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Was ist eine zweisprachige Erziehung?

Lesezeit: 2 Minuten Die Frage, wie effektiv eine zweisprachige Erziehung ist, beschäftigt viele Eltern. Wie sollte eine zweite Sprache vermittelt werden? Durch die Eltern, eine externen Person oder durch ein Au-pair-Mädchen? Experten sind sich darin einig, dass es nicht wichtig ist, wer die Zweitsprache vermittelt, sondern das Erkennen der Vorzüge einer mehrsprachigen Erziehung.

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Was ist eine zweisprachige Erziehung?

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Was ist eine zweisprachige Erziehung?

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Eine enge Beziehung zwischen dem Erwachsenen und dem Kind stellt die Basis einer zwei- oder mehrsprachigen Erziehung dar. Es ist die Aufgabe des Erwachsenen, das Interesse des Kindes an der „ausländischen“ Sprache zu wecken und zu erhalten. Ein konstantes Einsetzen der zwei ausgewählten Sprachen erleichtert ein beständiges Erweitern des Sprachschatzes.

Mit dem Voranschreiten des Kindesalters wird der Wortschatz auf natürliche Weise erweitert und eine Anwendung selbstverständlich. Aufgrund einer Integration von zwei oder mehreren Sprachen im Alltag wird der Lern-Druck auf ein Minimum verringert.

Für welche Kinder eignet sich zweisprachige Erziehung?

Eine zweisprachige Erziehung eignet sich für fast alle Kinder und sollte lediglich bei einem erschwerten Spracherwerbsprozess nicht angewandt werden. Entscheidet man sich für eine mehrsprachige Erziehung, ist es wichtig, sich vollständig sicher zu sein. Ein gutes Beherrschen der fremden Sprache ist notwendig für eine Sprachvermittlung über Jahrzehnte hinweg. Ein Vorbild, welches sprachlich falsches Wissen vermittelt, erschwert einem Kind das korrekte Erlernen, was zu Unsicherheit und Unzufriedenheit führt. Bei einem unzureichenden Hintergrundwissen ist es empfehlenswert, auf die Erziehung mit Hilfe von zwei Sprachen zu verzichten.

Zweisprachige Erziehung – perfekte Sprachbeherrschung

Viele Erwachsene, die sich für eine zweisprachige Erziehung interessieren, haben die Angst, dass ein Erlernen von zwei Sprachen dazu führt, dass kein korrektes Erlernen möglich ist. Kindern fällt es nachweislich leichter, Neues zu erlernen und im Alltag anzuwenden. Dieses unterschätzte Potenzial an Wissensdurst sollte genutzt werden, indem bereits von der Geburt an in den zwei Sprachen kommuniziert wird. Eine Vermittlung von zwei Sprachen ist grundsätzlich keine Überforderung, sondern tut sogar der kompletten Entwicklung gut. Experten haben festgestellt, dass eine konstante Erziehung mit zwei Sprachen deutlich mehr Bereiche im Gehirn stimuliert.

Vorteile einer mehrsprachigen Erziehung

Die Vorzüge einer mehrsprachigen Erziehung werden erst im Schulalter deutlich, wenn es aufgrund der verschiedenen angesprochenen Gehirnbereiche ein Aufnehmen von Wissen leichter fällt. Auch die berufliche Zukunft kann positiv angeregt werden, denn Menschen, die mehrere Sprachen gut beherrschen, sind sehr gefragt. Das von Kindesbeinen an „erlernte“ Sprachbewusstsein erleichtert wiederum das Erlernen von weiteren Sprachen.

Man kann durchaus sagen, dass die Intelligenz eines Kindes durch eine Erziehung mit mehreren Sprachen angeregt werden kann. Das A und O für eine erfolgreiche Vermittlung von mehreren Sprachen ist Konsequenz. Aus diesem Grund sollte im Vorfeld festgelegt werden, welches Elternteil die jeweilige Sprache vermittelt, sodass ein späteres Wechseln nicht mehr notwendig ist. Auch wenn die Vorzüge einer Vermittlung von mehreren Sprachen im Vordergrund stehen, darf die Eltern-Kind-Beziehung niemals darunter leiden.

Bildnachweis: Photographee.eu / stock.adobe.com

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