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Waschmaschinen im Test: Eine ist gefährlich!

Lesezeit: 3 Minuten In einem aktuellen Waschmaschinen-Test der Stiftung Warentest war ein Gerät sogar gefährlich. Die Candy GO 1460D hat sich als gefährliche Fehlkonstruktion erwiesen. Alle anderen geprüften Frontlader waren trotz kleiner Schwächen gut.

3 min Lesezeit

Waschmaschinen im Test: Eine ist gefährlich!

Lesezeit: 3 Minuten

In einem aktuellen Waschmaschinen-Test der Stiftung Warentest aus dem Oktober 2010 zerbarst eine Candy-Maschine derart, dass Plastik- und Holzteile bis zu drei Meter im Raum herumflogen!

Im Test befanden sich 16 Waschmaschinen (Frontlader) mit maximal 1.400 Schleuderumdrehungen pro Minute, davon 2 baugleiche Einheiten und 2 Geräte mit Warmwasseranschluss.

Waschmaschinen im Test
Für den aktuellen Waschmaschinen-Test aus dem Oktober 2010 standen die Geräte – drei von jedem ausgewählten Modell – in vier Reihen und wurden jeweils 1.840 Mal beladen. Zwischen den einzelnen Waschgängen – Waschen, Spülen, Schleudern – wurden natürlich auch Pausen eingelegt, damit der Dauertest möglichst praxisnah war. Insgesamt entsprach der Test aber einer zehnjährigen Nutzung für Haushalte, die drei- bis viermal in der Woche ihre Wäsche waschen.

Candy-Waschmaschine zerstörte sich beim Schleudern
Beim Waschmaschinen-Test zerstörte sich das geprüfte Gerät von Candy beim Schleudern selbst. Während alle anderen Waschmaschinen bei dem Dauertest keine Probleme hatten, endete die erste Candy GO 1460D nach rund 750 Wäschen als Totalschaden. Offenbar war beim Schleudern eine Schweißnaht der Trommel gerissen, sodass sie auseinanderbarst und den Laugenbehälter und die Abdeckung zerstörte.

Nach diesem Debakel im Waschmaschinen-Test wurden die anderen beiden Candy-Geräte in einen anderen Raum gebracht. Kurz danach ging auch die zweite Candy-Waschmaschine zu Bruch. Dieses Mal wurde sogar das über der Trommel fest verschraubte Betongewicht gelöst und herausgeschleudert. Gut, dass sich zu diesem Zeitpunkt keiner der Stiftung Warentest-Mitarbeiter in der Nähe befand.

Bei dieser "Selbstzerstörung" handelte es sich offenbar auch nicht um einen Einzelfall. Aufgrund der Informationen auf test.de meldeten sich mehrere Leser, die von ähnlichen Vorkommnissen berichteten.

Die meisten Waschmaschinen im Test waren gut
Bei den Waschmaschinen gab es im Test aber nicht nur Unerfreuliches. Fünfzehn Mal lautete das Qualitätsurteil der Tester nämlich gut, allerdings mit einer Streuung von 1,8 bis 2,4.

Waschmaschinen: Die Testsieger
Die Spitzenreiter im Waschmaschinen-Test kamen von Siemens (baugleich mit Bosch) und Miele. Aber auch AEG-Electrolux, Bosch (baugleich mit Siemens) und LG waren kaum schlechter. Allerdings stellten die Tester beim Preis der Waschmaschinen enorme Unterschiede fest. So kostete die Miele W 5821 WPS mit 1.080 Euro doppelt so viel wie die Waschmaschine Siemens WM14E143, die ebenfalls im Test vertreten war.

Waschmaschinen: Wasserverbrauch und Spülergebnis im Test
Die anderen, ebenfalls noch mit gut bewerteten Waschmaschinen, erreichten bei der Funktionsprüfung meist nur ein befriedigend. Dies lag vor allem daran, dass diese Waschmaschinen im Test bei den Wasch- und Spülergebnissen schlechter abschnitten als die Testsieger.

Es ist halt für die Konstrukteure auch nicht ganz einfach, einen niedrigen Wasserverbrauch mit gut ausgespülter Wäsche in Übereinstimmung zu bringen.

Das Beladen der Waschmaschinen im Test
Auch bei ähnlichen Außenmaßen der Waschmaschinen im Test sahen die Geräte doch unterschiedlich aus. Verantwortlich hierfür waren vor allem Form und Größe des Bullauges. Bei den meisten Geräten war die Tür sehr groß und weit heruntergezogen. Am einfachsten ließen sich im Waschmaschinen-Test die Samsung-Modelle be- und entladen, da diese mit besonders großen Trommeln und Türen ausgestattet waren.

Waschmaschinen, die im Test die Wäsche nach dem Schleudern gut auflockerten, sorgten zugleich dafür, dass die Wäsche gut entnommen werden konnte und der Bügelaufwand gering war. Drei Waschmaschinen schafften in dieser Test-Disziplin sogar ein gut bis sehr gut.

Die Betriebskosten der Waschmaschinen auf dem Prüfstand
In Deutschland müssen seit 1998 auf allen Waschmaschinen Energielabel angebracht sein, die die Verbraucher über den Energieverbrauch informieren. Die Waschmaschinen im Test waren alle mit der höchsten Energieeffizienzklasse A für den Energieverbrauch und die Waschwirkung gekennzeichnet. Dennoch gab es Unterschiede – vor allem bei den Betriebskosten.

Für diesen Teil im Waschmaschinen-Test haben die Prüfer die Betriebskosten modellhaft für 10 Jahre berechnet. Dabei lagen die Kosten für Wasser und Strom zwischen 390 Euro und 570 Euro. Die geringsten Betriebskosten verursachte die Blomberg WNF 74461 mit 390 Euro. Diese Waschmaschine war mit Anschaffungskosten von etwa 430 durch sehr günstig. Demgegenüber muss der Besitzer einer Whirlpool AWO 6445 in zehn Jahren mit Betriebskosten von 570 Euro rechnen.

Waschmaschinen-Test zum Download
Den kompletten Bericht über Waschmaschinen mit den Testergebnissen finden Sie in der Oktober-Ausgabe 2010 der Verbraucher-Zeitschrift test. Ferner können Sie den Testbericht auf der Internetseite der Stiftung Warentest gegen eine Gebühr als pdf-Datei herunterladen.

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