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Warum eine Patientenverfügung so wichtig ist

Lesezeit: 2 Minuten Eine Patientenverfügung sorgt nicht nur dafür, dass im medizinischen Notfall Ihre Vorstellungen einer Behandlung durchgesetzt werden, sondern schützt auch vor unerwünschter Zwangsbetreuung oder Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung.

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Warum eine Patientenverfügung so wichtig ist

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Jeder möchte bestmöglich behandelt werden, wenn er krank ist. Schlägt der Arzt eine Therapie vor, kann man diese mit ihm besprechen und die Vor- und Nachteile abwägen. Geschieht jedoch ein Unfall, bei dem man so schwer verletzt wird, dass man bewusstlos ist oder ins künstliche Koma versetzt werden muss, kann man seine Wünsche bezüglich einer Behandlung nicht äußern.

Eine Patientenverfügung schützt Ihre Vorstellungen von medizinischer Versorgung

Das Gleiche gilt, wenn Sie im Sterben liegen oder an einer unheilbaren Krankheit leiden, die quälende Symptome verursacht. Sobald Ihr Bewusstsein getrübt ist, sind Sie auf die Hilfe eines Arztes angewiesen. Damit er weiß, welche Maßnahmen er ergreifen soll, muss er Ihre Vorstellungen kennen. Nur dann hat er das Recht, sie in Ihrem Sinne umzusetzen.

Keiner beschäftigt sich gern mit Gedanken an Krankheiten und Tod. Wenn es Ihnen nicht egal ist, was mit Ihnen geschehen soll, falls Sie in eine schwierige gesundheitliche Lage kommen, sollten Sie Ihre Wünsche bezüglich bestimmter Situationen unbedingt in einer Patientenverfügung festhalten.

Eine Patientenverfügung ist rechtsverbindlich

Eine Patientenverfügung ist ein verbindliches Dokument, in dem Sie bestimmen können, was im Falle eines Falles getan oder unterlassen werden soll. Fertigen Sie es an, solange Sie bewusst über dieses Thema nachdenken und entscheiden können. Sie können die Verfügung formlos selbst verfassen und auch jederzeit widerrufen. 

In einer Patientenverfügung muss genau beschrieben werden, welche Vorstellungen Sie bezüglich verschiedener Situationen haben. Daher ist es ratsam, gemeinsam mit Ihrem Hausarzt zu besprechen, welche Formen der Maßnahmen existieren, um Ihr Leben zu erhalten oder eben nicht, und um Beschwerden zu lindern. Als Laie weiß man in der Regel nicht, welche Aussagen erforderlich sind, damit sie gültig sind.

Als zusätzliche Entscheidungshilfe sollten Sie außerdem einige Sätze zu Ihrer Einstellung zu lebenserhaltenden Maßnahmen generell schreiben. Tritt eine Situation ein, für die keine Wünsche in Ihrer Patientenverfügung beschrieben sind, können sich die Ärzte daran orientieren.

Patientenverfügung schützt vor unerwünschter psychiatrischer Einweisung

Eine wichtige Rolle spielt die Patientenverfügung auch in Bezug auf Zwangsbetreuung und psychiatrische Untersuchungen. Diese können Sie nämlich untersagen, sodass keine Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung möglich ist, ohne dass Sie damit einverstanden sind. Wenn Ihnen jemand etwas Böses will, kann er eine Betreuung anregen oder behaupten, Sie gefährden sich oder andere, ohne dass dies der Realität entspricht.

Nutzen Sie ausführliche Formulare für Ihre Verfügung

Weigern Sie sich, Ihre angebliche Erkrankung anzuerkennen, kann der Psychiater dies als Symptom einer psychischen Erkrankung werten und nicht als Willenserklärung ansehen. Eine Selbstgefährdung oder Gefährdung anderer ist jedoch kein Grund, Sie gegen Ihren Willen in eine psychiatrische Einrichtung einzuweisen. Mit einer Patientenverfügung sind Sie somit auf der sicheren Seite. Nennen Sie außerdem eine Person Ihres Vertrauens, die Ihre Interessen im Zweifelsfall vertritt. Muster mit Textbausteinen finden Sie z. B. bei Formblitz.de und speziell für psychiatrische Fälle bei Patientenverfügung.de.

So bewahren Sie Ihre Patientenverfügung sicher auf

Die Patientenverfügung  können Sie online und abhörsicher im Zen­tra­len Vor­sor­ge­re­gis­ter der Bun­des­no­tar­kam­mer registrieren lassen. Bewahren Sie ein unterschriebenes Original in Ihrer Brieftasche auf und geben Sie Ihrer Vertrauensperson ebenfalls ein Original Ihrer Verfügung.

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