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Was tun bei einer Patellasehnen-Reizung?

Lesezeit: 2 Minuten Ob Fußball, Skifahren oder Laufen – wer Sport treibt, belastet dabei die Knie. Und wer viel Sport treibt, kann sich schnell mal überlasten. Eine typische Überlastung ist die Reizung der Patellasehne am Knie. Lesen Sie in diesem Beitrag, was Sie in diesem Fall am besten tun können.

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Was tun bei einer Patellasehnen-Reizung?

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Was tun bei einer Patellasehnen-Reizung?

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Informationen, wie Sie Ihre Knie richtig trainieren

Die Patellasehne (lat. Ligamentum patellae) ist streng genommen keine Sehne, sondern ein Band, welches die Kniescheibe mit dem Schienbein verbindet. Sehnen hingegen verbinden Knochen mit Muskeln. Sie überträgt die Kraft vom Oberschenkel über die Kniescheibe auf den Unterschenkel.

Diagnose

Eine Reizung der Patellasehne wird medizinisch auch als Patellaspitzensyndrom bezeichnet. Typische Symptome sind Druckschmerzen unterhalb der Kniescheiben sowie Schmerzen beim Strecken des Knies unter Belastung. In seltenen Fällen tritt auch eine Schwellung auf. Mittels Röntgen, Ultraschall oder MRT kann ein Patellaspitzensyndrom eindeutig diagnostiziert werden.

Ursache

Mögliche Ursache ist eine Überlastung der Patellasehne durch häufige Stop&Go-Bewegungen, Richtungswechsel oder Sprünge beim Sport. Je nach Schwere der Symptome wird das Patellaspitzensyndrom in vier Grade unterteilt. Es kann sogar zum Riss der Patellasehne kommen:

  • Schmerz nach Beendigung der Belastung (Grad 1)
  • Schmerz bei Beginn der Belastung, der nach der Aufwärmzeit wieder verschwindet und nach Belastungsende wieder auftritt (Grad 2)
  • Permanenter Schmerz (Grad 3)
  • Patellasehnenruptur (Grad 4)

Behandlung

Ist ein Patellaspitzensyndrom diagnostiziert, sollten Sie erstmal mit dem Sport pausieren, um die Sehne nicht weiter zu reizen. Je nach Schweregrad kann die Behandlung allerdings langwierig werden. In der Therapiephase kann das Bein dosiert belastet werden. Ideal ist Radfahren mit geringem Wiederstand und relativ hoher Trittfrequenz. Anschließend sollten Sie den Oberschenkelstrecker ausgiebig dehnen, um den Muskeltonus zu reduzieren.

Ergänzend können Wärme- und Kälte-Behandlungen, Ultraschall, Massagen und Stoßwellentherapie helfen. Außerdem sollte die Therapie durch entzündungshemmende Medikamente (bspw. Diclofenac, Ibuprofen) unterstützt werden.

Die wichtigste Maßnahme bleibt aber regelmäßiges, am besten tägliches Dehnen der vorderen Oberschenkelmuskulatur (M. quadizeps femoris). Sollte auch nach mehrmonatiger, konservativer Behandlung keine Besserung eintreten, bleibt als letzter Ausweg nur eine Operation.

Vorbeugen

Vorbeugen ist besser als Pausieren. Allerdings ist das leichter gesagt, als getan. Hilfreich ist es, sich vor dem Sport ausreichend aufzuwärmen, regelmäßig zu dehnen und die Belastung nur langsam zu steigern. Gerade Sporteinsteiger und Wiedereinsteiger übertreiben gerne mal.

Lassen Sie es langsam angehen. Außerdem sollten Sie ein begleitendes Krafttraining für die Beinmuskulatur in Erwägung ziehen, falls Sie regelmäßig kniebelastende Sportarten betreiben.

Bildnachweis: cirquedesprit / stock.adobe.com

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