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Was bedeutet musikalische Früherziehung?

Lesezeit: 2 Minuten Genießen Kinder eine frühe musikalische Ausbildung, haben sie später weniger Schwierigkeiten in der Schule. Musikalische Früherziehung schult die Wahrnehmung und fördert die Konzentration. Hier erfahren Sie, was zur musikalischen Früherziehung gehört.

2 min Lesezeit
Was bedeutet musikalische Früherziehung?

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Was bedeutet musikalische Früherziehung?

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Bei der musikalischen Früherziehung werden Kindern im Alter von etwa vier bis sechs Jahren auf spielerische Art und Weise verschiedene Bereiche der Musik näher gebracht. Ohne Zwang wird zusammen gesungen, getanzt und die Kinder lernen nicht nur einen Großteil der Instrumente kennen, sondern dürfen auch darauf musizieren. Außerdem wird das Gehör geschult, die Kinder lernen, die Musik mit verschiedenen Sinnen wahrzunehmen und sie erhalten einen ersten Einblick in die Notenkunde.

Wie läuft musikalische Früherziehung ab?

In der Regel finden Kurse einmal wöchentlich für etwa eine Stunde statt. In fast jeder örtlichen Musikschule gibt es Angebote für die
Kleinsten. Aber auch immer mehr Kindertagesstätten gehen dazu über, für Ihre Schützlinge regelmäßige musikalische Lehrstunden durchzuführen. In so einer Ausbildungseinheit werden immer mehrere Teilgebiete durchlaufen, damit es den Kleinen nicht zu langweilig ist. Auf ruhige Abschnitte wie zum Beispiel Malen zu Musik folgen dann wieder
Bewegungsspiele oder die Kinder können mit Instrumenten ihr Taktgefühl verbessern.

Was umfasst die musikalische Früherziehung?

Vier Elemente bilden den Grundstein für die frühe musikalische Ausbildung: Singen, Tanzen, Hören, Instrumente spielen. Die Sinne der Kinder werden dabei allumfassend trainiert.

Singen

Durch Singen wird die Merkfähigkeit verbessert und gleichzeitig die Stimme entwickelt. Die Kinder entwickeln außerdem ein Gefühl für den
rhythmischen Gebrauch der Sprache, lernen sich aufeinander abzustimmen und setzen sich gemeinsam mit dem Musiklehrer mit dem Text der Lieder
auseinander.

Tanzen

Hier können die Kinder ihre natürliche Freude an der Bewegung ausleben, lernen außerdem, sich rhythmisch zu bewegen und erleben die
Musik mit dem ganzen Körper. Oft kommen zusätzliche Elemente wie bunte Tücher zum Einsatz und bei kurzen Tanzgeschichten können die Kleinen auch ihr schauspielerisches Können unter Beweis stellen.

Hören

Geht es zunächst nur darum, bestimmte Geräusche oder Instrumente zu erkennen oder zwischen hohen und tiefen Tönen zu unterscheiden, kommen
die Kinder im weiteren Verlauf auch in den Genuss, klassische Musik kennenzulernen. Aber auch alle anderen Musikrichtungen und Musik anderer Kulturen finden Beachtung. Oft wird den Kindern auch die Gelegenheit gegeben, ihre Empfindungen beim Hören der Musik aufzumalen.

Umgang mit Instrumenten

Die Kinder bekommen regelmäßig Musikinstrumente vorgestellt, die sie auch selbst anfassen und ausprobieren dürfen. Selbst tätig werden sie
vor allem mit Rasseln, Klanghölzern, Trommeln, Triangel, Xylophon oder einfachen Tasteninstrumenten. So bekommen die Kinder eine konkrete Vorstellung und finden dabei vielleicht schon ihr zukünftiges Lieblingsinstrument.

Warum ist musikalische Früherziehung zu empfehlen?

Es werden nicht nur Fähigkeiten erworben, um später eventuell mal selbst ein Instrument zu spielen, sondern durch eine musikalische Grundausbildung werden auch das Sprach- und Denkvermögen, die Konzentrationsfähigkeit und unter anderem auch das mathematische und naturwissenschaftliche Verständnis gefördert. Die Kinder lernen außerdem
Selbstdisziplin, üben sich in Geduld und Kreativität.

Was passiert, wenn mein Kind zu alt für die musikalische Früherziehung ist?

Der Schulanfang ist auch ein guter Termin, um mit der musikalischen Ausbildung mit einem Instrument zu beginnen. Wenn sich das Kind noch nicht entscheiden kann, besteht in vielen Musikschulen die Möglichkeit, in mehrwöchigen Schnupperkursen verschiedene Instrumente auszuprobieren. Auf keinen Fall sollten Sie jedoch Ihr Kind bedrängen oder gar dazu zwingen. Musik zu machen muss auch der Wunsch des Kindes sein.

Bildnachweis: mimagephotos / stock.adobe.com

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