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Was Sie zum Thema „Brennen beim Wasserlassen“ wissen sollten

Lesezeit: 2 Minuten Brennen beim Wasserlassen ist nicht nur unangenehm, sondern oftmals sogar mit mittelschweren Schmerzen verbunden. Dies ist wohl einer der Gründe dafür, warum relativ viele Menschen in Deutschland aufgrund dieser Beschwerden einen Arzt aufsuchen. Im Folgenden klären wir darüber auf, welche verschiedenen Ursachen das Brennen beim Wasserlassen hat und inwiefern sich diese zwischen Mann und Frau unterscheiden. Zudem geben wir nützliche Tipps, wie Sie reagieren sollten, wenn Sie Schmerzen beim Urinieren haben.

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Brennen beim Wasserlassen bei Männern

Brennen beim Wasserlassen kommt grundsätzlich bei beiden Geschlechtern vor. Bei den Ursachen für die Schmerzen beim Urinieren gibt es jedoch Unterschiede. Ein besonders häufiger Grund für diese Beschwerden von Männern ist das Vorliegen einer Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata) – die man unter Medizinern als Prostatitis bezeichnet. Hier finden Sie übrigens weiterführende Informationen zu einer solchen Prostataentzündung. Typische Symptome sind dann neben dem Brennen beim Wasserlassen der Umstand, dass man in der Harnröhre einen ständigen Druck verspürt, auf die Toilette zu müssen oder regelrecht Schmerzen beim Urinieren hat.

Daneben führt bei (älteren) Herren eine dann nicht selten vorkommende vergrößerte Prostata oftmals zu einem Brennen beim Wasserlassen, weil in solchen Fällen die Wahrscheinlichkeit für Harnblasenentzündungen (Zystitis) zunimmt.

Sexuell übertragbare Krankheiten – die infolge von ungeschütztem Geschlechtsverkehr entstehen –können gleichermaßen für das Entstehen von Brennen beim Wasserlassen verantwortlich sein. Bei Männern ist dabei Syphilis sehr häufig, genauso infrage kommen aber ebenso Intimherpes, eine Infektion mit Chlamydien oder Tripper.

Brennen beim Wasserlassen bei Frauen

Im Allgemeinen sind Frauen vom Brennen beim Wasserlassen häufiger betroffen als Männer. Dies hat vor allem anatomische Gründe, denn die Harnröhre ist bei Frauen einige Zentimeter kürzer als dies bei den Herren der Schöpfung der Fall ist. Folgerichtig gelangen so Keime und andere Krankheitserreger –wie Kolibakterien, Pilze oder Viren – leichter in den Körper und befallen beispielsweise die Schleimhaut der Blase. Deswegen kommen Entzündungen der Blase und der Harnröhre beim weiblichen Geschlecht überdurchschnittlich oft vor.

Eine weitere Ursache für die Schmerzen beim Urinieren ist bei Frauen übrigens eine Scheidentrockenheit, die nicht selten aus einer Reizblase resultiert. Weitere potenzielle Ursachen sind eine Entzündung der Scheide (Kolpitis), eine Senkung der Gebärmutter oder Geschlechtskrankheiten, wie Chlamydien, Herpes genitalis oder Tripper.

Behandlung von Schmerzen beim Urinieren

Die Behandlung von einem Brennen beim Wasserlassen richtet sich natürlich immer nach der individuellen Situation der Erkrankten und damit nicht zuletzt nach der genauen Ursache des Leidens.

Grundsätzlich sollten Sie immer dann besser einen Arzt aufsuchen, wenn Schmerzen sehr stark beziehungsweise unerträglich werden. Gleichermaßen sollten Sie eine Experteneinschätzung einholen, wenn Sie eine zunehmende Anzahl an typischen Krankheitssymptomen – wie Blut im Urin, Schmerzen im Unterbauch, Schüttelfrost, Fieber oder ganz allgemein äußerlich sichtbare Auffälligkeiten rund um die Geschlechtsorgane – bei sich entdecken.

Der Arzt versucht – beispielsweise eine bakteriell hervorgerufene Blasenentzündung – durch das Verabreichen eines Antibiotikums wieder in den Griff zu bekommen, um so das Brennen beim Wasserlassen wieder zu beenden. Auf die gleiche Methode wird übrigens eine bakterielle Prostatitis bei Männern behandelt. In der Regel gehören die Beschwerden dann binnen Tagen wieder der Vergangenheit an.

Daneben gibt es noch einiges, das Sie selbst gegen das Brennen beim Wasserlassen unternehmen können:

  • Schützen Sie sich beim Geschlechtsverkehr durch Kondome, da Sie so eine Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten verhindern, die oftmals Ursache für das ungeliebte Brennen beim Wasserlassen sind.
  • Trinken Sie trotz der Schmerzen bei Urinieren mehrere Liter pro Tag, da dies die Krankheitserreger aus dem Körper schwemmt.
  • Zudem ist darauf zu achten, den Unterleib immer warm zu halten, weil gegenteiliges Verhalten besonders bei Frauen zum Brennen beim Wasserlassen führen kann.

Sie sehen: Es gibt einiges, was Sie selbst – unabhängig von der Ursache – leicht zum Vorbeugen der Schmerzen beim Urinieren tun können.

Bildnachweis: jomkwan7 / stock.adobe.com

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