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Warum sich eine Reise zum Karneval in Venedig lohnt

Der Karneval in Venedig ist eine der spektakulärsten Veranstaltungen weltweit. Das Maskenspiel ist uralt und dennoch relativ jung. Seine Wurzeln gehen bis ins Mittelalter zurück. In heutiger Form präsentiert es sich erst wieder seit 1979. Hier finden Sie Reisetipps.

Warum sich eine Reise zum Karneval in Venedig lohnt

Warum sich eine Reise zum Karneval in Venedig lohnt

Carnevale di Venezia

Ist wieder „Carnevale di Venezia“ während der zehn Tage vor Aschermittwoch, bietet sich dem Besucher ein Spektakel von besonderem Reiz. „Tutti in maschera“: Alle sind maskiert. Tatsächlich erleben Gäste das berühmte Maskenspiel nicht nur bei den unzähligen fantastischen Veranstaltungen, die jedes Jahr unter einem anderen Motto firmieren, sondern in fast jedem Winkel der Stadt.

Melancholie

Ein lautes, fröhliches Treiben wie in Brasilien oder albern-politisierender Trubel wie in Deutschland ist in Venedig nicht zu finden. Hier steht der ästhetische Aspekt im Vordergrund. Lange künstlerische Planungen und ein feinsinniger Geschmack kreieren kostbare Maskierungen von außerordentlichem Reiz. Die ausladenden Kostüme und hochaufgetürmte Kopfbedeckungen lassen nur gemessene Bewegungen zu. Im Zusammenspiel mit den ausdruckslosen Gesichtern entsteht ein Hauch von Melancholie und Vergänglichkeit, was vor der morbiden Kulisse der Stadt noch eindrucksvoll unterstrichen wird.

Touristenziel

Venedig war und ist zu allen Zeiten ein Ziel für Touristen. Scheint die Stadt schon im Sommer der Besucherströme kaum Herr zu werden, so hat sich ihr Karneval zu einer Massenattraktion entwickelt. Auch zu Zeiten, als Reisen noch das Privileg begüterter Schichten war, galt Venedig als begehrter Ort für Exkursionen. Reiseberichte aus dem 18. Jahrhundert belegen, dass Venedig zum Vergnügungszentrum erster Güte in Europa wurde.

Adel und Bürgertum suchten hier Genuss und Zerstreuung. Keine andere Stadt besaß so viele Opernhäuser, Theater und Cafés. Feste, Feuerwerke und Regatten, welche von dem – tatsächlich bereits schwindenden – Glanz und Reichtum der „Serenissima“ zeugen sollten, zogen Gäste an.

Die Maske

Ein unverzichtbares Attribut ist die „maschera“. Zahlreiche Gesetze aus verschiedenen Jahrhunderten legten zwar das Verbot des Maskentragens fest. Genützt hat es wenig. Im Gegenteil: Die Maske wurde bald auch außerhalb der Karnevalszeit getragen. Im 18. Jahrhundert war die Maske bei der Aristokratie fester Bestandteil des Ausgehanzuges.

Aus der Traum

1797 waren Rausch und Glanz vorbei. Napoleon hatte Italien besiegt, die Republik Venedig wurde aufgelöst, der letzte Doge abgesetzt. Auch der Karneval, welcher für siebenhundert Jahre fester Bestandteil der Stadt war, erschien dem neuen Machthaber so gefährlich für die Staatsräson, dass er ihn verbieten ließ. Dass im „Inkognito“ Sitte und Recht leichter zu umgehen waren, ließ Napoleons Interdikt logisch erscheinen.

Wiedergeburt

Nach fast zweihundertjährigem Schlaf wurde das Spektakel von Künstlern seit 1976 wiederbelebt und erfreut sich spätestens seit der Biennale 1979 von Jahr zu Jahr wachsender Beliebtheit.

Anreisetipps

Wer zum Karneval nach Venedig möchte, der sollte in keinem Fall spontan anreisen. In jedem Fall empfiehlt sich eine rechtzeitige Buchung, da beim Karneval nahezu jedes Hotelbett ausgebucht. Wer etwas günstiger unterkommen möchte, der sollte sich sowieso eine Unterkunft auf dem Festland, etwa in Mestre oder Marano, suchen. Eine Anreise kann mit allen Verkehrsmitteln erfolgen, also per Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug.

Bildnachweis: pichunt / stock.adobe.com

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