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Was tun, wenn in der Schwangerschaft vermehrter Speichelfluss auftritt?

Lesezeit: 2 Minuten Bei einigen Frauen tritt in den ersten drei Monaten ihrer Schwangerschaft ein verstärkter Speichelfluss auf. Diese Beschwerden hängen oft mit Übelkeit und Brechreiz zusammen. Lesen Sie, mit welchen Maßnahmen Sie dieses harmlose, aber extrem unangenehme Übel verbessern.

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Was tun, wenn in der Schwangerschaft vermehrter Speichelfluss auftritt?

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Wann nimmt in der Schwangerschaft der Speichelfluss zu?

Ein vermehrter Speichelfluss ist eine sehr frühe Begleiterscheinung der Schwangerschaft. In der Regel verschwindet dieses Leiden in der ersten Hälfte der Schwangerschaft wieder. Die Ursachen für die meistens harmlose Überproduktion von Speichel sind bisher noch nicht wissenschaftlich erforscht. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie unter extremem Speichelfluss leiden. Er sollte klären, ob die Symptome mit einer Erkrankung zusammenhängen.

Speichelfluss und Übelkeit

Oft besteht zwischen der Übelkeit in der Schwangerschaft und dem vermehrten Speichelfluss ein Zusammenhang. Lässt der Brechreiz nach, verschwindet die Überproduktion des Speichels meistens. Versuchen Sie deshalb, die Übelkeit in der Schwangerschaft gezielt zu lindern. Allerdings gibt es auch Frauen, bei denen diese unangenehmen Beschwerden bis zu der Geburt anhalten. Lesen Sie auch den Artikel "Diese Tipps helfen gegen Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft". 

Tipps gegen übermäßigen Speichelfluss

Leider gibt es kein Allheilmittel gegen die vermehrte Speichelproduktion. Den betroffenen Frauen hilft es, diese Beschwerden als vorübergehendes Leiden zu sehen. Meistens reguliert sich das Spuckvolumen in der ersten Hälfte der Schwangerschaft, im allerschlimmsten Fall nach der Geburt. Auch wenn es schwerfällt, konzentrieren Sie sich auf die positiven Seiten der Schwangerschaft und bleiben Sie heiter und gelassen.

  • Es ist schwierig, den Speichel immer herunterzuschlucken. Quälen Sie sich nicht, sondern suchen Sie sich eine Alternative. Spucken Sie den Speichel in eine Tasse oder in Kosmetiktücher aus.
  • Kurzzeitig verspüren Sie Linderung, wenn Sie Ihre Zähne mit Zahnpasta mit Pfefferminzgeschmack putzen.
  • Schwangeren Frauen wird oft empfohlen, Pfefferminzbonbons oder Kaugummis zu sich zu nehmen. Tatsächlich regt Kauen oder Lutschen die Speichelbildung an. Trotzdem ist es angenehmer, einen anderen Geschmack im Mund zu haben. Außerdem lässt sich der Speichel leichter schlucken. Probieren Sie einfach aus, ob bestimmte Süßigkeiten, Obst oder Speisen Ihre Beschwerden verringern oder erleichtern. Vorsicht bei Zitronen: Bei vielen Menschen bildet sich sofort vermehrt Speichel, wenn Sie an einer Zitrone riechen.
  • Legen Sie sich ein Handtuch über das Kopfkissen, wenn Ihnen nachts der Speichel aus dem Mund rinnt.
  • Essen Sie keine klebrigen, speisestärkehaltigen Speisen, die Ihren Schleimkloß im Hals noch verstärken.
  • Es gibt sogenannte adstringierende Mundspülungen. Erkundigen Sie sich beim Arzt, welche Mittel für Schwangere ungefährlich sind.

Medizinische Maßnahmen

Wenn Sie extrem unter der erhöhten Speichelbildung leiden, kann Ihnen Ihr Arzt ein entsprechendes Medikament verschreiben. Auch das homöopathische Mittel Pulsatilla hilft oft bei Beschwerden. Nehmen Sie aber keine Medikamente oder alternative Heilmedizin ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder einem heilmedizinisch geschulten Fachmann ein.

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