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Warum eigene Kinder das Herz von Männern schützen

Lesezeit: 2 Minuten Kinder sind für viele Menschen das Salz in der Suppe ihres Lebens. Aber Kinder sind nicht nur eine emotionale Bereicherung. Wenn Männer viele Kinder zeugen, haben sie auch ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.

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Warum eigene Kinder das Herz von Männern schützen

Warum eigene Kinder das Herz von Männern schützen

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Wie eine US-Studie, bei der die Gesundheitsdaten von mehr als 140.000 Männern analysiert wurden, ergeben hat, haben Väter ein deutlich geringeres Herzrisiko als kinderlose Männer. Dabei gilt: Je mehr Kinder ein Mann zeugt, desto besser geht es seinem Herz. Aber eins sei hier zunächst vorweg gesagt: nicht das Zeugen des Kindes schützt das Herz und es ist auch nicht der Umgang mit den Kindern, der das Herz-Risiko senkt.

Warum haben Väter also weniger Herzprobleme?

Es ist eher der umgekehrte Fall. Dass Väter seltener an einem Herzinfarkt sterben, liegt an der sogenannten „reproduktiven Fitness“. Diese gibt an, wie zeugungsfähig ein Mann ist. Je besser seine allgemeine Gesundheit und je gesünder das Herz, desto fruchtbarer ist ein Mann. Daher kann man davon ausgehen, dass Männer mit zwei oder drei Kindern ein gesünderes Herz haben als kinderlose Männer. So dachten zumindest die US-Forscher und nahmen die Anzahl der in der Ehe gezeugten Kinder als Maßstab, um die Herzgesundheit der Männer zu analysieren (Hum Reprod 2011, online).

Dabei stellen sie einen klaren Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kinder und der Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu sterben, fest. Vereinfacht kann man sagen, dass je mehr Kinder ein Mann gezeugt hat, desto seltener erleidet er einen Herzinfarkt.

So hatten die Kinderlosen ein rund 17 Prozent höheres Herzrisiko als die Männer mit einem Kind. Im Vergleich zu den sehr fruchtbaren Männern mit 5 und mehr Kindern, war das Risiko sogar um 21 Prozent erhöht. Die Autoren gehen davon aus, dass möglicherweise der Hormonhaushalt gestört ist. Genauer gesagt der Androgen-Status. Dieses Sexualhormon könnte das Bindeglied zwischen der Fruchtbarkeit und der Herzgesundheit sein, so die US-Forscher.

Zugegeben berücksichtigte die Studie keine Faktoren wie Verhütung oder Geburtenkontrolle. Auch der Wunsch, eine kinderlose Ehe zu führen, wurde bei der Auswertung nicht berücksichtigt. Falls Sie jedoch schon lange erfolglos versuchen, en Kind zu zeugen, ist es ratsam, das Herz und den Androgen-Status untersuchen zu lassen. Vielleicht liegt hier auch der Grund für die Unfruchtbarkeit.

Bildnachweis: Phase4Photography / stock.adobe.com

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