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Was Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern bedeuten (Teil 2) – Brauchtum im Frühling

Lesezeit: 3 Minuten Was bedeuten Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern? Welche Riten sind mit diesen Tagen verbunden. Wann ist immer Gründonnerstag und wann Karfreitag? Was ist die Bedeutung von Ostern? Hier bekommen Sie Antworten auf alle diese Fragen und einen kurzen Überblick über das Brauchtum im Frühling.

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Was Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern bedeuten (Teil 2) - Brauchtum im Frühling

Was Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern bedeuten (Teil 2) – Brauchtum im Frühling

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Was bedeutet Gründonnerstag?

Gründonnerstag ist der Tag vor Karfreitag. Der Name Gründonnerstag geht vermutlich aus den Wörtern „grienen“ oder „greinen“ hervor. Beide Wörter bedeuten soviel wie „weinen“. Der Zusammenhang könnte darin bestehen, dass Jesus nach dem letzten Abendmahl mit seinen 12 Apostel verraten wurde und am Tag darauf den Kreuzweg antreten musste, der seinen Lebensweg beendete. Ob das „Weinen“ sich auf den Verrat und seine Verurteilung bezieht, auf seine Qualen während des Kreuzweges oder auf den Abschied und das bittere Ende – darüber gibt es keine klaren Aussagen. Lesen Sie auch:

Sie erfahren etwas über den tieferen Zusammenhang von Gründonnerstag mit Karfreitag und mit dem Osterfest. Riten und Bräuche sowie deren Sinn und Bedeutung werden ebenfalls erklärt.

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Brauchtum im Frühling: Bräuche zum Gründonnerstag und ihre Bedeutung

Ein späterer Brauch aus dem Mittelalter, könnte ebenfalls für den „Gründonnerstag“ Pate gestanden haben. Nach diesem Brauch wurde ein Büßer als ein „Weinender“ angesehen, der seine Sünden bereut und dafür Buße tut. Hier besteht wieder der Zusammenhang zu „grienen“ und „greinen“.

In der damaligen Zeit durften Sünder nicht am Gottesdienst teilnehmen. Erst am Donnerstag vor Karfreitag wurden Sie wieder aufgenommen und in die Gemeinde eingegliedert. Aus diesem Anlass trugen Sie grüne Zweige.

Auch die grünen Messgewänder, die in der damaligen Zeit am Tag vor Karfreitag getragen wurden, könnten etwas mit der Bezeichnung „Gründonnerstag“ zu tun haben.

Noch mehr Bräuche ranken sich um Gründonnerstag: So wurde der Tag zum Säen von grünenden Pflanzen und Kräutern genutzt. Die Gründonnerstagsaussaat soll kräftige und widerstandsfähige Pflanzen sowie Kräuter mit intensiver Würze und Heilpflanzen mit starker Wirkung hervor gebracht haben.

Ebenso wurde in vielen Gegenden am Gründonnerstag grünes Gemüse zum Mittagessen gereicht.

Was bedeutet Karfreitag?

Karfreitag gilt als der Tag, an dem Jesus sterben musste. Im Andenken daran wird Karfreitag von den christlichen Kirchen feierlich begangen und gilt auch heute noch als gesetzlicher Feiertag. Was aber bedeuten Karfreitag, Karsamstag, Karwoche? Woher kommt diese Bezeichnung?

Im Althochdeutschen gibt es „chara“, „kara“ mit der Bedeutung für Wehklagen, Jammern oder Trauer. Karfreitag bedeutet dann so etwas, wie „Tag der Trauer“ oder „Trauertag“.
Am Karfreitag schweigen die Kirchenglocken! Die Karwoche bezeichnet den Zeitraum von Palmsonntag bis Karsamstag. Am Karsamstag endet die Fastenzeit. Es ist der Tag, an dem man sich auf das Osterfest vorbereitet. Karsamstag gilt als Tag für die Grabesruhe von Jesus. Er wird auch als Ostersamstag bezeichnet.

Wann ist immer Gründonnerstag und wann Karfreitag?

Gründonnerstag und Karfreitag richten sich nach dem Termin für Ostern. Gründonnerstag ist der letzte Donnerstag und Karfreitag der letzte Freitag vor Ostern.

Zwischen Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern liegt Karsamstag.

Bauernregeln zu Gründonnerstag und Karfreitag – Brauchtum im Frühjahr

Zu Gründonnerstag und Karfreitag gibt es mehrere Bauernregeln, die bis in unsere heutige Zeit überliefert sind. Hier sind einige davon:

  • Am Gründonnerstag und Karfreitag Regen, gibt selten Erntesegen.
  • Karfreitag Sonnenschein, bringt reiche Ernte ein.
  • Wenn Karfreitag Regen war, folgt trocknes, aber fruchtbares Jahr.
  • Kälber, am Karfreitag geworfen, gedeihen nicht.
  • Wie der Wind ist am Karfreitag, wird er sein das ganze Jahr.

Was ist die Bedeutung von Ostern?

Das Osterfest gilt als das Fest der Auferstehung. Jesus Christus ist nach seinem Tod, nach der christlichen Lehre, am 3. Tag wieder auferstanden. Dazu gibt es Einzelheiten und Zusammenhänge demnächst in meinem Beitrag:

Was aber bedeutet das Wort „Ostern“? Wie kam die Bezeichnung zustande? Mehrere Möglichkeiten kommen hier in Frage. Lesen Sie dazu auch:

Im diesem Beitrag finden Sie nähere Erklärungen zu Ostern und wie das Wort entstanden sein könnte.

Wann ist Ostern?

Der Ostersonntag ist 48 Tage nach Rosenmontag. Das Datum für Ostern richtet sich jedoch nach dem Frühlingsanfang und fällt dadurch jedes Jahr einen anderen Tag.
Lesen Sie dazu Einzelheiten im Artikel:

  • Wann ist Ostern

Bauernregeln zu Ostern – Brauchtum im Frühjahr

Auch zu Ostern gibt es einige Bauernregeln. Da Ostern jedes Jahr auf ein anderes Datum fällt, lassen sich die Bauernregeln vermutlich auch auf die Tage vor und nach Ostern beziehen.

  • Ostern im März verspricht ein gutes Brotjahr.
  • Ein Wind, der von Ostern bis Pfingsten regiert, im ganzen Jahr sich wenig verliert.
  • Osterregen bringt magere Kost, Ostersonne fette und reichliche.
  • Wenn’s Ostern regnet, ist die Erde den ganzen Sommer über durstig.

Brauchtum im Frühling – Frühlingsbräuche – Kurzer Überblick

Zahlreiche Frühlingsbräuche und einige Feiertage machen den Frühling zur bewegten Jahreszeit.

  • Frühlingsanfang – 21. März, in Schaltjahren 20. März
  • Fastenzeit – Beginn am Aschermittwoch
  • Palmsonntag – Sonntag vor Ostern, Beginn der Karwoche, religiöses Brauchtum
  • Gründonnerstag – Tag vor Karfreitag, überwiegend religiöse Bräuche
  • Karfreitag – Todestag von Jesus Christus, gesetzlicher Feiertag
  • Ostern – Ende der Fastenzeit, Feiertag, Osterfeuer, Ostereier suchen
  • Christi Himmelfahrt – 40 Tage nach Ostern, religiöse Bräuche –
    Vatertag, kein religiöser Brauch
  • Muttertag – kein religiöser Brauch, immer am 2. Sonntag im Mai
  • Pfingsten – 50 Tage nach Ostern, religiöses Brauchtum, gesetzlicher Feiertag

Bildnachweis: demarco / stock.adobe.com

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