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Wechseljahre: Wie Sie diesen neuen Lebensabschnitt meistern

Lesezeit: 3 Minuten "Puh, ist mir heiß. Und ich schwitze bei jedem Anlass. Das sind bestimmt die Wechseljahre." Diesen Standardsatz benutzen viele Frauen, wenn sie sich in den Wechseljahren befinden. Was wechselt in diesem Zeitabschnitt und wie meistern Sie die Wechseljahre am besten?

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Wechseljahre: Wie Sie diesen neuen Lebensabschnitt meistern

Wechseljahre: Wie Sie diesen neuen Lebensabschnitt meistern

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Wechseljahre im Wandel der Zeit

Vor 100 Jahren und früher gelangten die meisten Frauen gar nicht in den Genuss der Wechseljahre. Der Grund dafür ist simpel. Die Lebenserwartung war damals längst nicht so hoch wie in der heutigen Zeit. Die Frauen hatten demnach gar keinen Grund zum Klagen. Eine Zeit lang erfuhr dieser Lebensabschnitt eine negative Bewertung.

Viele Frauen beklagen den Verlust Ihrer Jugend, die verbunden mit Attraktivität und Fruchtbarkeit gespickt ist. Mit zunehmendem Selbstbewusstsein und der Emanzipation der Frau besserte sich dieser beklagenswerte Zustand immer mehr.

Es kommt sogar vor, dass Frauen sich die Wechseljahre bewusst herbeisehnen. Denn Altern ist für die Wenigsten ein Problem geworden. Falten lassen sich mit speziellen Faltencremes kaschieren, das Fitnessstudio um die Ecke ist auch für ältere Sportbegeisterte offen und jeder kann sich gesund ernähren.

Wie eine Frau diese Phase erlebt, ist von Frau zu Frau verschieden und liegt auch mit an ihrer Einstellung zu sich selbst und ihrem Körper sowie ganz allgemein an ihren Lebensumständen.

Beginn der Wechseljahre

Wann die Eierstöcke ihre Aktivität langsam einstellen, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Es gibt Frauen mit einem sehr zeitigen Beginn um das 35. Lebensjahr oder früher, und es gibt Frauen, bei denen es länger dauert, um das 55. Lebensjahr und später. Frauen, denen auf Grund einer Erkrankung die Eierstöcke und / oder die Gebärmutter entfernt wurden, kommen wesentlich früher, als es die Natur zugelassen hätte, in die frühe Menopause (letzte Menstruationsblutung). Ebenso setzen die Wechseljahre bei Raucherinnen vier bis sechs Jahre eher ein, als bei Frauen, die nicht rauchen.

Hormonelle Veränderungen

Der eigentliche Grund für die Wechseljahre ist eine veränderte Produktion der Eierstockhormone und der Hormone der Hirnanhangsdrüse. Der Blutspiegel des wichtigsten Östrogens, das Estradiol, unterliegt starken Schwankungen. Die Produktion des Geldkörperhormons nach dem Eisprung nimmt zusehend ab. Diese Schwankung der Hormone sorgt für unregelmäßige Zyklen, die sich verkürzen oder verlängern, stärker oder schwächer ausfallen.

Die stark schwankenden Hormonwerte können zwar über den Blutspiegel ermittelt werden, sagen aber nichts über den Verlauf der Wechseljahre an sich aus.

Die nachlassende Produktion von Östrogenen im Eierstock sorgt dafür, dass die Hirnanhangsdrüse vermehrt das folikelstimulierende Hormon, FSH, bildet. Damit soll die Produktion von Östrogen und damit verbunden die Heranreifung der Eifolikel in den Eierstöcken gesteigert werden. Mehr oder weniger versucht die Hirnanhangsdrüse die Eierstöcke zur Produktion von Eifolikeln zu nötigen. Und das, obwohl kaum welche vorhanden sind.

Die Folgen spürt die betroffene Frau in stärkeren Monatsblutungen, die ohne Eisprung dennoch für eine gewisse Zeit recht unregelmäßig stattfinden. Bis zu dem Tag, an dem es das letzte Mal blutet. Ein bis zwei Jahre nach der letzten Monatsblutung der Frau (Menopause) befindet sich die Frau in der Postmenopause. Hier liegt der Blutspiegel zehn bis zwanzig mal über dem der fruchtbaren Jahre.

Der Körper der Frau ist nun gezwungen mit sehr viel weniger an Östrogenen auszukommen, was eine Veränderung des Körpers beim Fettstoffwechsel, den Knochen und der Haut nach sich zieht.

Was tun Sie bei Problemen mit den Wechseljahren?

  • Sehr gut bewährt sich eine Teemischung aus Hopfenblüten und Baldrian. Beides sorgt auch für einen gesunden Schlaf.
  • Den hohen Blutdruck, der meist durch die veränderte Hormonlage auftritt, bekämpfen Sie am besten mit viel Rohkost, salz- und gewürzarmer Ernährung, den Verzicht auf Nikotin und ausreichender Bewegung sowie dem Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung mit Autogenem Training oder der Progressiven Muskelanspannung.
  • Klären Sie vorher unbedingt die genauen Ursachen des hohen Blutdrucks ab. Es kann sich aus den Wechseljahren auch eine andere Grunderkrankung dahinter verbergen.
  • Viele Frauen definieren in der Zeit der Wechseljahre ihr Leben neu. Vielleicht suchen Sie sich ein neues Hobby, das Sie ablenkt und Ihnen dennoch Spaß bereitet. Eventuell binden Sie Ihre meist schon erwachsenen Kinder und Ihren Partner mit ein. Gemeinsame Hobbys und Unternehmungen sorgen oftmals für weniger Beschwerden.
  • Vermeiden Sie allerdings Dauerstress und Überanstrengungen. Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck.

Bildnachweis: absolutimages / stock.adobe.com

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