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Was wissen Sie über Organspenden?

Lesezeit: 2 Minuten Nach dem eigenen Tod neues Leben zu spenden, dazu sind viele Menschen grundsätzlich bereit. Gleichwohl besitzen nur wenige einen Organspendeausweis. Hier wird erläutert, wie man mit einer Organspende helfen und somit Leben retten kann.

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Wie Sie mit Organspenden Leben retten können

Jeden Tag sterben Menschen, weil sie vergeblich auf ein Spenderorgan gewartet haben. Eine Umfrage hat ergeben, dass 75 % der Befragten zu einer postmortalen (nach dem Tode) Organspende bereit waren, doch nur 25 % besaßen einen Organspendeausweis. Nach den erstmals 2012 veröffentlichten Skandalen im Zusammenhang mit ungerechten Zuteilungen von Spenderorganen hat die Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung deutlich nachgelassen.

Eine verheerende Entwicklung, denn rund 12.000 Menschen sind dringend auf ein neues Organ angewiesen. Um diese Diskrepanz auszugleichen, wird über eine Neuregelung des Tansplantationsgesetzes vom 01.12.1997 nachgedacht. Mit einer erweiterten Widerspruchsregelung erhofft man sich höhere Quoten an Spenderorganen. Nach dieser Lösung käme jeder Mensch als Spender in Frage, es sei denn, er habe eine Organentnahme ausdrücklich untersagt oder seine Angehörigen widersprechen.

Organspendeausweis

Das Vorliegen eines Spendeausweises schafft Klarheit und ermöglicht schnelles Handeln im Ernstfall. Durch eine erweiterte Entscheidungsregelung erhofft man sich eine Zunahme von Spendewilligen. Jeder Mensch ab dem 16. Lebensjahr kann wirksam seine Bereitschaft zur Organspende erklären. Nach dem ab 1. November 2012 novellierten Transplantationsgesetz soll jeder Bundesbürger informiert und befragt werden, ob er zu einer postmortalen Spende bereit sei, ohne dass damit allerdings eine Entscheidungspflicht verbunden ist.

Dadurch beschäftigt sich jedoch jeder Erwachsene aktiv mit dieser Thematik. Diskutiert wird, die Entscheidung auf dem Personalausweis zu vermerken (Ja/Nein).

Postmortale Organspende

Liegt ein Spenderausweis oder die Zustimmung eines Angehörigen vor, können Organe des Verstorbenen entnommen werden, wenn zudem zwei unabhängig voneinander agierende ärztliche Gutachter den Hirntod des Spenders festgestellt haben.

Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO)

Die DSO unterstützt Krankenhäuser bei der Durchführung von Organspenden. Von ihr werden die erforderlichen Laboruntersuchungen veranlasst und der Transport des Organs organisiert. Die erhobenen Daten werden zur internationalen Vermittlungsstelle Eurotransplant im niederländischen Leiden geleitet. Dort sind alle potenziellen Organempfänger registriert.

Anhand der vorliegenden Daten wird für jeden Patienten eine Rangliste erstellt. Bei übereinstimmenden erbbiologischen Merkmalen wird dem Ersten auf der Rangliste das Organ zur Verfügung gestellt. Bei den bislang bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten wurden falsche Laborwerte eingesetzt, um den potenziellen Empfänger auf einen höheren Listenplatz zu hieven.

Lebendspende

Hierbei spenden lebende Menschen eine Niere oder Teile ihrer Leber an Verwandte, Ehegatten oder ganz enge Freunde. Diese Spende muss ein Geschenk sein, ein etwaiges finanzielles Interesse ist verboten. Eine Ethikkommission überprüft zudem, ob diese Voraussetzungen gegeben sind. Als Spender kommen nur Erwachsene in Betracht.

Bildnachweis: Stockwerk-Fotodesign / stock.adobe.com

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