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Warum Ihr Hund als Belohnung lieber gestreichelt wird2 min read

Reading Time: 2 minutes Zwischen Hundebesitzern kommt früher oder später immer die Frage nach der richtigen Belohnung auf, wenn ein Hund das gewünschte Verhalten zeigt. Manche schwören auf ein Leckerli; andere nutzen ein Spielzeug; wieder andere loben nur mit ihrer Stimme. Lesen Sie hier, wieso Ihr Hund vielleicht am liebsten gestreichelt werden will.

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Warum Ihr Hund als Belohnung lieber gestreichelt wird

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ndEs gibt Meinungen, dass Blockaden am besten gelöst werden, wenn man die Häufigkeit der Belohnung steigert, oder indem man einfach die Übungseinheit leichter oder kürzer macht. Wenn Ihr Hund beispielsweise immer wieder an der Leine zieht, ist eine Form der Belohnung, ihn schon gar nicht erst in diese Lage zu bringen. Halten Sie einfach mehr Abstand zu vierbeinigen Artgenommen.

Ein anderer, oft empfohlener Weg ist, ihn schon zu belohnen, wenn der Hund nur den Kopf in Ihre Richtung dreht. Aber was bringt das alles, wenn Ihr Hund anders als andere Hunde ist und nicht auf die Belohnung reagiert? Wenn zum Beispiels nicht, wie für viele, ein Leckerli der Himmel auf Erden ist?

Studie sagt: Beste Belohnung für Hund sind Streicheleinheiten

Belohnungen sind ein gutes Motivationsmittel: egal, ob Leckerli, Spielzeug o.ä. Dr. Erica Feuerbach, Anthrozoologin am Carroll College in Montana, beschäftigte sich unlängst in Ihren Forschungen mit der Frage, welche Belohnung den Hunden am besten gefällt. In einer ihrer Studien wurde das Verhalten von Hunden untersucht in Bezug auf körperliche und stimmliche Belohnung. Diese Tests führte Dr. Feuerbach an einer Vielzahl verschiedener Hundearten durch. Die Menschen, die die Hunde belohnten, waren für die Tiere sowohl Fremde als auch die Besitzer selbst.

Das spannende bei dem Ergebnis war: Durch alle Rassen hindurch und über alle Menschen hinweg waren die Hunde motivierter, die als Belohnung gestreichelt wurden und viel Nähe und Körperkontakt erhielten. Die Hunde suchten weitaus weniger Nähe zu den Menschen, die sie nur stimmlich gelobt hatten. Das Ergebnis der stimmlichen Belohnung war in etwa gleichauf mit dem Ergebnis der Kontrollgruppe, in der es zu gar keiner Interaktion zwischen Mensch und Hund kam.

Die Forscher stellten also dabei fest, dass die Hunde scheinbar nie genug bekommen von den Streicheleinheiten. Dr. Feuerbach und ihr Team sind nach diesen Forschungsergebnissen der festen Überzeugung, dass Streicheln und Körperkontakt zwischen Hund und Mensch eine artübergreifende soziale Bindung darstellt, die nicht erst gelernt werden muss. Auf der anderen Seite aber muss stimmliche Belohnung erst antrainiert werden.

Erfolgskonzept: Streicheln + Stimme

Sie sollten sich zukünftig aber nicht nur auf Streicheleinheiten beschränken. Zu jeder ausführlichen Streicheeinheit können Sie ruhig ein „Gut gemacht“ o. ä. hinzufügen. So lernt Ihr Vierbeiner mit der Zeit auch die Streicheleinheit mit der verbalen Belohnung zu assoziieren und kann freut sich schon, wenn das Gut gemacht kommt – denn die Streicheleinheit folgt bestimmt.

Bildnachweis: Patrick Daxenbichler / stock.adobe.com

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