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Warum entstehen Rückenschmerzen?

Lesezeit: 2 Minuten Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden in Deutschland. Mit den Bandscheiben – wie oft vermutet – hat das neue Volksleiden aber nur selten etwas zu tun.

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Warum entstehen Rückenschmerzen?

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Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden regelmäßig unter Rückenbeschwerden. Wer betroffen ist, hat zumindest bei akuten Schmerzen wenig Freude. Morgens kommt man schwer aus dem Bett. Der Arbeitstag wird zur Qual und abends mag man nur noch müde auf dem Sofa liegen.

Schuld an den stechenden Rückenschmerzen sind die Bandscheiben. Zumindest ist das eine weit verbreitete Annahme. Doch die Bandscheiben, die gummiartigen Knorpelscheiben zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule, sind nur selten für die Rückenschmerzen verantwortlich. Die häufigsten Ursachen für die Beschwerden sind Verspannungen der Rückenmuskeln und eine schwache Rückenmuskulatur.

Wer tagsüber viel am Schreibtisch oder unterwegs hinter dem Steuer sitzt, verfällt schnell in eine ungünstige Körperhaltung. Verkrampfungen sind eine häufige Folge. Auch langes Liegen auf dem Sofa oder Bett sind Gift für den Rücken. Denn die Rückenmuskulatur wird dabei nicht beansprucht. Und wenn ein Muskel nicht trainiert wird, kann er auch keine große Leistung bringen.

Rückenmuskeln werden schwächer
Im Extremfall kann sich die Rückenmuskulatur sogar zurückbilden, weil sie zu wenig beansprucht wird. Jetzt erhält die Wirbelsäule noch weniger Unterstützung, ernste Gesundheitsprobleme sind vorprogrammiert. Darum kann es zwar kurzfristig eine Erleichterung sein, wenn man abends auf der Couch dem Rücken eine Pause gönnt, langfristig gesehen schadet man dem Rücken mehr, als das man ihm hilft.

Rücken: ein Teufelskreis
Es ist ein Teufelskreis: Wer Rückenschmerzen hat, schont sich. Durch Schonung oder eine Schonhaltung beim Sitzen wird die Wirbelsäule einseitig oder gar nicht belastet. Es kommt zu Verspannungen und muskulären Dysbalancen. Außerdem schwindet die Muskelkraft. Die Rückenmuskeln können weniger Gewicht halten und die Wirbelsäule wird schlecht gestützt. Dadurch kann es auch zu einem Bandscheibenvorfall kommen. Daraus resultieren neue Schmerzen und man schont sich.

Die einzige Lösung aus diesem Teufelskreis: Bewegung
Sofern man noch keine akuten Beschwerden hat, reicht es laut Experten wie dem Kölner Sportwissenschaftler Prof. Froböse aus, sich regelmäßig jeden Tag zu bewegen. Das ist besser, als den ganzen Tag still zu sitzen und abends auf der Couch zu liegen und dafür zweimal pro Woche zur Wirbelsäulengymnastik zu gehen.

Bewegung gegen Rückenschmerzen
Sind die Schmerzen erst einmal da, kann man im Fitnessstudio die Rückenmuskeln stärken. Aber bitte nur, nachdem der behandelnde Arzt sein OK gegeben hat. Außerdem sollte man sich regelmäßig bewegen.

3,7 Millionen Mal im Jahr werden bei Arbeitnehmern in Deutschland die Schmerzen so stark, dass sie sich krank schreiben lassen. Insgesamt fallen dadurch bundesweit rund 75,5 Millionen Arbeitstage aus. Ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden – aber auch viel Leid für die Betroffenen. Denn wer von Rückenschmerzen geplagt ist, verliert massiv an Wohlbefinden und Lebensqualität!

Durch regelmäßige Bewegung im Alltag oder richtiges Sitzen im Büro, kann man die Rückenschmerzen aber schon von vorn herein vermeiden.

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