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Was Sie über Christrosen und Lenzrosen wissen sollten

Lesezeit: 2 Minuten Christrosen und Lenzrosen blühen in der Regel ab Weihnachten bis zu Ostern. Wegen dieser Eigenschaft und der ausgeprägten Giftigkeit der Wurzeln galt die Christrose zu früheren Zeiten als starke Zauberpflanze. Hier erfahren Sie Wissenswertes und erhalten Pflegetipps.

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Was Sie über Christrosen und Lenzrosen wissen sollten

Was Sie über Christrosen und Lenzrosen wissen sollten

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Helleborus niger lautet der botanische Name für Christ- und Lenzrosen. Niger = schwarz ist ihr stark giftiger Wurzelstock. In der Literatur wurde die Christrose etwas prosaisch Nieswurz genannt, wegen der Verwendung der Wurzel als Niespulver.

Sagen und Legenden ranken sich um die Pflanze, welche so wunderbar zur Winterzeit in Mitteleuropa blüht. In der Antike galt die schwarze Wurzel als Mittel gegen Depressionen und Geisteskrankheiten. Seit dem 12. Jahrhundert werden Christrosen in Gärten gezogen, weniger wegen ihres Zierwertes, sondern als Heilmittel.

Hildegard von Bingen empfahl sie gegen Herzerkrankungen, Gicht, Fieber und sogar gegen die Pest. Wegen ihrer narkotisierenden und berauschenden Wirkung wurde sie für okkulte Zwecke verwandt und galt als Bestandteil von Flugsalben der Hexen. Angeblich vertrieb sie böse Geister und verhalf zu ewiger Jugend.

Heutzutage wird Helleborus wegen der hohen Toxizität nicht mehr verwendet und die Hexen unserer Zeit bewegen sich mit anderen Verkehrsmitteln als Besen fort.

Zierpflanze

Christ- und Lenzrosen haben in den letzten Jahren erheblich an Beliebtheit gewonnen. Weniger wegen der oben erwähnten Eigenheiten, sondern vielmehr als Zierpflanzen. Die weißblütige Variante der Nieswurz wird in Gärtnereien vorgetrieben und ist neben Mistelzweigen eine häufig genutzte Ergänzung des Tannenschmuckes zur Advents- und Weihnachtszeit. Wird diese florale Dekoration nicht zu lange im warmen Zimmer gehalten, hat man jahrelange Freude an der Pflanze.

Christ- und Lenzrosen

Im Freiland gezogen blüht die Christrose, die „Schneekönigin“ unter den Stauden, erst im späteren Verlauf des Winters. Eine Ausnahme bildet die Sorte „Praecox“. Sie zeigt ihre Blüten schon im Spätherbst. Abarten wie die grünblütige stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) oder Hybriden von Helleborus orientalis erscheinen im zeitigen Frühjahr und werden deshalb als Lenzrosen bezeichnet.

Orientalische Lenzrosen warten mit einer Farbpalette von zartem Rosa bis zu tiefem Violett auf und prunken mit gefüllten oder gerüschten Blüten. Schöne Sorten sind „Appel Blossom“, „Blue Whisp“, „Nero“, „Demeter“, „Montsegur“ oder „Early Purple“.

Pflege

Die immergrünen „Rosen“ lieben einen lehmigen, nährstoffhaltigen Boden im lichten Schatten, wo sie ungestört gedeihen können. Werden die Samenstände regelmäßig gedüngt und im Sommer gewässert, hat man jahrzehntelange Freude an ihnen. Schnittblumen halten länger in der Vase, wenn ihre Stile tief eingeschnitten und zunächst in warmes Wasser gestellt werden.

Bildnachweis: Gisela / stock.adobe.com

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