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Was können Sie gegen Clusterkopfschmerzen tun?

Lesezeit: 2 Minuten Für Clusterkopfschmerzen gibt es keinen spezifischen Auslöser. Aus diesem Grund ist die Krankheitsursache nicht genau bekannt, was die Behandlung und Präventionsmöglichkeiten erschwert. Patienten müssen sich einer lebenslangen Schmerztherapie mit einer medikamentösen Behandlung unterziehen. Mit diesen Tipps können Sie Ihre Clusterkopfschmerzen lindern.

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Was können Sie gegen Clusterkopfschmerzen tun?

Was können Sie gegen Clusterkopfschmerzen tun?

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Was sind Clusterkopfschmerzen

Clusterkopfschmerzen sind viel seltener als Migräne oder Spannungskopfschmerzen, betroffen sind etwa 10% der Bevölkerung. Hauptsächlich kommt er bei Männern vor und beginnt in der Regel im mittleren und höheren Lebensalter.

Die Krankheitsursachen sind noch nicht genau bekannt, jedoch wird eine Störung im Hypothalamus (Teil des Zwischenhirns) vermutet. Daneben gibt es Hinweise auf das Vorliegen einer biologischen Rhythmusstörung sowie der Hormonausschüttung.

Bei Clusterkopfschmerzen treten typischerweise attackenartige Kopfschmerzen einseitig auf. Sie treten in zwei Formen auf.

  1. Episodischer Clusterkopfschmerz
    Er wird durch den Wechsel von Perioden mit Schmerzattacken und beschwerdefreien Phasen gekennzeichnet. Dieser schubartiger Verlauf der Schmerzattacken und schmerzfreien Intervallen erschwert den Einsatz von Therapiemaßnahmen. Um die optimale Behandlungsmöglichkeit herauszufinden, werden oft versuchsweise verschiedene Mittel eingesetzt.
  2. Chronischer Clusterkopfschmerz
    Er zeigt sich in Intervallen, die kürzer als zwei Wochen sind und kommt seltener vor. Wegen der kurzzeitigen Attackendauer kommen nur solche Schmerzmittel zur Anwendung, die innerhalb weniger Minuten wirken können. Um Nebenwirkungen bzw. eine Verschlechterung der Kopfschmerzen zu vermeiden, sind nur rezeptpflichtige Medikamente durch den Arzt zu empfehlen.

Die Symptome von Clusterkopfschmerzen

Clusterkopfschmerzen treten als bohrende oder stechende Schmerz-Attacken auf. Meist wird der Schmerz um das Auge herum empfunden oder im Stirn-/Schläfenbereich. Er kann bis zu einige Stunden lang anhalten.

Aufgrund der unerträglichen Intensität fühlt sich der Patient sehr unruhig und läuft während der Schmerzattacke umher. Hauptsymptome des Clusterkopfschmerzes sind

  • Rötungen des schmerzseitigen Auges mit Tränenfluss
  • Laufen der Nase
  • Verengung der Lidspalte
  • Übelkeit und Brechreiz

Schmerzbehandlung und Prophylaxe

  • Während der akuten Clusterattacke ist das Einatmen von Sauerstoff über Maske wirkungsvoll und hat zwei Vorteile: Zum einen wirkt diese Maßnahme schnell, zum anderen hat sie keine Nebenwirkungen. Diese speziellen Sauerstoffflaschen gibt es für Zuhause und unterwegs. Sie können von der Krankenkasse verordnet werden.
  • Da grelles oder blendendes Licht eine Attacke auslösen kann, ist das Tragen einer Sonnenbrille zu empfehlen.
  • Schlecht belüftete Räume können eine Clusterattacke auslösen, deshalb ist auf ausreichende Belüftung zu sorgen.
  • Meiden Sie Nikotin und andere Genussmittel.
  • Konservierungsmittel in der Nahrung wie Natrium-Nitrat (E251) oder Kalium-Nitrat können ebenso das Auslösen der Kopfschmerzen hervorrufen. Diese Substanzen finden sich unter anderem in gepökeltem Fleisch sowie Wurstware.
  • Histaminreiche Lebensmittel, die länger gelagert oder gereift sind, wie z. B. Käse, Salami, Sauerkraut und Wein sind zu meiden.
  • Während einer Clusterattacke ist der Aufenthalt in einem dunklen, abgekühlten Raum hilfreich.
  • Bei kurzzeitigen Attackendauer (akute Clusterattacke) sind Tabletten, Tropfen oder Zäpfchen zu verabreichen. Daneben gibt es auch schnell wirksame Schmerzmittel wie Nasenspray oder Autoinjektoren, die vom Patienten selbst injizierbar sind. Sprechen Sie mit ihrem Arzt über Alternativen und greifen Sie nicht zu freiverkäuflichen Schmerzmitteln.
  • Der Clusterkopfschmerz spricht in der Regel auf die Behandlung mit örtlichem Betäubungsmittel der schmerzseitigen Nerven an. Zur Schmerzprophylaxe hat sich die wiederholte therapeutische Lokalanästhesie gut bewährt, die in einer Schmerzklinik durchgeführt werden muss. Außerdem bietet die Behandlung in eine Schmerzklinik die besten Voraussetzungen für eine Anschlussbehandlung, bei der der Patient in einen rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden kann.

Bildnachweis: puhhha / stock.adobe.com

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