktionen führen. Daher bist du in jedem Fall auf der sicheren Seite, wenn du alles von einem Tierarzt untersuchen lässt. Mehr Infos dazu findest du auch im Ratgeber von Tierarzt felmo.

Alles richtig gemacht! – Lissy und Besitzer sind nochmal mit dem Schrecken davongekommen und können nun das Weihnachtsfest in vollen Zügen genießen. Der Tierarzt hat ihr ein Brechmittel verabreicht und vorerst Schonkost empfohlen. Die Schokoladen-Nikoläuse wurden selbstverständlich weggeräumt und werden nur noch von den Hunde-Eltern vernascht.

Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit - für Hunde können die Leckereien jedoch schnell gefährlich werden

Woran erkenne ich eine Vergiftung durch Schokolade beim Hund?

Solltest du dir nicht sicher sein, wie viel Schokolade dein Hund gegessen hat oder keine Angaben zum Theobromingehalt auf der Verpackung finden, achte auf Anzeichen für Vergiftungserscheinungen. Das sind in den meisten Fällen:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Hecheln
  • Vermehrter Durst
  • Krämpfe und Bewusstseinsstörungen

Wie bei fast allem, ist es auch beim Thema Hund und Schokolade so, dass es bei verschiedenen Hunden zu ganz unterschiedlichen Reaktionen kommen kann. Das hängt beispielsweise von der Hunderasse und der Sorte der Schokolade ab. Sich der Gefahr von Schokolade bewusst zu sein, ist jedoch schonmal viel Wert, sollte es zu einem Notfall kommen.

Empfehlung vom Tierarzt felmo

Als Hundebesitzer kannst du einem Vorfall wie den mit Lissy ganz einfach vorbeugen, indem du dich darüber informierst, welche Lebensmittel für Hunde giftig oder gefährlich werden können. Diese sollten an für den Hund unzugängliche Orte aufbewahrt werden. Gehe kein Risiko ein und dekoriere deine Wohnung oder dein Haus einfach mit Dingen, die keine Gefahr für deinen Liebling darstellen.

Bildnachweis: Sonja / stock.adobe.com

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