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Was versteht die Rechtsprechung unter einem Pflegefehler?

Lesezeit: 1 Minute Gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen Pflegeeinrichtungen und Kunden, bzw. deren Angehörigen nehmen in den letzten Jahren zu. Oft geht es in diesen Prozessen um sogenannte "Pflegefehler". Doch was genau versteht der Gesetzgeber unter diesem Begriff?

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Was versteht die Rechtsprechung unter einem Pflegefehler?

Was versteht die Rechtsprechung unter einem Pflegefehler?

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„Pflegefehler“ sind ein „Verstoß gegen die pflegerische Sorgfaltspflicht“. Dieser ist gegeben, wenn die Pflegekraft gesicherte pflegerische Erkenntnisse, die dem jeweiligen Stand der Pflege in Wissenschaft und Technik entsprechen, nicht berücksichtigt. Außerdem kann von einer Pflegekraft das erforderliche Maß an Geschicklichkeit, Sorgfalt und Fachkenntnis erwartet werden. Folgende Aspekte stellen im rechtlichen Sinne „Pflegefehler“ dar und können zivilrechtlich (Schmerzensgeld) und strafrechtlich (Schadenersatz) verfolgt werden.

Gebiss: Kieferveränderungen durch unregelmäßiges Einsetzen der Zahnprothesen.

Lagerung/Bewegung: Kontrakturen durch nicht ausreichende Bewegung bzw. Lagerung.

Unsteriles Arbeiten: Infektionen durch unsachgemäße Durchführung von Pflegemaßnahmen.

Versorgung: Exsikkose durch unzureichende Zufuhr von Flüssigkeit.

Ärztliche Konsultation: Schäden durch verspätetes Hinzuziehen des Arztes (Fehler in der Krankenbeobachtung).

Bildnachweis: LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

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