Finanzen Praxistipps

Wann sollte man sich für ein kostenloses Aktiendepot entscheiden?

Lesezeit: 3 Minuten Grundsätzlich ist ein Aktiendepot ist eine Art Konto, in dem Aktien und andere Wertpapiere für Sie verwaltet werden. Viele traditionelle Banken verlangen für diesen Service eine monatliche Gebühr - diese kann durchaus bei 20 Euro im Monat liegen. Das Ziel ihres Aktiendepots ist klar: Es soll eine möglichst große Rendite für Sie generieren. Je höher ihre monatliche Depotgebühr ausfällt, desto geringer ist Ihre Rendite. Dies macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn Sie mit geringen Beträgen handeln.

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Wann sollte man sich für ein kostenloses Aktiendepot entscheiden?

Wann sollte man sich für ein kostenloses Aktiendepot entscheiden?

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Wie wirkt sich die Depotgebühr auf die Rendite aus? – Ein Rechenbeispiel

Nehmen wir einmal an, Sie investieren in ihrem Aktiendepot 5.000€ und erzielen damit nach einem Jahr eine Rendite von 4%. Ohne Depotgebühren kamen Sie auf einen Gewinn von 200€. Zahlen Sie allerdings 10€ monatlich für Ihre Depotführung – also 120€ im Jahr – sinkt ihre Rendite um satte 60%.

Welche anderen Kosten kommen beim Aktienhandel auf mich zu?

Neben einer Gebühr für das Verwalten Ihres Depots berechnen Banken beim Aktienhandel in der Regel eine ganze Reihe weiterer Gebühren. So zahlen Sie z.B. für Handelskosten, Inaktivitätsgebühren oder auch Börsengebühren. Beim Abschluss eines Aktiendepots ist oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich, welche Kosten auf Sie zukommen, sobald Sie mit Kauf und Verkauf von Aktien beginnen.

Wie finde ich das günstigste kostenlose Aktiendepot?

Mit der Depotsuche auf Aktien.net haben Sie einen Überblick über alle Gebühren und sonstige Konditionen und können so versteckte Kosten vermeiden und sichere, lizenzierte Anbieter finden. Ansonsten lohnt es sich auch, wenn Sie sich im Bekanntenkreis umhören. Aktien sind mittlerweile im privaten Bereich weit verbreitet und persönliche Erfahrungsberichte sind in der Aktienanlage immer eine sinnvolle Ergänzung für Ihre Entscheidungsfindung.

Kosten sind nicht alles – was Sie bei der Depotwahl beachten sollten

Die Depotsuche auf Aktien.net gibt auch einen wertvollen Überblick über die Leistungen der jeweiligen Banken. Vor allem für Aktien-Neulinge ist es wichtig, beim Handel auf eine gute Beratung zurückgreifen zu können. Das bieten Online Banken in der Regel nicht an. Wenn Sie also bisher keine Erfahrungen mit dem Kapitalmarkt gemacht haben, kann es trotz der höheren Gebühren durchaus sinnvoll sein, eine traditionelle Filialbank aufzusuchen. Denn geringe Handelskosten haben keinen Effekt, wenn Sie aufgrund fehlender Beratung schlechte Investmententscheidungen treffen.

Welche Kosten gibt es?

Grundsätzlich: Banken berechnen eine Gebühr für fast jede Handelsentscheidung, die Sie treffen – ob Sie also Aktien kaufen oder verkaufen.

Es empfiehlt sich deshalb vor allem bei Depots mit hohen Handelskosten, Aktien nicht zu oft zu kaufen oder zu verkaufen. Auch wenn man, insbesondere als Börseneinsteiger, schnell in Versuchung gerät, Aktien bei leichtfallenden Kursen direkt zu verkaufen: geringe Fluktuationen im Kurs auszuhalten, kann sich aufgrund niedrigerer Kosten durchaus bezahlt machen.

Börsengebühren

Diese Gebühr berechnet nicht die Bank, die ihr Depot führt, sondern direkt der Handelsplatz – also beispielsweise die Deutsche Börse in Frankfurt.

Doch auch an dieser Stelle können Sie Geld sparen, denn bei manchen Brokern ist die Börsengebühr direkt in der Handelsgebühr enthalten.

Spreads als versteckte Kosten

Spreads sind die Differenz zwischen dem Briefkurs, den Sie an der Börse sehen und dem Kurs, den Sie beim Kauf tatsächlich zahlen. Man kann sie also sehen wie einen Ausgabeaufschlag, den die Bank für den Verkauf einbehält. Spreads sind also versteckte Kosten – und sollten klar kommutiert werden!

Ausgabeaufschläge oder Fondsgebühren

Insbesondere beim Kauf von Aktienfonds fallen zudem Ausgabeaufschläge und Fondsgebühren an. Ausgabeaufschläge finanzieren die Provision des Vermittlers (Broker oder Bank. Sie werden prozentual und einmalig für jede Investition berechnet, die Sie in einen Fonds tätigen.

Fondsgebühren wiederum entstehen bei aktiv gemanagten Fonds und finanzieren die Verwaltung des Fonds durch den Fondsmanager zugute. Dies sind in aller Regel jährliche, Prozentuale Gebühren und kumulieren sich dadurch. Wenn Sie beispielsweise monatlich in einen Fonds einzahlen, werden die Fondsgebühren im zweiten Jahr wesentlich höher ausfallen als im ersten Jahr.

Auch passive Aktienfonds berechnen eine Fondsgebühr, diese fällt in der Regel aber wesentlich günstiger aus.

Welches Aktiendepot ist das günstigste für mich?

Durch die Vielzahl der verschiedenen Gebühren hängen die Gesamtkosten, die auf Sie zukommen, ganz von Ihrem Anlageverhalten ab. Wenn Sie beispielsweise häufig mit Aktien handeln und diese im schnellen Wechsel kaufen und verkaufen, ist ein Depot mit geringen Gebühren für den Aktienhandel für Sie die richtige Wahl.

Wenn Sie allerdings in Fonds investieren, sollten Sie auf einen möglichst geringen Ausgabeaufschlag achten.

Im Kern kommt es auf diese vier Punkte an:

1. Volumen: Wie viel handeln Sie pro Monat und Jahr? Wenn Sie nur wenige Ordern tätigen, also Aktien kaufen oder verkaufen, beeinflussen Ordergebühren Ihre Rendite nicht allzu sehr.

Wenn Sie sehr viel aktiv handeln, sollten Sie auf möglichst geringe Gebühren in diesem Bereich achten.

2. Mindesteinlage: Wenn Sie nur kleine Summen anlegen wollen, sollten Sie darauf achten, dass ihr Broker eine geringe Mindesteinlage hat.

3. Sparpläne: Möchten Sie regelmäßig Geld in einem Sparplan anlegen, sollten Sie darauf achten, dass der Broker eine große Auswahl von Sparplänen ohne Ausgabeaufschlag oder mit einem sehr geringen Aufschlag bietet.

Tipp: Mit Sparplänen können Sie vom Cost-Average-Effekt profitieren. Denn dadurch, dass Sie monatlich immer den gleichen Betrag anlegen, kaufen Sie viele Aktien/ Fondsanteile, wenn der Kurs niedrig ist. In Monaten, in denen der Kurs höher ist, kaufen Sie automatisch weniger Anteile. So kommen sie im Durchschnitt auf einen geringen durchschnittlichen Einkaufspreis (daher der Name dieses Effekts).

Ein weiterer Vorteil von Sparplänen: sie müssen sich keine Sorgen um den idealen Einstiegszeitpunkt machen. Nachdem Sie den Sparplan einmal eingerichtet haben, funktioniert alles jeden Monat von alleine.

4. Die monatlichen Depotgebühren: Wenn Sie nicht viele Orders tätigen, kann es sich lohnen, ein Depot mit höheren Orderkosten und dafür geringeren Depotgebühren tätigen. Denn Depotgebühren zahlen sie unabhängig von der Ordermenge jeden Monat als Pauschalpreis.

Bildnachweis:  joyfotoliakid / stock.adobe.com

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