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Warum Sie bei einer Pollenallergie auch auf die Ernährung achten sollten

Lesezeit: 2 Minuten Der Frühling kommt und somit die "Schreckenszeit" aller Pollenallergiker. Allergisch bedingte Krankheiten steigen von Jahr zu Jahr und stellen für die Betroffenen immer größere Probleme da - die wenigsten wissen, dass meist auch Nahrungsmittel eine Rolle spielen.

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Warum Sie bei einer Pollenallergie auch auf die Ernährung achten sollten

Warum Sie bei einer Pollenallergie auch auf die Ernährung achten sollten

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Der Frühling ist für viele die schönste Zeit nach dem langen, kalten Winter – aber nicht für Pollenallergiker. Für sie beginnt die Zeit der tränenden und geschwollenen Augen, der verstopften Nasen und der Luftnot. Die Ursachen vieler Allergien sind noch nicht ausreichend erforscht, doch geht man bei vielen Allergien von einer genetischen Disposition aus.

Es ist klar bewiesen, dass die erbliche Veranlagung von Allergien eine zentrale Rolle spielt. Bei Kindern, deren Eltern beide bereits an einer Allergie leiden, steigt das Risiko auf 60 – 80 % ebenfalls an einer Allergie zu erkranken.

In diesen Fällen gilt es als sicher, dass hier eine genetische Disposition, also ein erblicher Faktor zugrunde liegt:

  • Heuschnupfen
  • Neurodermitis
  • Nesselsucht
  • Asthma

Darüber hinaus wird für den gravierenden Anstieg der unterschiedlichen Allergien die hygienische „Übervorsichtigkeit“ verantwortlich gemacht.

Die Wäsche wird mit desinfizierendem Waschmittel gewaschen, der Haushalt sterilisiert, Kinder und Hände porentief gereinigt und somit alle Bakterien abgetötet – leider auch die nützlichen und wichtigen. Hieraus ergibt sich die Tatsache, dass Kinder kein funktionstüchtiges Immunsystem entwickeln können und ihr Körper dann auf bestimmte Reize überreagiert.

Die Pollenallergie betrifft gut 15 % der Bevölkerung und steigt von Jahr zu Jahr an. Der „Heuschnupfen“ beginnt meist im Kindesalter und kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Beim Heuschnupfen reagiert das Immunsystem übermäßig stark auf verschiedene Eiweiße in den Pflanzenpollen.

Was vielen Betroffenen nicht bekannt ist, ist die Tatsache, dass es zu sogenannten Kreuzallergien kommen kann. Hier reagiert das Immunsystem nicht nur auf die Eiweiße in den Pollen, sondern auch auf Eiweiße in Nahrungsmitteln, die einen ähnlichen Aufbau besitzen. Hier kann das Immunsystem leider nicht unterscheiden und „vernichtet“ auch die ähnlichen Eiweiße.

Welche Nahrungsmittelallergien sich entwickeln ist davon abhängig, welche Pollen artverwand sind.

Häufig auftretende Kreuzallergien ergeben sich aus:

  • Baumpollen ( Birke, Hasel, Erle..) und Apfel, Birne, Haselnuss, Walnuss, Sellerie, Zwetschge, Kiwi, Mandel, Mango, Fenchel, Karotte
  • Gräser- und Getreide- Pollen und Soja, Getreidemehl, Erdnuss, Ananas, Roggen, Dinkel, Weizen, Gerste, Mais
  • Kräuterpollen und Kamille, Sellerie, Löwenzahn, Tomate, Paprika, Karotte
  • Nüsse und Roggen, Mohn, Pistazie, Sesam
  • Hühnerei und Geflügel aller Art

Darüber hinaus sollten sie mindestens in der akuten Phase Histamin haltige Lebensmittel vom Speiseplan streichen. Diese Lebensmittel fördern die allergischen Reaktionen zusätzlich und sind wie das sprichwörtliche „Pulverfass“.

Zu den Histamin haltigen Lebensmittel gehören u. a.

  • Fertigprodukte
  • Fertigprodukte mit Hefe
  • Bestimmte Käsesorten
  • Konservierungsstoffe
  • geräuchertes
  • Soja

Die Symptome der hierbei entstehenden Nahrungsmittelallergie sind vielfältig und individuell. Vorkommen können u. a. Unruhe, Übelkeit, Blässe, Gedeihstörung bei Kindern, Verhaltensauffälligkeiten oder auch Schlafstörungen. Bei Unsicherheiten bezüglich der Ernährung sollten sie sich an ihren Arzt oder einen Ernährungsberater wenden.

Bildnachweis: Tatiana Gladskikh / 123rf.com

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