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Was können Sie tun, wenn Sie allergisch auf Kosmetik sind?

Lesezeit: 3 Minuten Wer schön sein will, muss leiden. Das gilt aber nicht nur für Brazilian Waxing, sondern auch für Kosmetik, die gesundheitliche Beschwerden auslöst. Sind Sie allergisch auf Kosmetik, ist der Spaß schnell vorbei. Welche Gefahren in Kosmetik lauern und wo Sie aufpassen müssen, erfahren Sie hier.

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Was können Sie tun, wenn Sie allergisch auf Kosmetik sind?

Was können Sie tun, wenn Sie allergisch auf Kosmetik sind?

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Kosmetik kann Allergien auslösen, was weithin bekannt ist. Deswegen sollten Sie neue Hautcremes – vor allem Gesichtscremes – im Idealfall vor der Anwendung am Unterarm auftragen. Tritt nach 24 Stunden keine Kosmetikallergie auf, kann die Creme erst einmal verwendet werden.

Schlecht zu diagnostizieren: Kosmetikallergie

Allergien gegen Inhaltsstoffe von Kosmetika sind häufig schwer zu erkennen. Das liegt zum einen daran, dass Allergien auf Kosmetik häufig erst nach 24 bis 72 Stunden auftreten. Dekorative Kosmetik ist bis dahin längst abgewaschen und auch pflegende Kosmetik ist da meistens schon als Ursache aus dem Kopf.

Heimtückisch ist auch, dass manche Stoffe in Kosmetik erst einmal keine Allergie auslösen. Erst mit der wiederholten Verwendung reagiert der Körper allergisch auf Kosmetik. Zeigen sich dann irgendwann Symptome wie Juckreiz, Brennen, Hautrötungen, Schuppenbildung oder Bläschen, kommt man erst spät darauf, dass die Kosmetik, die man bereits seit Wochen, Monaten oder Tagen benutzt, der Auslöser sein kann.

Hinzu kommt, dass auch Allergien auf Nahrungsmittel äußerlich auftreten können. Wer nach einem eleganten Dinner einen Hautausschlag bekommt, denkt wahrscheinlich eher an das Parfüm als an ungewöhnliche Zutaten im Essen als Allergieauslöser. Auch neue Kleidungsstücke oder ein neues Waschmittel können Allergien auslösen, die wirken, als seien sie durch Kosmetik entstanden. Weil für Allergien meistens viele Dinge in Frage kommen, ist es so schwer festzustellen, welche Stoffe die Allergie ausgelöst haben.

Vorsicht! Auch Naturkosmetik kann Allergien auslösen

Was viele Menschen annehmen ist, dass Naturkosmetik per se sanfter, reizärmer und für empfindliche Haut geeignet ist. Das stimmt aber nicht. Kamille beispielsweise wird gerne in Naturkosmetik verwendet und hat aber ein relativ hohes Allergiepotential. Auch ätherische Öle, wie sie gerne als Duftstoffe in Naturkosmetik verwendet werden, lösen bei relativ vielen Menschen eine Kontaktallergie aus.

Als bekannte Allergieauslöser gelten allerdings auch künstliche Konservierungsstoffe. Diese sind in Naturkosmetik im Allgemeinen nicht enthalten. Gerade künstliche Stoffe haben auch die Tendenz erst nach mehrmaliger Benutzung eine Allergie auszulösen. Naturkosmetik ist daher prinzipiell schon die bessere Wahl, ist aber nicht komplett frei von Allergenen.

Was tun, wenn Sie allergisch auf Kosmetik sind?

Wenn Sie sich sicher sind, welche Stoffe die Allergie ausgelöst hat, ist das sehr hilfreich. In den meisten Fällen kann man sich aber nicht sicher sein, welcher Stoff genau die Allergie ausgelöst hat. In beiden Fällen lohnt es sich, zum Hautarzt zu gehen, um einen Allergietest machen zu lassen. Im ersten Fall ist es sinnvoll, die verdächtigste Kosmetik mitzunehmen und dem Arzt zu zeigen. Wer generell empfindliche Haut hat, sollte wie oben beschreiben neue Kosmetik (vor allem, wenn sie im Gesicht angewandt wird) zuerst am Arm testen.

So schützen Sie sich vor Kosmetikallergien

Die meiste Kosmetik kann verwendet werden, ohne dass Allergien ausgelöst werden. Kosmetik, die in Deutschland zugelassen ist, ist generell so gut getestet, dass niemand Angst haben braucht, Kosmetik anzuwenden.

Wer dennoch auf Nummer sicher gehen möchte, Fälle von Allergien in der Familie hat oder einfach empfindliche Haut, kann auf folgendes achten: Verwenden Sie nach Möglichkeit nur Produkte mit dem Hinweis hypoallergen, parfümfrei oder „frei von Konservierungsstoffen“.

Auch Make-up sollte bei einer Tendenz zu Allergien sparsam eingesetzt werden. Bei der sogenannten „Stewardessenkrankheit“ (Periorale Dermatitis) wird die Hautbarriere durch den ständigen Gebrauch von Make-up geschwächt, verliert Feuchtigkeit und brennt, spannt und juckt. Ähnlich ist die sogenannte Kosmetikakne. Wer unreine Haut hat und diese zusätzlich mit falschem Make-up (komedogenen) belastet, kann nebst Pickeln auch Probleme mit brennenden, juckenden Pusteln bekommen.

Eyeliner kann das Auge irritieren

Besondere Vorsicht ist stets am Auge geboten, wenn Sie allergisch auf Kosmetik reagieren. Die Haut ist dort ganz besonders dünn und das Auge selbst ist empfindlich. Eyeliner und Kajal, der innen am Auge aufgetragen wird, kann zum Beispiel auf Dauer das Sehvermögen stören. Krümel wandern schnell ins Auge, wo sie lange verweilen, wenn sie nicht ausgespült werden. Durch die Reizungen können sich Infektionen entwickeln, die im schlimmsten Falle sogar die Sehkraft beeinträchtigen können.

Alles in allem gilt, dass man bei Kosmetik auf seinen Körper hören sollte. Wenn dieser sich offenkundig über etwas beschwert, sollte das betreffende Produkt abgesetzt werden.

Bildnachweis: chaoss / stock.adobe.com

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