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Was hilft bei Geruchsempfindlichkeit in der Schwangerschaft

Lesezeit: 2 Minuten Von einen Tag auf den anderen ekeln sich schwangere Frauen nicht nur vor unangenehmen Gerüchen sondern finden selbst das eigene Parfüm übelkeitserregend. Die ausgeprägte Geruchsempfindlichkeit während der Schwangerschaft ist wahrscheinlich ein Schutzmechanismus des Körpers, um das ungeborene Baby zu schützen.

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Was hilft bei Geruchsempfindlichkeit in der Schwangerschaft

Was hilft bei Geruchsempfindlichkeit in der Schwangerschaft

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Geruchsintensive Schwangerschaft

Das erhöhte Geruchsempfinden von schwangeren Frauen wurde in einer schwedischen Studie getestet. 70 Prozent der befragten Frauen empfanden ihr Geruchsvermögen schärfer als zuvor. Und bei etwas mehr als die Hälfte der Frauen lösten bestimmte Düfte Ekelgefühle und Übelkeit aus. Gewöhnlich treten diese Beschwerden in der ersten Hälfte der Schwangerschaft auf. Viele Schwangere nehmen selbst kleine Konzentrationen wahr und empfinden Gerüche wie Zigarettenrauch, kalten Kaffee oder auch das eigene Parfüm als unangenehm. Im extremen Fall wird der Frau sogar übel von zum Teil alltäglichen Gerüchen.

Gerüche als Schutzmechanismus

Wissenschaftlich gesehen ist ein überhöhter Geruchssinn bei Schwangeren nicht nachgewiesen. Mediziner vermuten, dass die Hormonumstellung eine veränderte Wahrnehmung der Reize im Gehirn verursacht. Hinter der Geruchsempfindlichkeit der Schwangeren steckt wahrscheinlich eine Schutzfunktion des Körpers. So lösen vor allem für die Schwangerschaft schädliche Stoffe diese Reaktion aus, zum Beispiel ekelt sich die Schwangere vor Nikotin oder rohem Fleisch. Dieses Phänomen tritt besonders intensiv im ersten Schwangerschaftsdrittel auf, wenn der Embryo besonderen Schutz braucht, weil die Organe ausgebildet werden.

Unangenehme Gerüche meiden

Eine gesteigerte Geruchsempfindlichkeit kann sich belastend auf die schwangere Frau auswirken. Manche Frauen berichten, dass sie ihren Mann plötzlich nicht mehr riechen können. Finden Sie zunächst heraus, welche Düfte bei Ihnen ein Gefühl von Ekel und Übelkeit auslösen. Oft sind es parfümierte Stoffe. Meiden Sie diese Auslöser. Verzichten Sie auf Parfüm und stark riechende Cremes und waschen Sie während der Schwangerschaft Ihre Wäsche ohne Weichspüler. Essen Sie keine Speisen, die für Ihr Empfinden ekelig riechen. Auch die Wohnung können Sie für Ihr Supernäschen angenehm gestalten. Lüften Sie öfter als gewöhnlich die Räume in Ihrer Wohnung, damit sich erst gar keine ungewünschten Aromen stauen. Bitten Sie außerdem Ihre Angehörigen, bei Besuchen auf Rasierwasser und Parfüms zu verzichten.

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Wohlfühldüfte verbreiten

Entdecken Sie mit Ihrem gesteigerten Geruchssinn die Welt neu. Vielleicht finden Sie es angenehm, wenn die Wohnung nach frischen Schnittblumen duftet. Oder Sie kochen sich einen Früchtetee und genießen das wundervolle Aroma in der Luft. Wer natürliche Düfte mag, kann Zitronenscheiben, Zimt, getrocknete Früchte oder Gewürze in kleinen Schälchen in der Wohnung verteilen.

Geruchsattacke endet spätestens bei Geburt

Bei vielen Frauen endet die Geruchsempfindlichkeit schon Mitte der Schwangerschaft. Spätestens nach der Geburt sorgt die Umstellung der Hormone dafür, dass Gerüche nicht mehr Übelkeit auslösen. Allerdings kann es passieren, dass sich Frauen an die natürlichen Düfte gewöhnt haben und die künstlichen Aromen von Parfüms oder parfümierten Stoffe nicht mehr mögen.

Bildnachweis: Valentina / stock.adobe.com

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