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Was Sie beim Umstieg auf Naturkosmetik beachten sollten

Lesezeit: 3 Minuten Naturkosmetik liegt im Trend. Immer mehr Verbraucher achten auf Inhaltsstoffe in kosmetischen Produkten und viele steigen als Konsequenz auf Naturkosmetik um. Doch Naturkosmetik ist nicht immer ganz unproblematisch. Welche Probleme bei einem Umstieg auf Naturkosmetik auftauchen können und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

3 min Lesezeit
Was Sie beim Umstieg auf Naturkosmetik beachten sollten

Was Sie beim Umstieg auf Naturkosmetik beachten sollten

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Naturkosmetik ist nicht nur in aller Munde, sondern bei vielen in Form von Cremes, Duschgels und Make-up auch auf der Haut. Je mehr bekannt wird über große Kosmetikkonzerne, für die Profit über allem steht, desto mehr Leute besinnen sich zurück auf natürlich hergestellte Kosmetik, wenn möglich noch von kleinen, unabhängigen Firmen.

Doch ganz einfach ist es nicht, passende Kosmetik zu finden und den Umstieg auf Naturkosmetik
von konventioneller Kosmetik zu meistern.

Es gibt keine einheitliche Zertifizierung

Es gibt ausreichend Labels, die nur Produkte bekommen, die bestimmte Qualitäten des Produktes sichern oder über Herstellungsprozesse Auskunft geben. So gibt das „Leaping Bunny“-Siegel international an, dass die Produkte ohne Tests an Tieren hergestellt und vertrieben wurden.

Die „Veganblume“ zeigt dem Verbraucher, dass das entsprechende Produkt vegan, also ohne tierische Erzeugnisse hergestellt wurde. Das NaTrue-Label hingegen gibt seit 2007 an, dass die Produkte bestimmten Richtlinien und Vorgaben entsprechen.

Haben Produkte kein Label, kann das verschiedenes heißen: Einige Hersteller wollen oder können das Geld für die Zertifizierung nicht aufbringen, können die Kriterien aber erreichen. Andere stellen keine Naturkosmetik her, sondern versuchen nur, ihren Produkten ein grünes Label aufzudrücken.

Im Zweifelsfalle müssen Sie sich als Verbraucher also selbst informieren, ob das, was wie Naturkosmetik aussieht, tatsächlich Naturkosmetik ist.

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Umstieg auf Naturkosmetik: Achtung, Allergiepotential!

Viele Leute denken, dass Naturkosmetik automatisch gut bei empfindlicher Haut ist. Die Stoffe sind schließlich natürlich und enthalten weniger ‚Chemie‘ als konventionelle Kosmetik. Tatsächlich aber sollte man bei sehr sensibler, empfindlicher Haut vorsichtig sein mit Naturkosmetik. Diese enthält oftmals ätherische Öle anstelle von Parfum. Diese Öle können empfindliche Haut reizen.

Naturkosmetik enthält zwar deutlich mehr natürliche Inhaltsstoffe als konventionelle Kosmetik, jedoch muss nicht alles „natürliche“ zwingend gut sein. Riesenbärenklau ist schließlich auch natürlich, sorgt aber dennoch für schwere allergische Reaktionen.

Problematisch ist der Umstieg auf Naturkosmetik bei empfindlicher Haut auch deswegen, weil das Allergierisiko bei einem Produkt höher ist, je mehr Inhaltsstoffe enthalten sind. Eine einzige Pflanze, die wegen einer bestimmten Wirkung einer Creme zugegeben ist, besteht aber bereits aus vielen verschiedenen Stoffen.

Wer sich unsicher ist, ob er Naturkosmetik verträgt, kann genauso verfahren wie bei konventioneller Kosmetik: Das betreffende Produkt wird an der Arminnenseite getestet. Tritt nach 24 Stunden keine Reizung auf, kann man sich relativ sicher sein, dass man das Produkt verträgt.

Naturkosmetik und trockene Haut: Achtung, Alkohol!

Naturkosmetik muss meistens strengere Auflagen erfüllen hinsichtlich Konservierungsstoffen als konventionelle Kosmetik. Zum Abtöten von Bakterien ist daher fast allen Produkten Alkohol zugesetzt. Das führt zum einen dazu, dass Naturkosmetikprodukte meistens nicht so lange haltbar sind, wie konventionelle Kosmetik, die mehr Konservierungsstoffe zusetzt. Zum anderen kann der Alkohol bei trockener Haut austrocknend wirken.

Daher sollten Personen mit trockener Haut beim Umstieg auf Naturkosmetik einen kurzen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen, um zu kontrollieren, wie weit vorne der Alkohol steht. Faustregel ist, dass je weiter vorne ein Inhaltsstoffe steht, desto mehr von ihm enthalten ist. Bei Naturkosmetik sind die Inhaltsstoffe jedoch meistens auch auf Deutsch aufgeführt, sodass man schnell erkennen kann, ob tendenziell eher viel oder wenig Alkohol in einem Produkt enthalten ist.

Scheinbar trockene Haut durch den Umstieg auf Naturkosmetik

Wer zum ersten Mal Naturkosmetikcreme benutzt, kann das Gefühl bekommen, dass die Haut nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird. Das liegt daran, dass Naturkosmetik im Allgemeinen keine Silikone oder Erdöl(deriverate) enthält. Diese lagern sich auf der obersten Hautschicht ab und geben einem das Gefühl, die Haut sei besonders gut mit Feuchtigkeit versorgt, auch wenn sie das nicht ist.

Naturkosmetikprodukte hingegen ziehen schneller ein und lagern sich weniger auf der Haut ab. Wer dennoch nicht auf das Gefühl besonders gut durchfeuchteter Haut verzichten möchte, kann Produkte wählen, die Öle enthalten. Bei zu Unreinheiten neigender Haut sollte man jedoch vorsichtig sein damit, um keine Pickel oder Mitesser zu provozieren. Hier bieten sich eher leichte Cremes und Lotions an.

Bildnachweis: Picture-Factory / stock.adobe.com

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