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Warum Tomaten gut für die Prostata sind

Lesezeit: 2 Minuten Mit unserer Ernährung können wir versuchen, auf Prostataerkrankungen Einfluss zu nehmen: In Bezug auf die gutartige Vergrößerung ist es das Ziel, ein weiteres Größenwachstum zu verhindern oder sogar die Prostatagröße zu reduzieren und Symptome beim Wasserlassen zu lindern. Bei der bösartigen Prostatavergrößerung (Prostatakrebs, Prostatakarzinom) geht es um die Krankheitsvermeidung und einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf.

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Warum Tomaten gut für die Prostata sind

Warum Tomaten gut für die Prostata sind

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Es gibt eine zunehmende wissenschaftliche Beweislage, die nahelegt, dass eine bestimmte Diät, reich an ausgewählten Nahrungsmitteln, helfen kann, Prostataerkrankungen vorzubeugen oder ihre Verbreitung einzudämmen.  Auf der andere Seite scheinen bestimmte Nahrungsmittel wiederum schädliche Wirkungen zu haben. Die überzeugendste Datenlage existiert derzeit für Lycopen (in Tomaten) sowie für Selen. Desweiteren wird Lauchgemüsen, Kreuzblütlern, Fisch, Phyto-Östrogenen, Polyphenolen, den Vitaminen D und E u.v.m. ein positiver Effekt zugeschrieben. Wenn Sie die hier genannten, wissenschaftlich begründeten Ratschläge beachten, können Sie selbst einen guten Beitrag zu Ihrer Prostata-Gesundheit leisten.

Für die Entstehung von Prostatakrebs werden neben Alter und der genetischen Veranlagung auch andere Einflussfaktoren wie Lebensgewohnheiten und Ernährung diskutiert. Da Prostatakrebs in der Regel ein langsam wachsender Krebs ist, können Ernährungsstrategien möglicherweise einen starken Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Generell ist  eine ausgewogene Ernährung vorbeugend gegen Krebs. Die mediterrane Küche gilt diesbezüglich als besonders gesund. So ist Fettleibigkeit als Risikofaktor für Prostatakrebs anerkannt, auch wenn die genauen Zusammenhänge noch nicht geklärt sind. Die mögliche Verbindung zwischen Ernährung und Prostatakrebs kann man am besten in Asien ablesen, wo die Ernährung weniger auf Fleisch und gesättigten Fettsäuren als auf Pflanzen, Ballaststoffen und Fisch basiert. Menschen, die aus Asien auswandern und den westlichen Lebensstil annehmen, erhöhen damit nachgewiesenermaßen ihr Risiko für Prostatakrebs! Umweltfaktoren sind also an der Krebsentstehung sicher beteiligt.

Mit dem, was wir uns tagtäglich zuführen, nehmen wir Einfluss auf viele  Körperfunktionen und unsere Gewebezusammensetzung. Dabei haben viele Inhaltstoffe nicht nur einen Wirkmechanismus, sondern wirken auf vielfältige Art und Weise. Beispielsweise durch eine zellschützende und entzündungshemmende Wirkung. Es ist bekannt, dass Entzündungen das Risiko einer Krebsentstehung erhöhen. Weitere Ansatzpunkte sind: eine Verbesserung der Immunabwehr, ein vermindertes Wachstum von Prostatakrebszellen, bessere Entgiftung des Körpers von schädlichen Substanzen und nicht zuletzt ein Einfluss auf Hormone und Hormonrezeptoren, insbesondere den sogenannten Androgenrezeptor, der das Prostatazellwachstum steuert.

Lycopen in Tomaten

Lycopen ist ein natürliches Karotinoid-Pigment, das für die typische rote Farbe vieler Früchte und Gemüse verantwortlich ist. Einige Karotinoide werden im Körper zu Vitamin A umgebaut, andere fungieren als Antioxidantien und schützen so unsere Zellen vor den gefährlichen freien Radikalen. Am besten ist die Wirkung von Lycopen in Tomaten untersucht. Tomaten machen über 80 Prozent unserer Lycopen-Zufuhr aus. Dabei gilt: Je reifer die Tomate und je konzentrierter das Produkt, umso mehr Lycopen ist darin enthalten.

Aber auch in Wassermelonen, Grapefruits und Hagebutten findet sich Lycopen. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt, es scheint tatsächlich eine Kombination von mehreren Effekten zu sein. Im Tierversuch wurde durch Lycopen der Testosteronspiegel im Blut gesenkt. Bei einer zusammenfassenden Analyse kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass Männer mit einer sehr hohen Lycopen-Zufuhr ein um ein Fünftel niedrigeres Prostatakrebsrisiko hatten. Und auch bei Männern mit bestehendem Prostatakrebs konnte schon nach dreiwöchiger Zufuhr von hochdosiertem Lycopen (30 mg täglich, entspricht etwa 500 g Tomaten) ein Rückgang des Tumormarkers PSA um 20 Prozent festgestellt werden.

Das Ri­si­ko, einen Pro­sta­ta­krebs zu ent­wi­ckeln, ist demnach umso nied­ri­ger, je höher der Ly­co­pin­spie­gel im Blut ist, das belegen hochrangig publizierte Studien. Schon eine Zufuhr von 5-10 mg Lycopen täglich kann den Blutspiegel optimieren. Da Lycopen schnell vom Körper ausgeschieden wird, ist eine tägliche Zufuhr empfehlenswert. Zur Orientierung: Reife Tomaten haben einen Lycopinanteil von etwa 5 mg pro 100 Gramm. Der Un­ter­schied zwi­schen dem Kon­sum roher und ge­koch­ter To­ma­ten ist dabei  nicht re­le­vant. Die Aufnahme von Lycopen durch den Körper wird durch Erhitzen und Zubereitung mit einer kleinen Menge Fett oder Öl sogar verbessert. Lycopen ist nämlich hitzestabil und fettlöslich. Auch konzentrierte Produkte wie Tomatenmark oder Ketchup enthalten viel Lycopen.

Bildnachweis: WavebreakmediaMicro / stock.adobe.com

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